Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Change Maker Poetin

Photocredits by Jens F.Kruse Portugal 2019

Wie ich wurde, was ich bin: Zugehörigkeit kommt von Zuhören

Mein Weg vom ungewollten Stillsein ins bewusste Zuhören

Lebensstart in einem Kloster

 

Meine Mutter hatte so viel Lachgas im Körper, dass sie gar nicht wirklich erlebt hat, wie ich auf die Welt gekommen bin. Sie hatte Mumps zu der Zeit und ihr Hals hat wohl ähnliche Ausmaße gehabt, wie ihr Bauch. So die Erzählung. Meine ersten Wochen habe ich deshalb in einem ans Krankenhaus angeschlossenen Klostertrakt erlebt. Dann bin ich nach Hause gekommen und meine Eltern dachten, jetzt würde das normale Leben mit mir beginnen.

Mein kleiner ungehörter Contergan Skandal

Von unbekannt – Bild aus dem Artikel: Henryk M. Broder: Der Kampf der Contergan-Firma gegen die Opfer. In: Die Welt. 15. August 2012; nachbearbeitet, PD-Schöpfungshöhe, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7586672

 

So war es aber nicht, denn diese Wochen im Kloster, weg von meiner Mutter, die hatten mich ordentlich durcheinander gebracht und ich war ein Schreibaby. Alles andere als normal für meine Eltern.

So habe ich ein damals gängiges Schlafmittel für Erwachsene bekommen: Contergan. Das Schreien hatte ein Ende und erst als in den Nachrichten von den Nebenwirkungen des Contergan berichtet wurde, hat meine Mutter das Medikament abgesetzt. Dann war Ruhe. Auch ohne Contergan.

Ich hatte begonnen, eine gute Zuhörerin zu werden. Feine Antennen waren in meinem Inneren gewachsen und wuchsen weiter.

 

Wie Zuhören plötzlich meine Hauptaufgabe wurde

 

Die Welt der Erwachsenen um mich, die war wie eine undurchsichtige Box in der wir alle waren. Ich habe ziemliche Fähigkeiten entwickelt, aus dieser Box zeitweise auszusteigen. Und sie von aussen zu betrachten. In der Familie, in der Schule, in den anderen Familien, da spürte ich etwas, worüber nicht gesprochen wurde. Und worüber gesprochen wurde, das spürte ich nicht.

Manchmal habe ich dann Fragen gestellt, aber diese Fragen wurden, kaum waren sie draussen, abgeschmettert, wie Volleybälle. Keine Zeit und keine Bereitschaft für Erklärungen oder Gespräche. Ich kannte das Gefühl nicht, dass mir jemand wirklich zuhört.

Also habe ich das in unserer Familie übernommen. Das Zuhören. ( Hier ist der Link zu einem weiteren Blogartikel von mir mit etwas mehr Informationen dazu: https://www.go-impuls.com/corona-und-der-schweigestoffwechsel/ ).Ich wurde immer geschickter darin im voraus zu ahnen, was gebraucht wurde von mir. Welche Haltung, welche Aktion, welche Blicke. Manchmal habe ich auch daneben gelegen oder konnte mich in einen bestimmten Rahmen nicht einpassen. Dann wurde es laut bei uns.

 

Wie wir nach Italien fuhren und ich zum ersten Mal im Ausland war

Fire and Ice on our way to ITALY 1966 Meine Schwester (links) und ich auf dem Weg nach Italien

Eine Hollywoodschaukel war die Attraktion in der Pension in Italien. In der Mitte bin ich!

 

Eines meiner größten Abenteuer war eine überraschende Ferienfahrt nach Italien. Zuerst waren wir als Familie ins Kleine Walsertal gefahren. Es goß aber in Strömen und es war kalt. Meine Mutter schlug eine Weiterfahrt nach Italien vor und wir waren alle begeistert.

