Warum ich Pâtisserien liebe und was das mit Poesie & Wirtschaft zu tun hat

Verpackte kleine Kuchen mit grüner Zuckergußglasur. Verpackt in Cellophan. Ein braunes Band mit Schriftzug der Confiserie Lindt & Sprüngli
Feines Gebäck aus der Confiserie Lindt & Sprüngli in Zürich

 

 

Pâtisserie (von frz. pâtisser ‚kneten, Kuchen backen‘, pâte ‚Teig‘)

Es gibt eine Buchstabenkombination, die wie ein Kreativ Booster auf mein gesamtes Körpersystem wirkt und in mir augenblicklich eine Kraft freisetzt, die nichts aber auch rein gar nichts unmöglich erscheinen läßt. Es ist die richtige Kombination von exakt 10 Buchstaben zu exakt einem magischen Wort:

P A T I S S E R I E

 

Durch mein Leben zieht sich eine zuckersüße Spur, der ich nach wie vor folge. Egal in welcher Stadt ich mich gerade rumtreibe, ich finde sie, die besten Patisserien der Gegend. Da stehe ich dann vor der Auslage und lasse meine bewundernden Blicke schweifen. Manchmal bleibt es dabei, aber manchmal reicht das nicht. Ich möchte den Duft einatmen,  mir die Texturen auf der Zunge zergehen lassen, mein gesamtes Körpersystem mit der magischen Süße fluten.

Manchmal liegt tiefes Glück in einer zarten Hülle von sanft schmelzender Schokolade.

 

Es ist exakt dieser Zustand entspannten Glücks, der den Menschen und sein komplexes Nervensystem  auf eine vollkommen neue Frequenz einstellt. Absolut präsent geschieht etwas in uns, was man Kohärenz nennt, oder auch Stimmigkeit. Und es ist diese Stimmigkeit, die Präsenz erzeugt.

Das magische Hier & Jetzt.

 

Aber es geht weit über dieses Glück hinaus und noch während ich dabei bin, diesen Blogartikel zu schreiben, schreibt mir Nicole von ihrer Erfahrung mit Patisserie, und es liegt etwas Bedeutungsvolles in ihrem Kommentar zu meiner Wort Patisserie und ihrer Wirkung auf den Menschen.

Wir erfahren, fast wie nebenbei, wie tiefgreifend die Geschichte unserer Vorfahren, Eltern und weiteren Menschen, die unser Leben prägen, sich auf unsere persönliche Geschichte auswirkt und welche Folgen das hat. Lies selbst ihren Kommentar hier:

„Wusstet du, dass ich mal Konditorin werden wollte. Die feinen Patisserien aus Frankreich, die ich als Austauschschülerin kennenlernte, hatten es mir angetan und gerne gebacken habe ich schon als Kind. Mangels Vorstellungsvermögen meiner Mutter und Oma sowie einigen Lehrern, ist aus meinem damaligen Traum nichts geworden.
Argumente waren „Als Bäckerin verdienst du wenig, musst früh aufstehen und die Arbeit ist für eine Frau viel zu schwer“ Dabei wollte ich wunderbare Zuckerkunst und Süßspeisen in Frankreich machen, statt Mohnstriezel oder Puddingteilchen in der Gelsenkirchener Stadtbäckerei.

Ich wollte lernen, wie man feinste Konditorinnenware herstellt , bei denen sich die Menschen in der Auslage die Nase an der Fensterscheibe platt drücken.

Deine Wort Patisserien sind so „zuckersüß und bitternötig“, damit genau solche Träume wahr werden und zart schmelzend ihren Empfänger finden.“

 

Das Bedeutungsvolle darin ist, dass jeder Mensch Träume von seinem Leben hat. Kleine und junge Menschen träumen ziemlich klar noch sehr verbunden mit ihren Fähigkeiten, und was sie da sehen, in ihren Träumen, das entspricht ihrer Leidenschaft, ihrem Können, ihrem Talent. Leider werden wir immer noch von diesen Träumen entkoppelt … durch das System in dem wir leben.
Dann beginnt eine lange Reise weg von sich selbst und dann eine lange Reise wieder hin zu sich selbst und den wahren Träumen. Oft beginnt es mit einem Duft! Hier findest Du ein kleines Madeleine der Erinnerung. An Dich selbst, wie Du ursprünglich geträumt wurdest, von Dir selbst:

Hör mal:

Wenn ich zurückdenke in meine Kindheit, dann haben Patisserien, Konditoreien und Bäckereien immer eine wesentliche Rolle gespielt, wenn es um gute Stimmung, Entspannung und Gemeinschaft gegangen ist. Es war eine Art wortlose Kommunikation, die mir die Gewißheit vermittelt hat, dass das Leben auch eine Süße hat. Davon gab es nicht sooo viel bei uns, also waren die süßen Momente wesentlich und sind in meinem Gedächtnis auch sehr tief verankert.

Pâtisserie ist wortlose Kommunikation

 

Da war zum einen Onkel Leo und seine Konditorei. Ab und an, da ist meine Mutter zu Onkel Leo mit uns gegangen. Wir durften sogar in die Backstube und es gab immer ein Stück Kuchen. Mailänder Torte, genau nach meinem Geschmack. Ziemlich süß und ziemlich viel Marzipan. Wenn wir bei Onkel Leo waren, dann war die Welt für kurze Zeit warm, süß und unbeschwert.

Später, da war ich schon ein ganzes Stück größer, da gab es jeden Mittwochmittag statt einem Mittagessen eine große Auswahl verschiedener Kuchen. Die ganze Familie saß um unseren runden Tisch, es gab Kaffee und wir hatten den Rest des süßen Tages keine Termine. Mittwoch war einer meiner Lieblingstage.

Tage, wenn sie langsam uns entgleiten

 

Mit 14 wurden mir die Wochenenden zu Hause echt zu anstrengend und ich habe eine Gelegenheit gesucht und gefunden, an diesen Tagen vollkommen legitim ausser Haus zu sein. Ich habe in einer Konditorei jeden Samstag und Sonntag gejobt.

Mit süßer Leidenschaft und vielen Pralinen und Tortenstücken, die ich mir genüsslich einverleibt habe, stand ich mitten im Aroma der Schokoladen und Torten. Sechs Jahre habe ich das wirklich gerne getan. Bis ich mein Abi fertig hatte.

Dann war Ende mit den Patisserien und Konditoreien. Für lange Zeit. Unsere Praxis gab es irgendwann nicht mehr, die Mittwochmittage auch nicht und ich bin nach München gezogen und habe eine Familie gegründet. Wir haben viele Kuchen selbst gebacken und der Duft, der dann durch unser Haus gezogen ist, der fühlte sich nach Geborgenheit an.

