Big Apple

Kennst Du die Frost Street in Brooklyn?

Das wird jetzt eine längere Geschichte, aber ich verspreche Dir, sie wird nicht langweilig. Es gibt Momente im Leben, da fallen alle einzelnen Puzzleteile zusammen zu einem ganzen Bild. Von einem Moment auf den anderen klären sich Fragen, ordnen sich Situationen neu und eine alte Geschichte findet einen neuen Platz in Deinem Leben.

Kennst Du das Gefühl, das dann entsteht?

Ich befinde mich gerade mitten drin in einem solchen Gefühl. Das hat sehr viel mit der Frost Street in Brooklyn zu tun und auch mit dem Apfel, dem Big Apple.

In der Frost Street in Brooklyn ist die Sketchbook Library. Es ist die weltweit größte Sketchbooksammlung und ich bin dort mit zwei Sketchbooks vertreten. Was mich ziemlich stolz macht.  Mein erstes Sketchbook ist eine lange und sehr alte Geschichte, die ich irgendwie nicht unterbringen konnte in meinem Leben. Jetzt kann ich es!

Dieses wunderbare feedback habe ich kurz nach meiner Veröffentlichung in der sketchbook library von einer Leserin bekommen ….

 

In den letzten Wochen und Monaten sind viele Dinge zusammengekommen und ich konnte weiter auflösen, was schier nicht aufzulösen war. Den eigenen Platz finden ist manchmal nicht ganz einfach. Diese alte Geschichte war es, die mich mein ganzes Leben so beschäftigt hat, dass alles durch sie beeinflusst worden ist.

Das machen Lebensgeschichten so. Jeder Mensch hat so eine Geschichte in die er geboren wird und mit der er groß wird. Krieg spielte in meiner Geschichte eine zentrale Rolle, auch wenn niemand in meiner Familie darüber sprach.

Unbewusst hat mich das Thema also von Anfang begleitet, aber erst mit 35 Jahren konnte ich beginnen, die Dinge so weit in mein Bewusstsein zu holen, dass ich Muster erkennen und auflösen konnte. Meine Mutter spielte dabei eine zentrale Rolle. Ebenso ihr Vater.

Sie hat mir mit ihrer Ehrlichkeit und Offenheit damals sehr geholfen, Klarheit in mein inneres Gedankenkarussell zu bringen und hat mir zum ersten Mal auch ihre Geschichte erzählt und aufgeschrieben. Ich versenkte mich in das Leben eines kleinen Mädchens, das viele schöne gemeinsame Abenteuer mit seinem Vater erlebt hat. Zehn Jahre lang.  Dann hatte der Krieg das Leben zerstört, das so kraftvoll begonnen hatte.

Mit zehn Jahren hörte etwas in meiner Mutter auf zu wachsen, blieb einfach zehn Jahre und fertig. Während ein anderer Teil zu einer wunderschönen, intelligenten und burschikosen jungen Frau heranwuchs. Sie konnte gar nicht anders.

Sie verliebte sich in meinen Vater, sie heirateten und meine Schwester und ich wurden geboren. In die Welt von zwei traumatisierten Menschen, die nie ein Wort über das verloren, was sie erlebt hatten. Sie waren Kriegskinder und wir wurden zu Kriegsenkeln.

Meine Schwester und ich, wir waren hochsensibel und mit der Zeit wussten wir genau, wie wir zu sein hatten … und wie nicht! Wir verloren uns unterwegs immer mehr und funktionierten perfekt. Bis es krachte im Leben und alles aus den Fugen geriet.

Erst war es der Krebs meines Vaters, dann die Trennung meiner Schwester von ihrem Mann, dann eine lange Phase, in der die inneren Kriege sich auch im wahren Leben abbildeten und zu einem Kontaktabbruch führten. Zwischen meiner Schwester und meiner Mutter. Lange Zeit.

In meinem Leben wurde es immer enger für mich, denn diese Konflikte wurden fast täglich an meine inneren Türen gespült und liessen mir keine Ruhe in meinem Leben. Es war, als sollte ich all das wieder reparieren, was der Krieg so kaputt gemacht hat.