Es waren zwei Dinge, die mich bis heute an diese Fahrt erinnern: Die Stimmung meiner Eltern, die so lebeleicht auf einmal wurde unterwegs. So ausgelassen und heiter. Mit jedem Grad mehr Außentemperatur schien ihre Innentemperatur auch deutliche Sprünge zu machen. Das hat uns Kindern richtig gut getan und ich liebte Italien und den Weg dorthin.

Das zweite war der Blick aufs Meer. Mein Vater hatte uns versprochen, wer das Meer zuerst sieht, bekommt ein Eis. Ich sah das Meer und brauchte kein Eis mehr. Es war unbeschreiblich für mich. Ich spüre das Gefühl noch heute. Mein ganzer Körper kribbelte.

Ich liebte das Unterwegssein und ich liebte dieses fremde Land. Das ist geblieben, auch wenn es heute Spanien ist.

 

Warum ich mir den Blinddarm habe rausnehmen lassen und was das mit Mathematik zu tun hat

Es war nicht lange nach diesen Ferien, da kam der Schulalltag zurück und ich war nicht gerade eine Vorzeigeschülerin. Meine Lehrerin mochte mich nicht und ließ mich das auch spüren. Ich mochte sie nicht und ließ sie das wohl auch spüren. Aber mehr aus Verzweiflung und Angst, denn ich war 8 Jahre und da war es einfach üblich, dass Kinder den Erwachsenen zuhören und nicht umgekehrt. Niemand hörte meine Angst und Verzweiflung. Nicht in der Schule und nicht in der Familie.

Ich war nicht gut in Mathe. Wir schrieben eine Mathearbeit von der ich wusste, dass es eine glatte 6 werden würde. Ich konnte nichts. Je näher der Termin kam, umso verzweifelter wurde ich und mir war klar, ich musste eine drastische Maßnahme ergreifen um diese Arbeit nicht mitschreiben zu müssen.

Unsere Praxis lag gegenüber einer Arztpraxis und der Arzt und meine Eltern waren befreundet. Blinddarmentzündungen waren nichts Ungewöhnliches in diesen Zeiten und ich las in unserem Lexikon, wie man spürt, dass man eine Blinddarmentzündung hat.  Kurz darauf begann ich diese Symptome zu entwickeln. Wir gingen zu unserem Arzt, der drückte genau auf die Stelle, die ich innerlich als die entscheidende Stelle notiert hatte. Er ließ los und dann musste es eine Schmerzreaktion auf der rechten Seite geben.

Voilá, die Diagnose war da. Der erste Abschnitt meines Plans war aufgegangen. Verdacht auf Blinddarmentzündung. Dann musste man mir noch Blut abnehmen im Labor um die Leukozyten zu zählen. Alles lief wie am Schnürchen. Nur mit den Leukozyten hatte ich nicht gerechnet, aber ich konnte nicht mehr aus der Nummer raus.

Das Blut wurde abgenommen und in einer Schnellanalyse wurde eine akute Blinddarmentzündung diagnostiziert und ich am selben Tag noch ins Krankenhaus überwiesen. Ich wunderte mich, aber ich wehrte mich nicht. Ich war zu allem bereit und sehr erleichtert, dass mein Plan perfekt funktionierte.

Leider ist er nicht aufgegangen, denn meine Lehrerin hatte nach diesem Befund einfach entschieden, die Mathearbeit zu verschieben und als ich etwa 14 Tage später wieder in die Schule kam: Du ahnst es. Wir haben die Mathearbeit geschrieben. Und es war eine Katastrophe. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wie eine Deutschlehrerin mich wirklich ins Schreiben gebracht hat

Die Sache mit der Grundschule ist nicht wirklich gut ausgegangen, denn ich wurde auf Hilfsschulniveau eingestuft und man hat mir dann aber eine Chance in der Hauptschule gegeben. Während die meisten meiner Freundinnen also auf Gymnasium oder Realschule durften, verschwand ich in einem Hauptschulgebäude und fühlte mich unwohl. Trotzdem habe ich Glück mit den Lehrern und Leserinnen gehabt.

