PAULA & THEO Wie alles begann

Die richtige Paula & Der richtige Theo

„Man gräbt nicht in der Vergangenheit.“

Das hatte meine Mutter zu mir gesagt, als ich sie gebeten habe, mir etwas über sich selbst und ihren Vater zu erzählen. Ich brauchte nicht lange für eine Antwort. Die war so klar in mir, dass ich ihr sagen konnte:

“ Aber die Vergangenheit gräbt in mir.“

 

Sie muß das verstanden haben, denn es dauerte nicht lange und sie begann eine Art Erinnerungstagebuch zu schreiben. Ich spürte aus den Zeilen heraus, wie sie die Ärmel hochgekrempelt hatte und sich zurückversetzte. Es ist ihr nicht leicht gefallen und was ich zu lesen bekam, das war so warm, verbunden und liebevoll, wie nur ein Kind über den Vater oder die Mutter schreiben kann.

Es war die 10 jährige Paula, die das schrieb … wahrscheinlich für sich selbst.

Auch.

 

Sie hat darin so genau beschrieben, was sie gemeinsam erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und wie es zu Hause zugegangen ist. Sie lebte mit ihren Eltern bei der Großmutter und es gab eine Reihe von Geschwistern, die regelmässig dort waren.

Ich konnte den Kaffee riechen, den Hefezopf schmecken und die Unterhaltung leise hören. Es war eine heile und muntere Welt. Zumindest in ihren Beschreibungen. Mein Großvater war technischer Zeichner in Rheydt bei Schorch. Erst bauten sie Motoren für Zuckerzentrifugen, dann bauten sie Kriegsmaschinen.

Den Grund, warum mein Großvater freiwillig an die Front gegangen ist, den habe ich nie erfahren. Für ihn und Paula ging damit aber die Zeit der Unbeschwertheit zu Ende. Erst kam er mit einem Lungensteckschuß aus dem Lazarett nach Hause. Dann kam er gar nicht mehr heim. Das konnte Paula nicht verstehen und im Grunde konnte das niemand verstehen.

Kümmern musste sie sich dann um ihre Mutter, die so traumatisiert war, das sie die Rollen einfach tauschen mussten. Der Krieg hatte beide an einen neuen Platz gestellt. Paula wurde die fürsorgliche Mutter, während die Mutter zum bedürftigen Kind geworden war.

Tüchtig, das war sie. Paula klaute Kohlen von den Waggons, die im Rheydter Bahnhof langsam einfuhren, tauschte auf dem Schwarzmarkt und funktionierte. Im Grunde bis sie mit 69 Jahren an Krebs starb. Das wiederrum konnte ich nicht verstehen.

Die erwachsene Paula hatte einen Baum.

 

Auf einem unserer gemeinsamen Spaziergänge hat sie ihn entdeckt und mit weit offenen Armen begrüsst. Es war eine alte Buche auf einem Hügel in Perchting bei München. Ich hatte meine Mutter noch nie einen Baum umarmen gesehen. Das war irgendwie erst komisch, dann magisch. Dann wurde meine Mutter krank. Da war der Baum für mich so etwas wie ein Ratgeber und Tröster und wir haben viele  intensive Gespräche geführt.

Bei näherer Betrachtung war mir irgendwann ein Walauge aufgefallen.

 

Auf der Rinde von diesem Baum, den ich begonnen hatte Theo zu nennen. So hatte mein Großvater geheißen. Mit Theo erlebte ich dann in Gedanken all die wunderbaren Dinge, die meine Mutter in ihrem Erinnerungstagebuch beschrieben hatte.

Es wurden heilsame Zeiten dort bei Theo.

 

Nur meine Mutter wurde nicht mehr gesund und ich musste sie viel zu früh gehen lassen. Aus meinen Erlebnissen dort an diesem Hügel mit dem Baum und den Erinnerungen meiner Mutter, ist ein Buch geworden. Eine magische Reise wird darin beschrieben und ein Glück, das am Ende dieser Geschichte doch ein Kreis geschlossen werden kann, den das Leben so machtvoll unterbrochen hat.

Es ist Frieden, der sich einstellt, wenn eine Geschichte transformiert wird.