Ging aber nicht. Meine Mutter erkrankte ebenfalls an Krebs und ihr Arzt meinte damals, eine Psychotherapie würde sich in ihrem Alter nicht mehr lohnen. Sie war Anfang 60. Viel Sport würde sicher gut sein, dachte meine Mutter damals und bewegte sich endlos und schnell durch ihr aus den Rudern geratenes Leben.

Bis der Krebs dann auch bei ihr alles stoppte und nichts mehr ging. Warum ich das alles schreibe? Weil es raus muss und weil es so vielen Menschen so geht, wie es mir gegangen ist. Und weil es so lange gedauert hat, bis ich mich nicht mehr geschämt habe für all das Chaos, was ich nicht verursacht habe. Aber mittendrin war.

Es ist mir gelungen die Geschichte meiner Mutter in eine Bilderbuchgeschichte zu transformieren, die ihren Weg bis zu ihrem Tod nach zeichnet und nachempfindet. Es ist eine leichte Geschichte geworden ohne die Schwere darin zu übergehen. In ihr darf alles sein, wie es ist und was es ist. Das ist gut so.

Paula & Theo

 

Für mich war es ebenfalls eine Transformation, dieses Buch zu schreiben und zu gestalten und es dann nach Brooklyn zu schicken. In einer englischen Übersetzung.

Die Geschichte ist aber noch nicht zu Ende und seit ich das weiss, habe ich das Gefühl, endlich wirklich erkannt zu haben, welchen Wert unsere Geschichten haben und wie wichtig die tiefe Wandlung ist, die wir durch sie erfahren können. Nein, es ist mehr noch wie das Ende einer Suche nach sich selbst, denn in dieser Geschichte komme ich zwar nicht vor, aber ohne mich würde es sie nicht so geben.

Das ist der Punkt um den es wirklich geht in so vielen Leben. Wir kommen scheinbar nicht wirklich vor, weil so viel zwischen uns und unserer Wirklichkeit steht. Unverarbeitete, unerzählte, ungehörte, ungeliebte Geschichte. Ich erlaube mir, wirklich zu sein. Kannst Du das wirklich sagen, meinen und fühlen?

Wie wirklich bist Du?

 

Dabei sind viele Menschen wirklich erfolgreich. Im Aussen. Da scheint alles zu stimmen. Alles an seinem Platz zu sein. Wir glauben das gerne. Wir schauen uns um und was wir sehen, das gibt uns dieses Gefühl von Sicherheit und Richtigkeit. Das Haus steht, das Auto fährt, der Kühlschrank ist voll, die Arbeit regelmässig, die Beziehung normal.

 

Was wollen wir mehr?

 

Gefühl! Ein Gefühl, das alles zum wirklichen Leben erweckt. Wir haben dafür keinen Namen … aber ein Gefühl, und wenn es da ist, dann wissen wir das und wenn es nicht da ist, dann wissen wir das auch. Es ist eine Art innerer Frieden, der nicht zur Ruhe kommen lässt, sondern aufweckt, was da ist. Es ist eine Art Stimmigkeit mit der alles an den richtigen Platz kommt.

Es ist eine Art wach sein, die kraftvoll alles besänftigt, was kämpft gegen das Selbstsein, was versucht, die Klarheit zu trüben und den eigenen Antrieb zu stoppen.

Danach sehnen wir uns kollektiv und kollektiv laufen wir in maximaler Geschwindigkeit vor unserer Wirklichkeit davon. Haltlos … so scheint unsere Gesellschaft immer mehr zu werden. Wir klammern uns an ausgefeilte Mindsettechniken, immerhin, wir essen nur bewusst und wenn es klappt auch ökologisch, wir gehen regelmässig zum Yoga und einmal im Jahr in ein Retreat.

Lesen Zeitschriften, die uns mit Impulsen und Tipps zurück in ein Gefühl beraten wollen, dass wir nur finden, wenn wir all das nicht machen. Ich sage nicht, dass diese Dinge sinnlos oder falsch sind, aber sehr oft werden sie mechanisch erledigt, ohne Gefühl, ohne das wirkliche, eigene Gefühl in Kontakt mit sich selbst zu kommen.