Düfte sind Geborgenheiten

 

Eines Tages kamen sie wieder in mein Leben, die Patisserien, machten sich erst in meinen Gedanken breit und dann plötzlich und unerwartet auch in meinem Leben, das sich vollkommen gedreht hatte und mich an neue Plätze und Orte geführt hatte. Es war eine tiefe persönliche Krise, die so radikal war, dass ich mir unseren Familien VW Bus gepackt habe und für 6 Wochen eine Auszeit von meinem Alltagsleben genommen habe.

Kein klares Ziel vor Augen, die Krise auf dem Beifahrersitz stets neben mir. Ich für durch Frankreich in Richtung Spanien und ich hatte für meine Nächte im VW Bus drei äussere Bedingungen: Ein Brunnen, Straßenlaternen, eine Bäckerei, Konditorei oder Patisserie. Wenn diese drei Dinge zusammenkamen, habe ich geparkt und geschlafen. Morgens schnell im Brunnen das Gesicht gewaschen und dann ganz schnell in die Patisserie auf einen Petit Café und ein Croissant. Dann ging es weiter.

Gelandet bin ich im Baskenland. Nordatlantik. Mein Leben stand weiter Kopf und ich mittendrin. Erst stand ich in meinem eigenen Tränenmeer und dann stand ich am Nordatlantik.  Hatte plötzlich einen Studienplatz an der UC Kantabrien, sprach nach 25 Jahren Pause wieder Spanisch und plötzlich begann ein neuer Weg für mich und für meine Kinder und für meinen damaligen Mann.

Poesie & Wirtschaft & Patisserie

 

Mein Kindheitstraum war es, Geschichten zu schreiben. Bücher zu schreiben. Damals waren es Kinderbücher. Ich war ja selbst eins. Dann sah ich aber überall so viele Bücher und dachte, dass noch eins sicher keine Bedeutung haben würde. Ausserdem ging es mir, wie Nicole und ihrem Traum: Ich hörte, dass man damit kein Geld verdienen würde. Schreiben war irgendwie keine wirkliche Arbeit.

Der Schreibfaden hat mich aber nie wirklich verlassen. Ich bin Übersetzerin geworden und Dolmetscherin. Habe ganz allein für mich viele Tagebücher gefüllt und in meinem Wirtschaftstudium dann in Spanien mit 44, da war das Thema meiner Masterthesis:

Poesie & Wirtschaft

 

Meine Professoren nahmen mich nicht so ganz ernst mit meinen bereits grauen Haaren und lächelten bei dem Thema. Niemand glaubte, dass ich genügend Literatur dazu finden würde. Genau das Gegenteil war der Fall und ich war begeistert, wieviel es zu diesem Thema gab. Die Gründe sehr einfach:

Poesie kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Erschaffung. Wir erschaffen mit einer poetischen Sprache also etwas Neues. Poesie spielt mit Ideen und zwingt nicht zu schnellen Entscheidungen.

Im Management werden mit einer veränderten Art der Sprache viele Projektgelder gespart, denn Worte sind Energie und verwandeln Entscheidungen organisch, so daß sie  im Einverständnis mit dem Umfeld getroffen werden können. Das macht sie erfolgreicher und nachhaltiger.

Poesie arbeitet mit Vorstellungskraft und Assoziation statt mit Beweis und Logik. Poesie überrascht, zieht an, schockt, beleuchtet und verbindet das bisher Unverbundene.

Poesie weckt Gefühle

 

Und Gefühle sind Motoren, Energie und diese Energie bildet den Rohstoff für aussergewöhnliche Leistungen. Ressourcen wie Stärke, Mut und Vertrauen benötigen Menschen mit hohem Leistungsanspruch in Unternehmen. Ich fand mich wieder in meinem ursprünglichen Traum als Kind und begann zu schreiben. Poesie für die Wirtschaft. Für die Menschen in Unternehmen. Menschen an Grenzen. Emotionalen Grenzen und auch körperlichen Grenzen.

Nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Studium bekam ich in der freien Wirtschaft keinen Job. Zu alt, zu unerfahren und auch zu langsam. Das waren Argumente. Ich habe trotzdem in einem Biotech Start Up gearbeitet und dort interne und externe Markenkommunikation betrieben, aber das war nicht mein Ziel und ich habe eine eigene Firma gegründet.

In dieser Zeit wiederholte sich ein Traum: Ich saß im Café Lindt & Sprüngli. Es war viel los aber keine Hektik. Mein Platz war an einem Fenster zur Strasse, der Tisch rund und es gab eine geschwungene Treppe in den ersten Stock. Ich war mit mir und ich war sehr einverstanden damit. Nach einer Weile kam eine alte Dame auf mich zu und sie fragte, ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie sich zu mir setzen würde. Ich hatte nichts dagegen und war gespannt.

Was sie mir eröffnete ließ mich immer wieder erstaunt dasitzen: Sie vermachte mir ihr gesamtes Vermögen in Zürich inklusive eines wunderbaren Penthouses aus Glas hoch über den Dächern von Zürich. Ich war begeistert, ich entspannte in diesem Traum vollkommen und alles fühlte sich so richtig an. Aber es war ja nur ein Traum. Der ließ mich aber nicht mehr los.

Mein Plan: Ich gehe nach Zürich und ich setze mich dort in das Café Lindt & Sprüngli und bin einfach mal so da. Einige Jahre später hatte ich dann diese Gelegenheit. Am Ende einer Konferenz in Zürich hatte ich noch bis zu meinem Abflug genügend Zeit für einen Abstecher zu Lindt & Sprüngli. Und da stand ich dann vor dem Café und es war natürlich alles ganz anders. Ich bin trotzdem reingegangen. Das Café war im ersten Stock und alles war sehr gediegen und auch schon etwas abgenutzt.

Blick aus dem Fenster des Café Lindt & Sprüngli in Zürich. Es fährt eine Strassenbahn und dahinter sind Häuser zu sehen
Blick aus dem Fenster im 1. Stock des Café Lindt & Sprüngli

Ich fand einen Platz am Fenster, mein Tisch war nicht rund, der Café war nicht lecker und das Gipfeli kannte ich auch besser. Ich saß zwischen Geschäftsmännern und mir gegenüber saß eine alte Dame, die sich genüsslich über ein üppiges Frühstück hermachte. Das wars. Niemand kam an meinen Tisch und irgendwie war alles sehr unromantsich und so gar nicht wie im Traum. Ich begrub den Traum im selben Moment.

Zwei Männer in ein Gespräch vertieft an einem Tisch sitzend
Die Züricher Geschäftswelt trifft sich zu Arbeitsgesprächen gerne im Café Lindt & Sprüngli

Was ich aber hervorholte, das war ein leeres Buch …. und plötzlich tauchte vor meinen Augen die Wort Patisserie auf. Ich konnte sie fühlen, ich konnte hineingehen und spüren, was darin alles möglich sein würde. Ich wusste, ich musste damit sofort beginnen. Die Struktur floß mir in die Hände, ich schrieb Sätze, die ich im selben Moment schon wieder vergessen hätte, wenn ich sie nicht aufgeschrieben hätte.