 

Es ist Kraft, die erwächst aus ihr, wenn sie ihr konstruktives Potential zeigen und entwickeln darf. Es ist die langersehnte Ordnung im eigenen Leben, die sich wohltuend ausbreitet im gesamten Körpersystem. Es ist tiefes Einverstandensein mit allem was ist. Auch wie man selbst ist. Auch was man selbst tut und denkt und fühlt.

Stimmigkeit und Ankommen stellen sich natürlich ein. Die eigene Lebensspur entfaltet sich während man geht und die Erschöpfung aus einer ungelösten Geschichte verwandelt sich in eine Kraft und Leidenschaft, die alles berührt und verändert.

Die Erfahrungen, die ich während meines gesamten Transformationsprozesses gesammelt und gewonnen habe, die gebe ich heute weiter in meiner Arbeit als Life Story Mentorin. Es muss nicht mehr Jahrzehnte dauern, die eigene Geschichte zu heilen. Das weiss ich heute und setze das um.

Meine gesamten Ausbildungen hatten diese Arbeit zum Ziel. Zunächst vollkommen unbewusst, dann immer mehr bewusst bin ich in mein Potential gewachsen und tue das immer noch. Jahrzehntelang habe ich zugehört, Verbindungen hergestellt, Neutralität geübt, Wahrnehmung geschärft.

Zahlreiche hervorragende Therapeutinnen und Mentorinnen haben mich auf diesem Weg begleitet. Das Buch, das ich in dieser Woche in meinen Händen halten werde, ist die Essenz aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte meiner Mutter.

Ich bin quasi ihre Biografin und Erzählerin. Aus allem, was sie mir geschrieben hat, ist ein Bild geworden und aus diesem Bild habe ich eine fantastische Geschichte geschrieben, die ein unvorhergesehenes Ende hat. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht.

Es ist eine leise, kleine Geschichte geworden, die das innere Kind sofort spürt.

 

Für mich ist es wichtig geworden, meine eigene Geschichte zu erzählen, sie zu teilen und so Anker zu schaffen, für andere Geschichten, die sich damit verbinden und wir so in eine neue Geschichte wachsen können und auch sollen.

Das innere Schweigen wird so gebrochen und es muss nichts mehr zurückgehalten werden. Kein Gefühl, kein Gedanke, kein Wort. Ehrlich mit sich selbst sein. So könnte man das nennen. Und diese Ehrlichkeit in einer Haltung nach aussen tragen.

Wenn Du Lust hast, dann lade ich Dich ein am 22. Juli um 18:00 in meinen Zoom Raum zu kommen. Paula & Theo habe ich auch eingeladen und wir werden gemeinsam ein Stück meines Weges mit Dir teilen. Hier ist der LINK für die kostenfreie Teilnahme:

https://us02web.zoom.us/j/88396684418?pwd=eVdScmNid2RIYXVOa3JuS2ZmVjVHQT09

Paula & Theo haben schonmal den sommerlichen Tisch gedeckt

Vielleicht spürst Du in Dir selbst auch eine Geschichte, die darauf wartet erzählt zu werden. Darüber könnten wir sprechen … am Donnerstag ab 18:00.

Für mich schließt sich gerade ein großer Kreis und setzt eine ungeahnte Energie und Freude frei. Die teile ich gerne mit Dir!

Gudrun

 

Drinnen oder Draussen: Die Zugehörigkeitsschleuse

Drinnen oder Draussen … wer entscheidet eigentlich, ob man dazugehört oder eben nicht? Wer stellt dafür die Kriterien auf und achtet auf deren Einhaltung? Für wen sind diese Kriterien eigentlich gemacht und für wen sind sie wichtig? Zugehörigkeit ist eine der zentralen, wenn nicht die zentrale Bedingung im Leben aller Kreaturen. Auch für uns Menschen. Es hat lebensbedrohliche Konsequenzen, wenn wir nicht dazugehören.

Wir sind bei Blogartikel n° 9 meiner Serie über die Krisenkraft der Kriegsenkelinnen.

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Wenn Erwartungen zu eng anliegen oder: Das Energiekorsett

Als Korsett (von französisch corset, ursprünglich Diminutiv von altfranzösisch cors „Körper“) wird ein steifes, zur Unterkleidung gehöriges Kleidungsstück bezeichnet, das eng am Oberkörper anliegt und diesen der jeweils geltenden Modelinie entsprechend formen soll. Das habe ich bei Wikipedia gefunden.