Es gelingt der Brückenschlag nicht … zwischen Kopf und Körper. Alles bleibt getrennt vom wirklichen Gefühl. Der Körper hat ein komplexes Schutzschild aufgebaut. Scheinbar unüberwindbar. Wie kommt man nach Hause zu sich selbst, wenn das Navi aus ist?

Erinnerung

 

Wir wissen alle den Weg. Erinnerung ist der magische Schlüssel, der all die Türen öffnet, die in irgendeiner Zeit sorgfältig geschlossen worden sind.  Unsere eigene Geschichte hat es verdient erinnert zu werden und integriert, damit wir sie ganz besitzen können und ganz aus ihr leben können.

Ja, und da bin ich dann wieder bei meiner eigenen Geschichte und aus der werde ich jetzt ein Buch machen … es wird höchste Zeit! Paula & Theo sind schon ganz aus dem Häuschen und ich … bin es auch.

Unterstützen wird mich dabei Monika Stolina.  Seit ich diesen Entschluss gefasst habe, öffnen sich ganz viele meiner inneren Türen und ich weiss, ich bin auf dem richtigen Weg mit diesem Vorhaben. Im Herbst wird es rauskommen mein Buch und Du darfst gespannt sein! So wie ich es auch bin!

Wenn Dich Deine Geschichte beschwert, verwirrt, verunsichert und von einem lebeleichten Leben abhält, dann lass uns reden. Ich starte in diesem Jahr mit exklusiven SPA Tagen: Ein Tag, eine Geschichte, ein Fluss, eine Stadt … im Februar findet dieser Tag in München an der Isar statt und ist bereits gebucht, aber es bleiben 10 weitere Monate, 10 weitere Flüsse, 10 weitere Städte … mit Dir und Deiner Geschichte.

SPA bedeutet SPECIAL PROTECTED AREA  ( ein Begriff, den ich aus der Landschaftsökologie entlehnt habe ) und genau dafür sorge ich an diesem Tag. Wir gehen an die wilden, ungezähmten Teile der Flüsse und verbinden uns mit Natürlichkeit und Wildheit der Natur um uns und in uns … wecken, verbinden und befreien, was einengt, zwingt und sich anmasst.

Ein weiterer wilder Teil Landschaft wird im Juni für meinen SPA Tag reserviert sein und Du kannst Dir diesen Tag bereits jetzt auch schon reservieren:

Ich fliege nach Island im Juni, werde dort am SELFMADE SUMMIT von Sigrun teilnehmen und einen Tag vorher, als Einstimmung, meinen SPA TAG reservieren …. in Islands wilder Natur, mit Wasserfällen, Seen, Geysieren und einem Licht, dass unsere Arbeit zu einer einzigartigen Erfahrung werden lässt.

Es wird der 17. Juni sein und Du kannst Dich gerne hier bei mir informieren und anmelden. Es erwartet Dich eine Überraschung bei Deiner Buchung und Du wirst ab Deiner Entscheidung schon alleine von der Vorfreude komplett in eine andere Energieebene gelangen.

info@go-impuls.com

Verleih Deiner eigenen Geschichte Flügel … und ich gebe Dir Starthilfe für den Flug! Meine Familie hat mir ebenfalls in diesem Jahr eine große Starthilfe gegeben und mir ein Ticket nach NEW YORK geschenkt. Der Apfel oben auf dem Foto gehörte zu einer Reihe von Hinweisen, die ich bekommen habe, denn ich musste mein Geburtstagsgeschenk erst erraten. Es war eine so große Überraschung für mich, wie Du sie auch erleben wirst, wenn Du Dich entschliesst mit mir nach Island zu fliegen!!!! Versprochen …..

Ich hoffe, wir sehen und hören uns! Ach ja, meine letzte Podcastfolge, die handelt von der Liebe und dem, was passiert, wenn wir sie zulassen. Hier noch schnell der link zur Episode:

Soul & Brain

Jetzt ist aber wirklich Schluss …. Herzensgruß von Gudrun

 

 

 

 

 

 

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