Dann waren plötzlich Begriffe da:  Berührung, Duft, Geschmack, Haut

 

 

Aufgeschlagenes Heft mit beschriebenen Zeilen
Da tauchten plötzlich ungezähmte Worte in mir auf

 

Sie waren die Oberbegriffe in meiner virtuellen Wort Patisserie und jeder Begriff bekam 5 Sätze an seine Seite. So hatte ich im Eiltempo, der Kaffee war noch nicht kalt! 20 denkwürdige Sätze geschrieben, eine Kursstruktur aufgebaut, einen Startzeitpunkt festgelegt und einen Endzeitpunkt und eine Tagline stand auch schon da.

Mit dem letzten Schluck Kaffee und dem letzten Krümel von meinem Croissant hatte ich den letzten Punkt unter meinen neuen Kurs gesetzt. Ich war zufrieden, nickte meinen Tischnachbarn zu, durfte noch ein Foto machen und ging umgeben von einer Wolke Glück aus dem Haus Lindt & Sprüngli.

Ein Mann sitzt an seinem Computer und schreibt konzentriert. Vor ihm steht eine Tasse mit Kaffee und auf der Bank neben ihm liegt eine Tasche
Konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Café Lindt & Sprüngli
Verschiedene Torten in der Auslage bei Lindt & Sprüngli

Nicht als Erbin eines Penthauses mitten in Zürich, sondern als Besitzerin einer gerade gegründeten Wort Patisserie, die wohl weltweit bisher die einzige ihrer Art ist.

Heute sind meine Wort Patisserien kleine, emotionale Türöffner in neue Gedankenwelten. Sie entführen den Geist auf unbekanntes Gebiet und laden ihn freundlich ein zu folgen. Was daraus entsteht sind vollkommen neue Blickwinkel und Ideen, die sich in das Leben meiner Höhrerinnen und Hörer verweben, wie ein zuckersüßer und bitternötiger Faden.

Es besteht ein kleines Suchtrisiko, aber damit kann man gut umgehen und Nebenwirkungen sind rein positiver Natur.

Wenn Du jetzt so richtig süßen Hunger bekommen hast und Lust auf ein paar kleine Petits Fours aus meiner Wort Patisserie hast, dann fühle Dich von mir eingeladen: 5 Tage jeden Morgen ein süßer Satz, der Deine Gedanken neu und anders ausrichtet. 5 Impulse, die Dein mentales Immunsystem stärken und Dir frische Energie zuspielen.

Hier klicken und sofort starten:

Hier noch ein Kommentar zu meiner Wort Patisserie und ihre Wirkung: „Patisserie erinnert mich an meine Omi, wo wir an der Grenze zu Frankreich gross wurden diese Läden üblich waren. Ich liebte die Feinheiten, das lieblich kreative jedes Törtchen… All unsere Taufen waren geprägt von den üblichen Säckchen für Taufgäste. Jede Mandel war liebevoll gekleidet in Zuckerguss und hier und da auch eingewickelt in Seidenpapier…
Ich kann sie noch riechen heute….💓
…… schöööööön“

The Language of Presence: Leadership, Poetry, and Wild Intelligence — Reflections from the Wild Intelligence Immersion 2026 at Samanea, Costa Rica

Poetry is not an escape from reality. It is a way back into presence.

I am Gudrun Otten, a facilitator, guide, and creator of Poetic Presencing, a methodology I have developed over the last 15 years of working with leaders, organizations, and individuals navigating complexity. 10 retreats. Around 50 handpicked participants. One recurring discovery: the most powerful leadership capacity today is not strategy. It is the quality of attention and presence we bring.

What emerged during five days at the Wild Intelligence Immersion 2026, created by Lauren Ducrey and Karen Gordon at Samanea in Costa Rica cannot be reduced to a methodology or a curriculum. It became a HUMANIfesto: my advanced living answer to the question Lauren posed at the start of the year:

What do I bring that no machine can replace and how do I put that into words?

So this article is an approach to a poetic passage. A journey inside Wild Intelligence meeting Artificial Intelligence. Where poetry meets systems. Where leadership is no longer performance, but presence.

A living field. A field where intelligence is no longer something we possess, but something we participate in. A field where understanding is not an individual achievement, but a relational act. A field where attention becomes a form of reciprocity.

The voices accompanying this journey include Báyò Akómoláfé, Nora BatesonDavid Whyte, Wendell BerryMartha Postlethwaite, Mary OliverRainer Maria RilkeJohn O’DonohueJoy HarjoAda Limón, James Pearson,  William Stafford, the sacred space of Samanea and all its living worlds, Lori Mazor, Karina Portuondo and myself.

They all became companions in a conversation that continues to unfold. What follows here is neither a report nor a summary.

It is an extended version of my HUMANifesto.

This is what came through in January and what became the blueprint for my expression as a human being in a world where complexity seems to consume all our attention.

What I discovered, and what this HUMANIfesto documents, is that presence is not a personal achievement. It is a relational field. And the leaders, facilitators, and human beings who learn to participate in that field rather than control it are the ones who create the conditions for genuine transformation.So you will read here a reflection emerging from five days of inquiry, poetry, silence, dialogue, ecology, AI, and presence. Dance and song and the rhythm of a place that nourished us with divine presence, connecting us with the stories we brought and those we created and still create.

To make this exploration navigable, I have followed the rhythm of my established LAB process:

LISTEN.
APPROACH.
BRIDGE.
INTEGRATE.

Each part an invitation that allows and activates inner movements as a way of participating in what is becoming. In what or who we are becoming along our journey.

Throughout the immersion we explored questions such as:

What is your relationship to intelligence? How do you know when you understand something? How does it feel not to understand? What signal tells you that something is intelligent?

What is a question that has been patiently waiting for you? How does knowing arise? What becomes possible when beings, systems and worlds become truly present to one another?

What does reciprocity feel like? How do you practice it?

These questions did not seek answers but opened spaces. And in those spaces something unexpected began to happen and surprised me. I was discovering and felt in my body again that presence itself has dimensions.

Surrounded by the intricate intelligences of the jungle, presence ceased to be an individual practice and became a relational experience. I was no longer simply present to the world. I was being received by it and receiving it.

Welcome, beautiful wanderer.

Take a breath. And enter that space with me.

LISTEN — The Audacious Silence

How silence becomes a form of intelligence in presence-based leadership

Entering the field of audacious silence that comes before meaning
and taking silence herself as intelligence beyond processing, where intuition becomes embodied perception at the edges of tension. Here reciprocity is mutual presence before language. A witnessing of the emergence of shared coherence.

Intelligence

My work begins before understanding. Before interpretation. Before certainty. Asking:“What have I been calling intelligence? And what becomes visible when I stop assuming I already know?“

As I stay with it, silence opens. Not empty silence, but a living field of intelligences that no one owns and everyone can enter.