Der perfekte Einstieg heute in Blogartikel n° 8 meiner Serie über die Krisenkraft der Kriegsenkelinnen.

12 Wochen 12 Beiträge 12 Themen rund um Kraft und Lebenskompetenz und das Ankommen in der eigenen Lebensspur in Krisenzeiten wie diesen gerade, als Kriegsenkelin

Heute Thema n°8

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Warum ich Pâtisserien liebe und was das mit Poesie & Wirtschaft zu tun hat

Verpackte kleine Kuchen mit grüner Zuckergußglasur. Verpackt in Cellophan. Ein braunes Band mit Schriftzug der Confiserie Lindt & Sprüngli
Feines Gebäck aus der Confiserie Lindt & Sprüngli in Zürich

 

 

Pâtisserie (von frz. pâtisser ‚kneten, Kuchen backen‘, pâte ‚Teig‘)

Es gibt eine Buchstabenkombination, die wie ein Kreativ Booster auf mein gesamtes Körpersystem wirkt und in mir augenblicklich eine Kraft freisetzt, die nichts aber auch rein gar nichts unmöglich erscheinen läßt. Es ist die richtige Kombination von exakt 10 Buchstaben zu exakt einem magischen Wort:

P A T I S S E R I E

 

Durch mein Leben zieht sich eine zuckersüße Spur, der ich nach wie vor folge. Egal in welcher Stadt ich mich gerade rumtreibe, ich finde sie, die besten Patisserien der Gegend. Da stehe ich dann vor der Auslage und lasse meine bewundernden Blicke schweifen. Manchmal bleibt es dabei, aber manchmal reicht das nicht. Ich möchte den Duft einatmen,  mir die Texturen auf der Zunge zergehen lassen, mein gesamtes Körpersystem mit der magischen Süße fluten.

Manchmal liegt tiefes Glück in einer zarten Hülle von sanft schmelzender Schokolade.

 

Es ist exakt dieser Zustand entspannten Glücks, der den Menschen und sein komplexes Nervensystem  auf eine vollkommen neue Frequenz einstellt. Absolut präsent geschieht etwas in uns, was man Kohärenz nennt, oder auch Stimmigkeit. Und es ist diese Stimmigkeit, die Präsenz erzeugt.

Das magische Hier & Jetzt.

 

Aber es geht weit über dieses Glück hinaus und noch während ich dabei bin, diesen Blogartikel zu schreiben, schreibt mir Nicole von ihrer Erfahrung mit Patisserie, und es liegt etwas Bedeutungsvolles in ihrem Kommentar zu meiner Wort Patisserie und ihrer Wirkung auf den Menschen.

Wir erfahren, fast wie nebenbei, wie tiefgreifend die Geschichte unserer Vorfahren, Eltern und weiteren Menschen, die unser Leben prägen, sich auf unsere persönliche Geschichte auswirkt und welche Folgen das hat. Lies selbst ihren Kommentar hier:

„Wusstet du, dass ich mal Konditorin werden wollte. Die feinen Patisserien aus Frankreich, die ich als Austauschschülerin kennenlernte, hatten es mir angetan und gerne gebacken habe ich schon als Kind. Mangels Vorstellungsvermögen meiner Mutter und Oma sowie einigen Lehrern, ist aus meinem damaligen Traum nichts geworden.
Argumente waren „Als Bäckerin verdienst du wenig, musst früh aufstehen und die Arbeit ist für eine Frau viel zu schwer“ Dabei wollte ich wunderbare Zuckerkunst und Süßspeisen in Frankreich machen, statt Mohnstriezel oder Puddingteilchen in der Gelsenkirchener Stadtbäckerei.

Ich wollte lernen, wie man feinste Konditorinnenware herstellt , bei denen sich die Menschen in der Auslage die Nase an der Fensterscheibe platt drücken.