Auf einmal machten mir die meisten Fächer einen großen Spaß. Vor allem Deutsch und ich schrieb einfach nur noch so gute Noten, dass man mich förmlich aus der Hauptschule rausgeworfen hat, weil ich vollkommen fehl am Platz war.

Meine Eltern trauten dem Braten nicht wirklich und so bin ich erstmal auf der Realschule gelandet und hatte dort eine Deutschlehrerin, die meine Art zu schreiben so klasse fand, dass sie die Themen immer auf meinen Schreibstil abgestimmt hat. Also jedenfalls das Jahr, in dem sie meine Deutschlehrerin war.

Ich schrieb eine 1 nach der anderen und war in meinem Element. Endlich konnte jemand etwas mit meinen Geschichten anfangen. Und mit mir.

 

Wieso null Punkte in Mathe mein Abi ganz umgekippt haben und ich wirklich in Bewegung gekommen bin

Ein paar Klassen später hatte ich meine Mittlere Reife in der Tasche und keine Lust auf eine Lehre. Ich habe mich selbst im Gymnasium meiner Wahl angemeldet. Meine Eltern hatten keine Zeit dafür. Die Unterlagen habe ich mitbekommen zur Unterschrift. Das war’s.

Diese drei Jahre in der Oberstufe waren meine schönsten Schuljahre. Ich hatte Udo, der mir meine Matheklausuren schrieb, natürlich mit eingebauten Fehlern . So stand ich in Mathe immer zwischen 3 und 4.  Das war fein. Solange bis Udo die Schule verließ und mich auch. Das war nicht nachzuholen für mich. Da konnte ich mich nicht mehr rausreden. Und mein Blinddarm war auch schon raus.

Ausserdem war ich bereits 18. Ich musste mir etwas Besseres einfallen lassen. Es kam, was kommen musste: 0 Punkte in Mathe. Verzweiflung dann. Kurz. Ich hatte wunderbare Lehrer und auch so tolle Klassenkameraden und Kameradinnen. Ich musste mein Abi umstellen. Wegen diesen 0 Punkten. Mathe blieb also bis zum Abi und es gab kein Entrinnen. Keine Philosophie als 4. Abifach. Die Mathestunden passten da nicht rein.

Was blieb war Sport als 4. Abifach und ich lebte immer noch in dem Glauben, dass ich in Sport quasi noch schlechter bin als in Mathe. Es war ein Drama, aber es war nicht zu ändern. Ich brauchte eine andere Haltung und eine dicke Portion Vertrauen.

Alles lief ganz ungewohnt und anders an, als ich gedacht hatte, denn das 4. Abifach entwickelte sich zu einer wahren Leidenschaft für mich. Jazzdance und Volleyball waren die Sportarten für mich und beide haben jede Zelle von mir elektrisiert. Das lag an den tollen Lehrern und an meinen tollen Klassenkameradinnen und Kameraden. Ich habe jeden Tag trainiert und meine Beweglichkeit wurde größer und größer. Auch meine Lebensbeweglichkeit.

Ich machte das beste Sportabi und überhaupt war alles wie im Traum. Genial.

Wie ich vollkommen neu gefühlt habe während meinem Abitur

Mit all dem Sport veränderte sich auch meine Psyche erheblich und ich wurde immer selbstbewusster und immer mehr vertraut mit meinem Körper. Wir waren ein perfektes Team. Natürlich hat das nicht allen gefallen aus meinem Kurs und eine Mitschülerin, die sich selbst als beste im Abitur gesehen hatte, war sehr enttäuscht, als sie meine Noten hörte.

Das war keine schöne Erfahrung, denn wir waren befreundet und das war erstmal eine Enttäuschung. Aber wir haben sie bei einem Bierchen beerdigt.

Eine wunderschöne Erfahrung war während des Abiturs mit einer anderen Freundin, die mit mir gemeinsam eine Choreografie einstudiert hatte für den Abschluss in Jazzdance.