My role is not to explain it. My role is to remain present enough for others to recognize that it has been there all along. Bringing consciousness to the openings.

Here, intelligence is not processing. It is presence before interpretation.

 

A field where silence becomes structured enough to hold complexity without collapse. AI helps us recognize patterns. Listening helps us recognize emergence. One looks for what has happened before. The other remains available for what is trying to happen now. Pattern recognition is largely retrospective. Intuition is most often prospective.

A place to sit and listen inside LA AURORA in Monteverde

Intuition

My access point is tension and I am host for conflict turning resistance  into portals of meaning. Tenderness is the air that I breathe. Intuition is the body listening before language arrives

It is the place where fear dissolves not because it is removed, but because it is met without interruption. Intuition is the body’s pre-linguistic coherence sensing. It is the “light ears”, the capacity to hear what has not yet become speakable. In this part of the journey, intuition is not guidance. It is reception before form.

Abuelo Figuero and I sitting together melting energies into presence

Reciprocity

People in my workspace celebrate an unexpected freedom from fear
and enter a state of peace and coherence they could not previously name. Reciprocity begins here  not in exchange, but in mutual permission to be altered. Silence becomes shared and something begins to breathe again between beings.

Silence is not the absence of intelligence. Silence is one of its most ancient forms.

Reflection Prompt … now it’s your turn

What is listening for you right now?
Before reaching for an answer, pause for a moment.
Notice your breath.
Notice the contact between your body and the surface supporting you. Then ask: What is asking to be heard in me that has not yet found words? Do not search.
Listen.

APPROACH — The Arrival of Words

When poetry becomes a technology of perception: meeting complexity without reduction

Meeting complexity without reduction where intelligence is celebrated more as arrival rather than control and where poetry acts as a technology of perception and poetry and potency merge into poetency. AI here serves as an amplifier of emergence and language becomes a living event. Intuition recognizes what is ready to be received.

Intelligence

My power comes in unannounced.
I celebrate moments that create a luxurious feeling of abundance in everything. Intelligence here is arrival. Not control. Not strategy. But the moment meaning enters a system without force.

AI becomes a field of potential articulation. But intelligence remains the capacity to sense what is ready to be said.

Intuition

Poetency emerges here. A space where poetry and potency merge into one energy field. In this sense intuition is not soft. It is precise sensitivity to emergence. It knows when language is ready to land.

Reciprocity

Words begin to arrive like long expected guests in a fully opened heart. Reciprocity is not communication. It is mutual receivability.

The world begins to respond because it is no longer being forced and presence itself becomes a medium of knowing.

 

BRIDGE — Between Worlds That Do Not Speak Yet

Holding contradiction without collapse: the translator’s role in relational intelligence

Holding contradiction without collapse while translating between systems, beings, and forms of intelligence. Becoming a threshold between realities where intelligence acts as a means of translation across systems and intuition is holding paradox and tension. Celebrating reciprocity as an archetypal field movement. Everything is in relation with each other here.

Intelligence

I am becoming a translator of relational intelligence and beauty
between worlds that currently do not know how to speak to each other.

Intelligence here is bridging architecture. Between AI and human sensing.
Between systems and ecology. Between trauma and coherence.

Not explanation but translation of states.

Intuition

I am a host for conflict and turn resistance into portals of meaning. In that sense intuition is not agreement. It is the capacity to stay inside tension
without collapsing it into simplification. It is how transformation becomes safe enough to occur. Starting with my own family narrative and from here into the societal and cultural narratives

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Reciprocity

I salute the celebrant, the disruptor, the threshold keeper and the host.

Reciprocity is no longer interpersonal. It is archetypal.
A multi-being field where roles rotate without hierarchy.

We move through four energies:

brain   I   heart   I   mystery   I  presence nourished by the divine

INTEGRATE — Becoming the Field

Leadership as coherence: becoming the condition under which transformation becomes possible

Leadership as coherence rather than control where language becomes the conduit for energy that emerges from source. Where we become responding sources. Embodied intelligence as lived integration and poetry as transmission of relational truth. Here everything comes together:

Intelligence

Leadership is where I serve and grow into my mastery. Gracefully intelligence becomes stewardship of coherence and the concern is not to know more, but being able to hold more without fragmentation.

AI processes complexity while human presence integrates it into lived meaning and together they form a new ecology of intelligence.

Intuition

Tenderness is the air that I breathe. Intuition is no longer an act.
It is atmospheric. A continuous sensing of what belongs and what is ready to transform. It moves humans from brain to heart to mystery without interruption.

Reciprocity

Words are no longer tools but become living transmissions.

They land like guests.
They open hearts.
They dissolve separation.

Reciprocity becomes the ongoing creation
of a world where nothing speaks alone anymore. Now that I am writing my observations and learnings the place returns, the people return and my heart returns different than before I started this journey. Something deeply shifted in Costa Rica and I feel that I have been making space for the mountain and the mountain has making space for me.

There were many messages to remember and one of them I am going to share here:

Do not try to move mountains. Become the condition under which human beings remember how to move with them

Thank you for reading and participating in this experience, beautiful traveller!

 

My gratitude goes to these human beings who became my PLACE to be!

 

About Gudrun Otten

Gudrun Otten is the creator of Poetic Presencing: a practice bridging poetry, embodied intelligence, and leadership. Over the last 20 years she has worked with more than 100 leaders and organizations across Europe and beyond, guiding them through APPROACH, her signature retreat program for developing a language of nearness in professional and personal life.

Learn more: go-impuls.com/ueber
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Annäherung an ein neues Führungsnarrativ zwischen Himmel und Hölle in Florenz 2025

1 25h Hotel Florenz

 

Zwischen Himmel und Hölle …  Führung  2025/2026

 

Etappe I: HÖREN  Ankommen als Schwellenmoment

 

Jede Reise erlebt man auf mehreren Ebenen, in diversen Etappen und mit unterschiedlichen Gefühlen und Erfahrungen. Richtet man diese Reise beruflich aus, dann öffnet sich eine weitere Ebene des Erlebens:  Das energetische Vorbereiten eines Ortes für Prozesse, die ein Höchstmaß an Sicherheit und Vertrauen, Schutz und Nahrung benötigen. Präsenz, die bereits eine entstehende Zukunft möglich macht. Für alle Teilnehmenden, den Ort selbst und alles, was daraus entsteht und erwächst.

Vorbereitung in diesem Sinn bedeutet für mich als Initiatorin und Impulsgeberin, für etwas wach werden, was noch nicht existiert, es mit Aufmerksamkeit zur Kristallisation bringen, atmen und mich atmen lassen für das, was entstehen kann und wird. Es liegt etwas Heiliges in dieser Vorbereitung und ist bereits eine Reise in sich selbst. Wir bringen neue Geräusche in die Welt. Mit jedem Gedanken, jedem Gefühl, jeder Bewegung. Jedem neuen Wort, das wir empfangen und sprechen.