Deine Wort Patisserien sind so „zuckersüß und bitternötig“, damit genau solche Träume wahr werden und zart schmelzend ihren Empfänger finden.“

 

Das Bedeutungsvolle darin ist, dass jeder Mensch Träume von seinem Leben hat. Kleine und junge Menschen träumen ziemlich klar noch sehr verbunden mit ihren Fähigkeiten, und was sie da sehen, in ihren Träumen, das entspricht ihrer Leidenschaft, ihrem Können, ihrem Talent. Leider werden wir immer noch von diesen Träumen entkoppelt … durch das System in dem wir leben.
Dann beginnt eine lange Reise weg von sich selbst und dann eine lange Reise wieder hin zu sich selbst und den wahren Träumen. Oft beginnt es mit einem Duft! Hier findest Du ein kleines Madeleine der Erinnerung. An Dich selbst, wie Du ursprünglich geträumt wurdest, von Dir selbst:

Hör mal:

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Wenn ich zurückdenke in meine Kindheit, dann haben Patisserien, Konditoreien und Bäckereien immer eine wesentliche Rolle gespielt, wenn es um gute Stimmung, Entspannung und Gemeinschaft gegangen ist. Es war eine Art wortlose Kommunikation, die mir die Gewißheit vermittelt hat, dass das Leben auch eine Süße hat. Davon gab es nicht sooo viel bei uns, also waren die süßen Momente wesentlich und sind in meinem Gedächtnis auch sehr tief verankert.

Pâtisserie ist wortlose Kommunikation

 

Da war zum einen Onkel Leo und seine Konditorei. Ab und an, da ist meine Mutter zu Onkel Leo mit uns gegangen. Wir durften sogar in die Backstube und es gab immer ein Stück Kuchen. Mailänder Torte, genau nach meinem Geschmack. Ziemlich süß und ziemlich viel Marzipan. Wenn wir bei Onkel Leo waren, dann war die Welt für kurze Zeit warm, süß und unbeschwert.

Später, da war ich schon ein ganzes Stück größer, da gab es jeden Mittwochmittag statt einem Mittagessen eine große Auswahl verschiedener Kuchen. Die ganze Familie saß um unseren runden Tisch, es gab Kaffee und wir hatten den Rest des süßen Tages keine Termine. Mittwoch war einer meiner Lieblingstage.

Tage, wenn sie langsam uns entgleiten

 

Mit 14 wurden mir die Wochenenden zu Hause echt zu anstrengend und ich habe eine Gelegenheit gesucht und gefunden, an diesen Tagen vollkommen legitim ausser Haus zu sein. Ich habe in einer Konditorei jeden Samstag und Sonntag gejobt.

Mit süßer Leidenschaft und vielen Pralinen und Tortenstücken, die ich mir genüsslich einverleibt habe, stand ich mitten im Aroma der Schokoladen und Torten. Sechs Jahre habe ich das wirklich gerne getan. Bis ich mein Abi fertig hatte.

Dann war Ende mit den Patisserien und Konditoreien. Für lange Zeit. Unsere Praxis gab es irgendwann nicht mehr, die Mittwochmittage auch nicht und ich bin nach München gezogen und habe eine Familie gegründet. Wir haben viele Kuchen selbst gebacken und der Duft, der dann durch unser Haus gezogen ist, der fühlte sich nach Geborgenheit an.

Düfte sind Geborgenheiten

 

Eines Tages kamen sie wieder in mein Leben, die Patisserien, machten sich erst in meinen Gedanken breit und dann plötzlich und unerwartet auch in meinem Leben, das sich vollkommen gedreht hatte und mich an neue Plätze und Orte geführt hatte. Es war eine tiefe persönliche Krise, die so radikal war, dass ich mir unseren Familien VW Bus gepackt habe und für 6 Wochen eine Auszeit von meinem Alltagsleben genommen habe.

Kein klares Ziel vor Augen, die Krise auf dem Beifahrersitz stets neben mir. Ich für durch Frankreich in Richtung Spanien und ich hatte für meine Nächte im VW Bus drei äussere Bedingungen: Ein Brunnen, Straßenlaternen, eine Bäckerei, Konditorei oder Patisserie. Wenn diese drei Dinge zusammenkamen, habe ich geparkt und geschlafen. Morgens schnell im Brunnen das Gesicht gewaschen und dann ganz schnell in die Patisserie auf einen Petit Café und ein Croissant. Dann ging es weiter.

Gelandet bin ich im Baskenland. Nordatlantik. Mein Leben stand weiter Kopf und ich mittendrin. Erst stand ich in meinem eigenen Tränenmeer und dann stand ich am Nordatlantik.  Hatte plötzlich einen Studienplatz an der UC Kantabrien, sprach nach 25 Jahren Pause wieder Spanisch und plötzlich begann ein neuer Weg für mich und für meine Kinder und für meinen damaligen Mann.