Wir waren beide während des Abiturs ziemlich aufgeregt und wollten, dass alles perfekt klappt. Sie machte nicht Abi in Sport, sondern tat das allein für mich. Während also die Musik lief und wir die ersten Abschnitte tanzten, ließ sie vollkommen unvorbereitet ein ganzes Stück davon aus. Meine Lehrerin, die die Choreografie genauso kannte wie wir, hatte die Luft angehalten.

Bei mir war es ein ganz kurzer Moment der Überraschung und dann habe ich diesen Part überbrückt und niemand hat etwas gemerkt. Als wir fertig waren, da kam meine Lehrerin zu mir und meine Mittänzerin auch. Es gab eigentlich nichts zu sagen, denn niemand hatte etwas gemerkt. Aber wir drei, wir wussten, wie genial das gelaufen war. Trotz diesem Patzer. Das hat uns tief gefreut und verbunden.

Ich glaube, ich habe dafür meine volle Punktzahl bekommen im Sportabi und es hat mich glücklich gemacht und die Freundschaft zwischen mir und meiner Mittänzerin vertieft. Es war so ein komplicenhaftes Ausbügeln von einem Fehler, der nun einmal passiert. Diese Haltung und auch die Haltung aller Menschen in der Abiphase, haben mein Leben und Fühlen vollkommen revolutioniert.

Es war so viel wohlwollende Zugewandheit zwischen uns, die ich heute noch spüre und für die ich so dankbar bin.

 

Warum ich Dolmetschen und Übersetzen studiert habe

Der Sommer, der dem Abi folgte, der war für mich entscheidend, denn ich wollte eine Ausbildung in Grafik/Design machen. Die Manufaktur, wo ich hinwollte, bildete aber nicht aus und überhaupt gab es nur das Studium. Und das wollte ich nicht. Das war so weit weg von allem, was ich in meiner Familie an Berufen gesehen und erlebt habe.

Alle waren Masseure und Fußpfleger. Oma und Opa, Mama und Papa, meine Schwester und auch mein damaliger Freund. Alle Masseure. Das passte irgendwie nicht mit der Kunst. Niemand machte etwas mit Kunst.  Zugehörigkeit auch beruflich, das war irgendwie sehr wichtig für mich. Mein nächstes Interesse waren Sprachen. Und ich habe mich für Dolmetschen und Übersetzen immatrikuliert.

Das konnte ich gut und Köln war nicht so weit weg und überhaupt waren alle einverstanden mit meiner Wahl. Ja, sogar ziemlich begeistert. Der erste Tag in Lindenthal war aufregend und anstrengend. Zum ersten Mal selbst Kurse zusammenstellen und sich selbst raussuchen bei wem man was belegen will.

Jemand in mir, und ich weiß nicht genau, wer das war, der hat sich in Köln gleichzeitig in einer Fußpflegeschule angemeldet und wollte nebenbei eine medizinische Fußpflegeausbildung machen. Ich war also den ganzen Tag an der Uni und am Abend in der Fußpflegeschule. Das ging das ganze erste Semester so. Dann war ich ärztlich geprüfte Podologin.

Und hab damit meine Eltern überrascht. Aber sie waren gar nicht wirklich überrascht. Es war irgendwie gar nicht so ungewöhnlich für sie und ich bekam eine eigene Fußpflgeecke in unserer Praxis und auch gleich die ersten Kunden. So konnte ich mir mein Studium super selber finanzieren und alles war mehr als perfekt.

Allerdings wuchsen die Anforderungen im Studium enorm und im 3. Semester, ich hatte gerade mein Grundwissen in Spanisch erworben, da musste ich die Antrittsrede von Ernesto Cardenal übersetzen. Es hat Tage gedauert und so ziemlich jedes Wort war falsch. Ich war mega frustriert. Ich wollte das nicht mehr. Tag und Nacht Vokabeln und Grammatik pauken … und dann klappt es trotzdem nicht.

Und auch in meiner Beziehung klappte es nicht wirklich.