Dann kommt der Absprung …

2 Airport Florenz Aussenbereich

Ich durfte schon mehrere Retreats komponieren zum Thema ANNÄHERUNG, mit unterschiedlichen Impulsen und Aufgaben. In diesem Herbst war Florenz unser gemeinsames Ökosystem, unsere Spielwiese der Möglichkeiten.  Unser Raum der Inspiration. Zwei Teilnehmerinnen und ich. Hochkonzentriert, fokussiert und verbunden. Ausgerichtet.

Die Orte, die ich wähle, sind wie Spiegel der Themen, die sich dann auf unerwartete Weise zeigen und entfalten. Wir haben eine Verbindung längst bevor klar ist, dass dieser Ort, der Ort der Begegnung sein wird. Himmel und Hölle, inszeniert von  Interior Designerin Paola Navone in einem ehemaligen Bankgebäude.  Dantes Göttliche Komödie und ein Hotel, das sich wie eine Bühne öffnet, die jenseits dieser Welt zu liegen scheint, doch mitten in ihr pulsiert.  Das fügte sich passend in unsere Entwicklungswelt für fünf Tage in Florenz.

 

3 Alimentari 25h Hotel Florenz

Hier der Alimentari des Hotels, der mit seiner Üppigkeit und Offenheit wohl den Himmel auf Erden perfekt verkörpert und unser Thema bereits eingefädelt hat.  Wir haben hier unser erstes Frühstück in Florenz eingenommen und waren begeistert, haben uns genährt gefühlt auf vielen Ebenen und inspiriert von Raum und Menschen. Der perfekte Rahmen für den Auftakt in unsere Retreatzeit mit dem Thema: Jedes Urteil über sich selbst dem großen Fluss anvertrauen …

4 Eingang 25h Hotel Florenz

„Almost home“, fast zu Hause, das steht auf der Webseite des 25h Hotels in Florenz und so war die gesamte Reise der ANNÄHERUNG in diesem Herbst. Das Wort „fast“ war wesentlich, denn nichts ist so vollständig, dass es sich nicht danach sehnt etwas anderes zu sein. ( „Nothing is so complete that it does not yearn to be something else“ … Báyò Akomóláfé ). Es ist großartig, neue Orte zu bereisen, das Unbekannte einzuladen und sich selbst darin neu zu verorten und zu erleben. Sich zu erinnern, wer man auch ist und wie man auch ist und werden kann.

„Fast zu Hause“ umschreibt auch perfekt das Gefühl eines Menschen in der ANNÄHERUNG an sich selbst. Vollkommen ankommen ist ein Moment. Eine flüchtige Begebenheit, misst man sie mit menschlichem Zeitmaß. Versenken wir uns ganz in Präsenz, dann erleben wir eine Art kosmisches Ankommen. In Ewigkeiten. In Möglichkeiten. Alles andere ist Annäherung … die Veränderung als Wesen in sich trägt.

Sich erlauben, die eigenen Grenzen neu zu verhandeln, über die eigenen Ufer zu treten und die so verursachte Überflutung nicht als Katastrophe, sondern als Segen zu verstehen. Zu erleben, wie das überflutete Land aus seinem Schlaf erwacht, den vertrockneten inneren Boden öffnet und lockert. Erleben, wie die dort in der Erde ruhenden Samen erwachen unter der segensreichen Bewässerung. Dem eigenen Blühen zusehen und wachsen sehen, was festgesteckt hatte in Härten und Verkrustungen. Urteilen und Bewertungen.

 

5 Teil meines Leadership Poems

 

Wir kamen aus drei Richtungen – Barcelona, Paris, Frankfurt –  mit drei völlig unterschiedlichen Kontexten, Wünschen, Fragen. Und doch begann in diesem Moment etwas Gemeinsames: fünf Tage zwischen Zeiten und Welten, zwischen Ufern und Brücken, die mehr verbanden als nur die Stadt.

Unser Ankommen fühlte sich so an, wie das Beitragsbild ganz am Ende dieses Beitrags: Verheissungsvoll, klar, bereit und neugierig mit geschlossenen Augen den Blick nach innen wenden und sich blind, voller Vertrauen in die Welt der Intuition begeben. Eintauchen in den Rhythmus einer Stadt, sich dem Strom der Menschen und ihren Geschichten anvertrauen und dabei vollkommen bei sich selbst bleiben. Gleichzeitigkeit erzeugen.

 

6 Aussenbereich Flughafen Florenz
Impulsbox – Etappe I

ANNÄHERUNG beginnt mit einem Schwellenmoment.
Bevor Du weitergehst, halte kurz inne: Impulse für Dein eigenes Ankommen • Wo bist Du in Deinem Leben „fast zu Hause“ – und was davon möchte sich weiter ausdehnen, mehr in Dir ankommen?
• Welche inneren Ufer dürfen überflutet werden, damit Neues wachsen und blühen kann?
• Was wäre möglich, wenn Du für einen Moment ohne Sicht navigierst – geführt von Deiner Intuition? Nimm Dir einen der Impulse.
Schließe die Augen.
Spüre.
Mehr braucht es fürs Erste nicht.

 

Die kommenden Tage

In diesen fünf Tagen flossen wir durch Florenz wie ein innerer und äußerer Strom zugleich. Themen traten über ihre gewohnten Ufer, neue Verbindungen entstanden wie von selbst, und jede Brücke wirkte wie ein kleiner Altar für das, was vorher getrennt war. Wir fanden uns im Alten und Neuen wieder, entdeckten, was wir neu erfinden konnten, und ließen die Stadt uns daran erinnern: Führung beginnt nicht im Tun, sondern im Hören. Der eigenen inneren Stimme zuhören, sie zum Puls der Schritte machen und ANKOMMEN in der eigenen Lebensbewegung. Ermöglicht es erst auch einem anderen wirklich zuhören zu können.

Das hat auch mich betroffen …

7 Alimentari / Gudrun Otten / Photocredits Ursula Gerber

 

Der Fluss, die Brücken, das goldene Mosaik: Wege zu Weite und Verbindung

 

Etappe II: ANNÄHERUNG als konstante Lebensbewegung

Florenz empfing uns an diesem Tag mit einer Leichtigkeit, die kaum zu beschreiben ist. Die Menschen strömten wie ein lebendiges Band durch die Straßen. Laut, bunt, nah, scheinbar grenzenlos der Fluss der Menschen und doch öffnete sich um uns ein klarer Raum. Als hätte die Stadt selbst das Bedürfnis, unsere Prozesse mit großzügiger Gastfreundschaft zu empfangen und zu bewirten.