Poesie & Wirtschaft & Patisserie

 

Mein Kindheitstraum war es, Geschichten zu schreiben. Bücher zu schreiben. Damals waren es Kinderbücher. Ich war ja selbst eins. Dann sah ich aber überall so viele Bücher und dachte, dass noch eins sicher keine Bedeutung haben würde. Ausserdem ging es mir, wie Nicole und ihrem Traum: Ich hörte, dass man damit kein Geld verdienen würde. Schreiben war irgendwie keine wirkliche Arbeit.

Der Schreibfaden hat mich aber nie wirklich verlassen. Ich bin Übersetzerin geworden und Dolmetscherin. Habe ganz allein für mich viele Tagebücher gefüllt und in meinem Wirtschaftstudium dann in Spanien mit 44, da war das Thema meiner Masterthesis:

Poesie & Wirtschaft

 

Meine Professoren nahmen mich nicht so ganz ernst mit meinen bereits grauen Haaren und lächelten bei dem Thema. Niemand glaubte, dass ich genügend Literatur dazu finden würde. Genau das Gegenteil war der Fall und ich war begeistert, wieviel es zu diesem Thema gab. Die Gründe sehr einfach:

Poesie kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Erschaffung. Wir erschaffen mit einer poetischen Sprache also etwas Neues. Poesie spielt mit Ideen und zwingt nicht zu schnellen Entscheidungen.

Im Management werden mit einer veränderten Art der Sprache viele Projektgelder gespart, denn Worte sind Energie und verwandeln Entscheidungen organisch, so daß sie  im Einverständnis mit dem Umfeld getroffen werden können. Das macht sie erfolgreicher und nachhaltiger.

Poesie arbeitet mit Vorstellungskraft und Assoziation statt mit Beweis und Logik. Poesie überrascht, zieht an, schockt, beleuchtet und verbindet das bisher Unverbundene.

Poesie weckt Gefühle

 

Und Gefühle sind Motoren, Energie und diese Energie bildet den Rohstoff für aussergewöhnliche Leistungen. Ressourcen wie Stärke, Mut und Vertrauen benötigen Menschen mit hohem Leistungsanspruch in Unternehmen. Ich fand mich wieder in meinem ursprünglichen Traum als Kind und begann zu schreiben. Poesie für die Wirtschaft. Für die Menschen in Unternehmen. Menschen an Grenzen. Emotionalen Grenzen und auch körperlichen Grenzen.

Nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Studium bekam ich in der freien Wirtschaft keinen Job. Zu alt, zu unerfahren und auch zu langsam. Das waren Argumente. Ich habe trotzdem in einem Biotech Start Up gearbeitet und dort interne und externe Markenkommunikation betrieben, aber das war nicht mein Ziel und ich habe eine eigene Firma gegründet.

In dieser Zeit wiederholte sich ein Traum: Ich saß im Café Lindt & Sprüngli. Es war viel los aber keine Hektik. Mein Platz war an einem Fenster zur Strasse, der Tisch rund und es gab eine geschwungene Treppe in den ersten Stock. Ich war mit mir und ich war sehr einverstanden damit. Nach einer Weile kam eine alte Dame auf mich zu und sie fragte, ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie sich zu mir setzen würde. Ich hatte nichts dagegen und war gespannt.

Was sie mir eröffnete ließ mich immer wieder erstaunt dasitzen: Sie vermachte mir ihr gesamtes Vermögen in Zürich inklusive eines wunderbaren Penthouses aus Glas hoch über den Dächern von Zürich. Ich war begeistert, ich entspannte in diesem Traum vollkommen und alles fühlte sich so richtig an. Aber es war ja nur ein Traum. Der ließ mich aber nicht mehr los.

Mein Plan: Ich gehe nach Zürich und ich setze mich dort in das Café Lindt & Sprüngli und bin einfach mal so da. Einige Jahre später hatte ich dann diese Gelegenheit. Am Ende einer Konferenz in Zürich hatte ich noch bis zu meinem Abflug genügend Zeit für einen Abstecher zu Lindt & Sprüngli. Und da stand ich dann vor dem Café und es war natürlich alles ganz anders. Ich bin trotzdem reingegangen. Das Café war im ersten Stock und alles war sehr gediegen und auch schon etwas abgenutzt.