 

Wieso ich zwischendurch eine Pause eingelegt habe und Masseurin wurde

Also habe ich mich kurzerhand beurlauben lassen im Studium und bin in die Massageschule nach Duisburg gegangen um auch Masseurin zu werden. Auch diesmal kein Aufschrei meiner Eltern, keine Vorwürfe. Nichts. Wurde ich also auch Masseurin. Und ich habe so durchgeatmet dort. Alles war überschaubar und klar.

Ich wusste, wann ich was machen musste und wann ich fertig war und wieviel Geld ich bekam. Alles war so super einfach. Und ich dachte, dass ich nach Feierabend ja noch genug Zeit haben werden würde für mein Schreiben. Dann habe ich mich in einen Mitschüler verliebt. Und er sich in mich. Meine langjährige Beziehung zu meinem ersten Freund war damit beendet. Die Familien entsetzt. Und ich in einem neuen Leben.

Mein Praktikum habe ich erst im Krankenhaus gemacht und bin dann in eine Beauty Farm nach Teneriffa als Masseurin. Sehr spezielle Erfahrung. Es sollten sechs Monate werden, aber nach drei Monaten war ich wieder zu Hause. Nicht mehr dieselbe wie vor Teneriffa. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, den ganzen Tag an der Liege zu stehen. Teneriffa hatte mir gezeigt, wer ich auch noch sein konnte. Frei und neugierig.

Ich habe mein Studium also wieder aufgenommen und in einem Affenzahn auch beendet, denn die drei Monate Spanien, die hatten mein Spanisch blühen lassen und ich konnte wirklich perfekt weitermachen und viel Freude an meinem Beruf entwickeln. Ich habe es geliebt Verbindungen zu schaffen. Zwischen Menschen, die sich sonst nicht verstehen würden.

Das konnte ich gut, denn das war auch der Job in meiner Familie gewesen. Zuhören und Verbindungen schaffen. Übersetzen, was der andere gemeint hat oder gesagt hat. Spannungen lösen. Prozesse in Fluß bringen. Felder öffnen. Gesprächsfelder. Ordnung auslösen und Frieden. Und irgendwie haben sich meine Bereiche auch immer miteinander verwoben, denn während ich in der Praxis meiner Eltern massiert habe, bekam ich von einer meiner Patientinnen eines Tages unerwartet einen Dolmetschauftrag in einer Textilmaschinenfirma bei uns in der Stadt.

Der Dolmetscher war ausgefallen und sie wusste, dass ich das studierte. Sie hat mir ihr Vertrauen entgegengebracht und mich aus meiner Komfortzone komplett herausgeholt. Ich habe die Aufgabe so gut bewältigt, dass diese Firma mich regelmässig engagiert hat. Auch als ich bereits Mutter geworden war und in München lebte mit meiner Familie.

 

Wie es dazu kam, dass ich mit 44 nochmal in Spanien studiert habe

Mein Zukunftsplan damals am Strand von Santander 2005

Etwas in mir war aber in meinem ganzen bisherigen Leben noch nicht zu Wort gekommen. Es hatte langsam begonnen sich zu Wort zu melden. Etwas lief grundsätzlich nicht gut und ich hatte keine wirkliche Ahnung, was das sein könnte.

Nach der Wortebbe war die Wortflut gekommen … an den Lebenslinien des Atlantik

Etwas hatte mich so aus der Bahn geschmissen, dass ich meine gewohnten Umlaufbahnen für eine Zeit verlassen habe. Sechs Wochen bin ich am Nordatlantik in Spanien gewesen. Habe einfach ein paar Dinge eingepackt und mich von der Familie für diese Zeit verabschiedet. Ich musste mich klären. Musste es klären.

Etwas in mir war wach geworden. Ein Gefühl für mich wieder. So, wie damals bei meinem Sportabi. Ich konnte und wollte nicht so weiterleben, wie ich es tat. Alles war scheinbar perfekt. Haus, Job, Mann, Kinder, Idylle pur im Fünfseenland um München. Aber in mir war keine Idylle. In mir Chaos und Krieg.