Die Energie alter Geschichten, die Kultur und Kunst der Stadt hat uns berührt in ihrer makellosen Präsenz und es schien, als würde die Zeit selbst hier eine Art Gleichzeitigkeit in unsere Prozesse einweben. Es war ein Gefühl von Begleitung, das Schutz, aber auch Durchlässigkeit, Bewegung, Luft und Dankbarkeit in unseren Weg gewoben hat.

Wir haben uns durch die Stadt bewegt mit drei Ansätzen:


Ich bin. Du bist. Wir sind.

 

Jede dieser Etappen brachte eine neue Schicht an die Oberfläche. Und es schien, als würden wir an diesem Tag innere Vorhänge zur Seite schieben und Räume betreten, die längst in uns beheimatet waren ohne dass wir davon wirklich Notiz hätten nehmen können. Es braucht die innere Bereitschaft, der Körper braucht das Gefühl, damit Prozesse wirklich ausgelöst und verkörpert werden.

Grenzen haben sich aufgelöst und den Blick freigegeben auf das wahre Potential unserer Worte, die Gefühle auslösten und dann den Körper neu ausgerichtet haben.

Jedes Gespräch fügte sich wie ein goldener fließender Stein in ein agiles Mosaik, das sich erst im Gehen formte. Ein Wort ergab das andere.

Ich bin die, die….

 

So lautete der Ansatz für Etappe I an diesem Samstag und was sich in 1,5h daraus ergeben hat, war eine kleine, unspektakuläre Sensation.  Es ging um eine ganz klare, neue  Positionierung einer Teilnehmenden und die  Worte flossen leicht und stimmig in unseren Tag. Mein Part dabei war, sie zu hören. Zu reflektieren und zu notieren. Es war alles gesprochen, was nötig war. Es musste lediglich bezeugt werden im Hören.

Ich freue mich darauf, diese Energie und Wortkraft auf der neu gestalteten Webseite zu lesen. Kein Wort zu viel und keines zu wenig.

 

8 Arnoufer / Anke Schubert-Hinrichs / Photocredits Ursula Gerber

Im Café Simbiosis gab es ein Frühstück, das uns genährt hat wie ein Ritual. In den Räumen selbst herrschte die italienische Geschäftigkeit eines Samstagmorgens, aber auch hier gab es kleine Inseln der Ruhe und des Abstands. Das Bild unten spiegelt die Kontraste perfekt: Es war der Tag des Florenz Marathon und zehntausende Menschen unterwegs. Ich wollte diese ruhige Fensterecke fotografieren , in der zu diesem Zeitpunkt noch kein Mensch zu sehen war. Und während ich mein Handy in Position brachte, liefen mir förmlich die ersten Läufer durch mein Bild!

Dann sind wir weiter durch den Tag gegangen an die Ufer des Arno. Auch hier Menschenmengen, die auf den Brücken standen und den aussergewöhnlich schönen Tag genossen, lachten, sich unterhielten, Fotos schossen. Niemand  störte den anderen.  Im Gegenteil: Uns kam es so vor, als wäre genau das die richtige Kulisse für den Teil II. DU BIST. Alles floss. Alles hatte Platz.

9 Café Simbiosis Florenz

Du bist die, die …


Sich in der Menge bewegen, die eigene Geschichte weiterschreiben, Teil von allem sein und alles Teil von sich selbst sein lassen, ohne die eigene Form zu verlieren. Kein Urteil die eigene Sicht trüben lassen.

Der Fluss trug unsere Gedanken, die Stadt hielt sie.
Wir ließen Urteile, Härten und alte Vorstellungen mit der Strömung ziehen.
Nicht dramatisch, nicht laut.

Wenn wir uns gestatten Widerstände selbst in Persönlichkeiten zu verwandeln, dann verwandeln sich die Widerstände selbst in treibende und unterstützende Kräfte, die den Weg ebnen in eine ganz neue Sicht auf sich selbst und das Leben.

Ein so veräusserter Widerstand entwickelt sein eigenes Leben ausserhalb von uns und wir haben die Möglichkeit mit dem Ansatz: Du bist … in Kontakt zu treten, einen Dialog zu beginnen. Dem Widerstand eine Form zu verleihen, eine Identität, eine Energie, die ausserhalb von uns zu einer fördernden Kraft werden kann. Zu einer Beraterin, Ratgeberin, Unterstützerin.

Wir sind die, die …

 

Am Ende des Tages fanden wir uns in einem neuen Ton. Im wahrsten Sinne.  Wir haben die Rollen getauscht, ich habe die Führung abgegeben und ein ganz anderes Thema Raum nehmen lassen.  Es ging um poetische Prozessauslösung und den Wert der Pause. Es ging um einen Übergang innerhalb eines Projekts.

Von einem Prozessabschnitt in einen anderen. Wir, die  Prozessbeteiligten waren nicht am selben Punkt. Wir haben getönt. Das Thema. Das war neu und ungewohnt und es war erstaunlich, wie klar und leicht die Energie zwischen uns wurde, die Worte sich neu formten und wir wieder gemeinsam im Projekt verankert waren. Die große Pause hatte uns in einen neuen Raum geführt.

Eine Bühne für die neuen Entwicklungen zu einem Kartendeck rund um das Thema: weibliche Führung und die Lilith Energie.

10 Ursula Gerber / Gudrun Otten / Photocredits Ursula Gerber

Wir haben das Alte ausklingen lassen und uns eingestimmt auf einen klareren Klang, für ein Projekt, das danach nie wieder dasselbe sein würde. Wir haben gerungen um Worte. Wir haben mit Worten gerungen. Und wir sind im Fluss geblieben.

Was nicht mehr stimmte, durfte gehen.
Was stimmte, wurde hörbar.

Es war der eigentliche Tag der Annäherung:
Ein Tag, an dem Dinge, die unklar oder unsortiert waren, plötzlich eine Ordnung fanden, die ehrlicher, leichter und weiter war.

Es war ein Tag, an dem wir uns selbst neu erlebt und neu erkannt haben.

Im Rhythmus der Stadt.
Verbunden mit uns.

Impulsbox – Etappe II

ANNÄHERUNG ist Fluß und Klang
Bevor Du weitergehst, halte kurz inne: Impulse für Deine Weite & Verbindung • Wenn Du ein brisantes Thema summen oder tönen würdest, wie würde es sich anhören?
• Welche Geschichte über Dich kannst Du heute den Fluss mitnehmen lassen, damit Raum für Neues entsteht?
• Wo bist Du nicht nur „Ich bin“, sondern Teil eines größeren Mosaiks, das Dich weiter macht und wie fühlt sich das an? Wähle einen Impuls.
Atme.
Lass ihn durch Dich hindurchfließen.

Der Giardino delle Rose und der Klang der Stille

 

Etappe III: ANNÄHERUNG als wilde Akzeptanz

Für einen Tag  
jedes Urteil über 
sich selbst in den 
großen Fluss werfen. 