Blick aus dem Fenster des Café Lindt & Sprüngli in Zürich. Es fährt eine Strassenbahn und dahinter sind Häuser zu sehen
Blick aus dem Fenster im 1. Stock des Café Lindt & Sprüngli

Ich fand einen Platz am Fenster, mein Tisch war nicht rund, der Café war nicht lecker und das Gipfeli kannte ich auch besser. Ich saß zwischen Geschäftsmännern und mir gegenüber saß eine alte Dame, die sich genüsslich über ein üppiges Frühstück hermachte. Das wars. Niemand kam an meinen Tisch und irgendwie war alles sehr unromantsich und so gar nicht wie im Traum. Ich begrub den Traum im selben Moment.

Zwei Männer in ein Gespräch vertieft an einem Tisch sitzend
Die Züricher Geschäftswelt trifft sich zu Arbeitsgesprächen gerne im Café Lindt & Sprüngli

Was ich aber hervorholte, das war ein leeres Buch …. und plötzlich tauchte vor meinen Augen die Wort Patisserie auf. Ich konnte sie fühlen, ich konnte hineingehen und spüren, was darin alles möglich sein würde. Ich wusste, ich musste damit sofort beginnen. Die Struktur floß mir in die Hände, ich schrieb Sätze, die ich im selben Moment schon wieder vergessen hätte, wenn ich sie nicht aufgeschrieben hätte.

Dann waren plötzlich Begriffe da:  Berührung, Duft, Geschmack, Haut

 

 

Aufgeschlagenes Heft mit beschriebenen Zeilen
Da tauchten plötzlich ungezähmte Worte in mir auf

 

Sie waren die Oberbegriffe in meiner virtuellen Wort Patisserie und jeder Begriff bekam 5 Sätze an seine Seite. So hatte ich im Eiltempo, der Kaffee war noch nicht kalt! 20 denkwürdige Sätze geschrieben, eine Kursstruktur aufgebaut, einen Startzeitpunkt festgelegt und einen Endzeitpunkt und eine Tagline stand auch schon da.

Mit dem letzten Schluck Kaffee und dem letzten Krümel von meinem Croissant hatte ich den letzten Punkt unter meinen neuen Kurs gesetzt. Ich war zufrieden, nickte meinen Tischnachbarn zu, durfte noch ein Foto machen und ging umgeben von einer Wolke Glück aus dem Haus Lindt & Sprüngli.

Ein Mann sitzt an seinem Computer und schreibt konzentriert. Vor ihm steht eine Tasse mit Kaffee und auf der Bank neben ihm liegt eine Tasche
Konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Café Lindt & Sprüngli
Verschiedene Torten in der Auslage bei Lindt & Sprüngli

Nicht als Erbin eines Penthauses mitten in Zürich, sondern als Besitzerin einer gerade gegründeten Wort Patisserie, die wohl weltweit bisher die einzige ihrer Art ist.

Heute sind meine Wort Patisserien kleine, emotionale Türöffner in neue Gedankenwelten. Sie entführen den Geist auf unbekanntes Gebiet und laden ihn freundlich ein zu folgen. Was daraus entsteht sind vollkommen neue Blickwinkel und Ideen, die sich in das Leben meiner Höhrerinnen und Hörer verweben, wie ein zuckersüßer und bitternötiger Faden.

Es besteht ein kleines Suchtrisiko, aber damit kann man gut umgehen und Nebenwirkungen sind rein positiver Natur.

Wenn Du jetzt so richtig süßen Hunger bekommen hast und Lust auf ein paar kleine Petits Fours aus meiner Wort Patisserie hast, dann fühle Dich von mir eingeladen: 5 Tage jeden Morgen ein süßer Satz, der Deine Gedanken neu und anders ausrichtet. 5 Impulse, die Dein mentales Immunsystem stärken und Dir frische Energie zuspielen.

Hier klicken und sofort starten:

Hier noch ein Kommentar zu meiner Wort Patisserie und ihre Wirkung: „Patisserie erinnert mich an meine Omi, wo wir an der Grenze zu Frankreich gross wurden diese Läden üblich waren. Ich liebte die Feinheiten, das lieblich kreative jedes Törtchen… All unsere Taufen waren geprägt von den üblichen Säckchen für Taufgäste. Jede Mandel war liebevoll gekleidet in Zuckerguss und hier und da auch eingewickelt in Seidenpapier…
Ich kann sie noch riechen heute….💓
…… schöööööön“