Die Strömung mitnehmen 
lassen, was ihr anvertraut wird

Noch während des Loslassens ein 
Poem flussaufwärts aufsteigen sehen

Die eigenen Widersprüche feiern und sie selbst als die größten Wachstumsbeschleuniger und Ressourcen nutzen. Sich nicht mehr wehren gegen die eigene Größe und Kraft und die tradierten Urteile beobachten und bei Bedarf genüsslich in den großen Fluss werfen.

11 Florenz / Arno / Brücken / Photocredits Ursula Gerber

 

Hier, in der Weite des Giardino delle Rose zu dem wir an diesem Sonntag gegangen sind, wurde das Poem vom Fluss zu einer Erfahrung. Am Ufer des Arno entlang über die Ponte Vecchio, Richtung Piazzale Michelangelo ging es aufwärts und wir stiegen, wie Lachse, die gegen die Strömung flussaufwärts streben zum Laichen, die Bäuche voll mit neuem Leben, die Treppen hoch. Wir trugen die kostbaren Samen neuer Worte in uns.

Liessen den Lärm und das Treiben der Stadt hinter uns. Sind auch noch um die letzte Kurve gegangen und lauschten dem unerwarteten Sound of Silence eines Menschen, der dort auf den Treppen die perfekte akustische Kulisse bildete für diesen letzten Reiseabschnitt. Das Wesentliche offenbart sich nicht im grellen Licht und Lärm, sondern eher in der Dunkelheit, der Dämmerung:

„Hello darkness, my old friend I’ve come to talk with you again. Because a vision softly creeping. Left its seeds while I was sleeping. And the vision that was planted in my brain. Still remains. Within the sound of silence“

Etappe III war eine Schwelle in neue Welten.
Wir haben die Brücken überquert, die wir am Tag zuvor im Inneren gebaut hatten und fanden uns auf der anderen Seite wieder: weiter, klarer, neu gestimmt.

Vielleicht war das der eigentliche Moment der Integration: dass wir sehen konnten, wohin der Weg uns geführt hat. Nicht zu einem Ziel, sondern zu einem Bewusstsein. Zu einer Sprache, die aus der Stille kommt.

Vielen Dank an Anke und Ursula für Eure wundervolle Präsenz!

12 Ursula Gerber / Anke Schubert-Hinrichs





Impulsbox – Etappe III ANNÄHERUNG ist ein Garten

Bevor Du weitergehst, halte kurz inne: 1. Wie ist Dein innerer Boden gerade beschaffen?
2. Welchen Duft hat Dein Herz in diesem Moment? 3. Welches neue Wort möchte sich in Dir jetzt neu verwurzeln? Wähle einen Impuls.
Atme.
Lass ihn durch Dich hindurchfließen.

 

Look at the whole picture …. dieses Foto war mein erster Eindruck von Florenz gleich beim Ankommen am Flughafen. Da konnte ich nicht ahnen, dass ich genau dort ein rotes Perlenarmband kaufen würde …

Dank an:

25h Hotel Firenze:   https://25hours-hotels.com/de/florence/piazza-san-paolino/

Café Simbiosis Firenze: https://simbiosi.bio/

Pasticceria Belucci Firenze: https://www.pasticceriabelluccifirenze.it/

Jewelry: https://www.fratellipiccini.com/

Ursula Gerber Kunst: https://ursulagerberkunst.ch/

Anke Schubert Hinrichs Consulting: https://tellus.academy/anke-schubert-hinrichs/

Gudrun Otten:  https://www.go-impuls.com/

 

Empfangsbereich Flughafen Florenz

Von Worten und Wellen … Rückblick auf die Poetry in Business Conference 2025

Wenn Worte Wellen werden – Rückblick auf die Poetry in Business Conference 2025

Stell Dir vor, Worte selbst werden Wesen, Persönlichkeiten, die sich Dir zur Verfügung stellen. Die sich Dir in Herz und Mund legen und Du sie erst fühlen, dann schmecken und dann sprechen kannst. Und stell Dir weiter vor, wie diese Worte in anderen Herzen landen, sanft wie auf einem weichen Kissen, dort ein wohliges Gefühl auslösen und andere Worte wecken, die sich dann aus diesem Herz in den Mund legen und dann das Licht der Welt erblicken und erfahren.

Dr.Kate Jenkinson, initiator of the Poetry in Business Conference

Ganze Wortwellen haben wir gemeinsam ausgelöst während der zweiten Poetry in Business Conference 2025, die  Dr. Kate Jenkinson  wieder einmal meisterlich orchestriert hat.  Mit Lauren Ducrey  durften wir eine starke poetische Kraft erleben, die KI und Poesie wirksam miteinander verbindet und wir während der Konferenz  kleine Kostproben dieser Verbindung hören durften.

Dann gab es Einblicke in die Poetry Business School, eine Kollaboration zwischen  Mark Constantine, Mitbegründer der Kosmetikmarke Lush und  Deb Alma von der Poetry Pharmacy . Unternehmen sind Geschichten und Unternehmen beginnen mit einer Geschichte. Was daraus entsteht kann Menschen inspirieren, bereichern, erinnern, erfreuen, nähren. Die Poetry Pharmacy bietet poetischen Rat und poetische Hilfe in wunderschöner Form und Wirkung und das Buch, das die beiden geschrieben haben, ist ein großartiger Leitfaden für Menschen in Unternehmen, die wieder Zugang finden wollen zu ihren Gefühlen und sich selbst. Die eine kurze Pause im Rausch suchen und Sinn finden und Wirksamkeit im Lesen kleiner Poems.

Wild Remedy … aus der Poetry Pharmacy direkt zu mir ins Haus DANKE dafür

What Poetry brings to  business  von Dr. Clare Morgan, hat mich während der ersten Poetry in Business Conference 2024 schon begeistert und begleitet mich nach wie vor bei meiner Arbeit.  In diesem Jahr hat sich The Poetry in Business Coalition vorgestellt. Eine Vereinigung von Dr. Clare Morgan, Dr. Kate Jenkinson, Vincent Avanci und Christoph Jenkins, die mit ihren Beispielen gezeigt haben, wie Poesie Unternehmenserfolge ermöglicht und beflügelt. Wie weit poetische Arbeit reicht und wie tief sie sich in menschliches Bewusstsein verankert und von dort heilvoll wirkt.

"It all starts with the good words" Rishi Dastidar
"Poetry is positive disruption!"      Rishi Dastidar

 

Rishi Dastidar, Markenstratege, Poet und Schriftsteller, der gemeinsam mit  John Simmons,  Romanautor und Dichter, Poetic Businessmentor, Sophie Jane Lee, CEO von Electric Peach und Keyari Page, Podcasting Spezialistin und Marketingstrategin über Messaging und Marketing auf eine sehr poetische und wahre Weise gesprochen hat. Eine Stunde mit Tiefgang, Freude und viel Wissen. Ausserdem hervorragenden Fragen von Brian Connolly

Dann kam noch POETRY FOR TRANSFORMATION und 6 Pecha Kucha Talks. Vielen Dank an John Stoddart, Heather McArthur Coughlin, Ross Nichols, Patricia Aherne  und Rebekah Watson.

JEDE UND JEDER einzelne von ihnen einen eigenen Blogbeitrag wert. Jede Geschichte inspirierend und erinnernd. Jeder Beitrag der Beginn einer eigenen Reise. Start und Ende in einem Atemzug. Einem Wort, Einem Bild. In einer Zahl. Einem Poem.

Auch ich habe meine Reise zur Poesie in 20 Folien poetisch beschrieben. Jede Folie hatte 20 Sekunden Zeit ihre Wirkung zu entfalten. Ich hatte schon ein paar Pecha Kucha Talks gehört und erlebt in Gothenburg auf dem Street Photography Festival und war begeistert von der Kürze und der Würze in diesen Präsentationen. In Gothenburg hatte ich auch mein poetisches Coming out auf der Bühne, wo ich das gesamte Festival in einem Poem resümiert habe.

Photo credits go to Rikard Orell! Thanks a lot for your attention.

Für mich bedeutete dieser Pecha Kucha Talk das Ende einer langen Metamorphose. Eine Wandlung in unzähligen Schichten. Mich immer und immer wieder neu erfindend, findend und gleichzeitig verlierend, die ich einmal gewesen bin. Ein großes Loslassen in 20 kurzen Poems, die nicht alles sagen, aber das Wesentliche.

Die Reaktionen auf meinen Pecha-Kucha-Beitrag waren überwältigend und motivierend:

“hypnotisch”
“still und kraftvoll zugleich”
“die Alchemie der Sprache”
“Poesie berührte meinen Körper”
“ein Klangraum von Wahrheit”
“Reclaiming my voice now — ein Versprechen”

Diese Worte waren wie Spiegel.
Sie haben mir gezeigt, was ich oft selbst vergesse:
Dass Poesie nicht Dekoration ist, nicht Schmuck und Beiwerk
sondern Verwandlung.

Sie ist Atem.
Sie ist Beziehung.
Sie ist Erinnern.

Ich DANKE OLLY DAVY , der alle Pecha Kucha Talks so perfekt und leidenschaftlich in einem Poem resümiert hat. Seine Worte zu meinem Talk zu hören, hat mich sehr bewegt und berührt.

An den Flutlinien des Nordatlantik in ein neues Bewusstsein wachsen … gestern für Dich … heute für mich

Und sie ist ein Arbeitsinstrument: radikal, menschlich, heilsam.


Warum Poesie in den Business-Kontext gehört

 

Die Konferenz hat es erneut sichtbar gemacht:
Wir stehen an einem Wendepunkt in der Arbeitswelt.

Während künstliche Intelligenz immer präziser schreibt
und Prozesse immer effizienter werden,
brauchen wir Menschen mehr denn je:

Stille.
Stimme.
Verkörperte Sprache.
Emotionale Resonanz.
Poetische Klarheit.

Poesie bringt uns zurück
zu Rhythmus,
zu Bedeutung,
zu Intuition,
zu unserem inneren Wissen.

Sie öffnet Räume für Verbindung, Dialog und echtes Zuhören.
Genau das, was Führungskräfte und Organisationen heute brauchen.


Was mich an diesem Tag am meisten berührt hat

 

Die Konferenz war ein Mosaik aus Stimmen:
jede einzigartig, jede notwendig,
jede ein Beweis dafür, wie Worte Wandel auslösen können.

Ich danke den

Poetinnen und Spoken-Word-Künstlerinnen

 

Sie haben uns daran erinnert, dass Poesie nicht nur Struktur, 
sondern Schwingung ist.
Sie haben Mut, Wucht und Verletzlichkeit auf die Bühne gebracht: ein Gegenraum zur Rationalität des Business.

Coaches und Leadership Expert*innen

 

Sie haben gezeigt, wie Sprache innere Welten verändert:
Wie ein einziger Vers eine Entscheidung drehen,
ein Team verbinden oder
eine Führungssituation deeskalieren kann.

Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen

 

Sie haben Evidenz dafür gebracht, was wir intuitiv wissen:
Dass Poesie Neuroinklusion, Embodiment und emotionale Regulation fördert und damit Wohlbefinden, Kreativität und Innovationskraft steigert.

Moderatorinnen und Community-Hüterinnen

 

Sie haben den Raum gehalten, in dem wir zugehört, 
gesprochen und geteilt haben.
Ein Raum, nicht um zu performen
sondern um echtes menschliches Zusammensein zu feiern.

Jeder einzelne Beitrag war ein Beweis dafür,
dass Poesie eine Business-Praxis ist.
Eine ernsthafte.
Eine wirksame.
Und eine zutiefst menschliche.


Mein eigener Weg: Die Stimme als Welle

 

Mein Pecha Kucha war eine Reise:
vom Schweigen,
über das Lauschen,
bis zur Wiederentdeckung meiner Stimme.
Über die Flutlinien des Ozeans.
Über das Lesen von Wellen.
Über das Erinnern an meine kosmische Herkunft.

Und darüber, wie Worte heute durch mich hindurchfließen
wie freie Energie.

Ich habe gelernt:
Wenn eine Stimme heilt,
heilt sie immer auch andere.

Deshalb bringe ich Poesie heute
in Coachingräume,
in Unternehmen,
in Führungskreise,
in Innovationsteams.

Und genau deshalb gehe ich jetzt noch einen Schritt weiter:


Ankündigung: Meine eigene Poetry & Business Konferenz – auf Deutsch (2026)

 

Die Erfahrung der Konferenz hat etwas in mir geweckt:

👉 2026 werde ich eine deutschsprachige Konferenz zum Thema
„Poesie & Wirtschaft“ organisieren.

Ein Raum, in dem sich Führung, Bewusstsein, Kreativität und kosmische Verbundenheit begegnen.

Ein Raum, in dem Worte nicht schmücken,
sondern ermöglichen.

Ein Raum für Menschen, die spüren,
dass wir neue Narrative brauchen –
Narrative, die nicht von Effizienz,
sondern von Seele getragen sind.

Wenn du dabei sein möchtest,
mehr erfahren willst
oder Teil dieser entstehenden Gemeinschaft werden möchtest,
lade ich dich herzlich ein, mir zu folgen oder mich direkt zu kontaktieren.


Zum Schluss: Eine Welle

Es bleibt eine tiefe Dankbarkeit:

für die Menschen,
für die Stimmen,
für das Lauschen,
für die Poesie,
für das gemeinsame Erwachen.

Und für den Mut, Räume zu öffnen,
in denen Worte wieder Wellen werden dürfen.

Gemeinsam wachen wir auf.
Gemeinsam schreiben wir neu.