Während dieser sechs Wochen kamen die Worte einfach zurück zu mir. Ich begann zu begreifen, dass Worte niemandem gehören. Nicht irgendeinem Menschen, nicht irgendeiner Zeit. Ich durfte sie nehmen und sprechen und schreiben, wie es für mich stimmte. Das war eine wirklich lebensverändernde Erkenntnis und die Worten fluteten mich. Es waren schöne Worte.

Und es waren viele Worte, die nie gesprochen worden waren in unserer Familie. Ich hatte sie nur gespürt. Zwischen den Zeilen gelesen. Ich hatte begonnen mich sehr mit der Geschichte meiner Mutter zu beschäftigen. Es war meine Art der Trauerarbeit, denn meine Mutter war ein Jahr zuvor viel zu früh gestorben.

Aus dieser Arbeit ist eines meiner wesentlichen Formate geworden. Es heißt Mutterland und beschäftigt sich in einem intensiven Mentoring Prozess dieser längsten Beziehung in unserem Leben. Hier findest Du mehr dazu: https://www.go-impuls.com/mutterland

Ich hatte sie mitgenommen dorthin nach Spanien. Wir hatten noch einiges auf unsere Art zu besprechen. Das war nicht ganz leicht, denn ich wusste nicht, wie man mit einem Menschen in Kontakt kommen kann, der nicht mehr da ist. Es ist mir auf meine Art gelungen. Es war ein langer Abschied.

Auf der Rückfahrt von Spanien habe ich mit einem Freund in einem Eiscafé gehockt und wir haben uns gefragt, was wir schon immer tun wollten und nicht getan haben. Für mich war es ein Studium in Spanien. Das kam wie aus der Pistole geschossen. Ich weiß nicht warum, aber Spanien öffnete eine Türe in mir. Ich habe diesen Wunsch nicht wirklich ernst genommen. Aber er war ausgesprochen.

Meine Transfonmationszeit 2004 in Spanien hatte mich verändert
Gut behütet 2020

Und 3 Monate später hatte ich meinen Studienplatz in Spanien an der Nordatlantikküste. Wie es dazu gekommen ist? Das ist eine andere Geschichte. Aber diese hier, die führte mich aus meinem verankerten Leben in ein vollkommen neues Sein. Unerwartet, ungeübt, unbekannt. Es war eine reine Achterbahnfahrt. Mir plötzlich vorstellen zu können an einem anderen Ort zu leben als meine Kinder. Zu studieren mit 44 in Spanien. Ohne wirkliche Computerkenntnisse und auch meine Sprachen 20 Jahre nicht gesprochen zu haben.

Es grenzte an Wahnsinn und meine Umgebung signalisierte mir, dass ich nah an diesem Wahnsinn wäre. Dabei fühlte ich mich in mir aber wach und wirklich. Und wirklich werden, das wollte ich mehr als alles andere. Und das wurde ich auch. Das Studium war mega anstrengend, aber es hat mich wachsen lassen und uns alle. In der Familie, die jetzt vollkommen anders organisiert war. Jeder war an einem neuen Platz gelandet.

Meine Masterthesis  hat sich mit Poesie und Wirtschaft auseinandergesetzt und genau das mache ich jetzt beruflich auch. Meine Profs in Spanien, die haben sanft gelächelt, als sie mein Thema hörten. Niemand hatte wirklich geglaubt, dass ich dazu Material finden würde. Es war genau das Gegenteil der Fall.

„The Management Decision“ hatte genau in diesem Jahr dem Thema „Poesie und Wirtschaft“ eine ganze Ausgabe gewidmet.  Und an der ETH Zürich wurde ich ebenfalls fündig. Es gab genügend Material und ich war begeistert, wie Poesie und Kunst in Unternehmen bereits wirksam eingesetzt wurde und nach wie vor wird.

Es brauchte aber noch einige Jahre, bis ich mein inneres standing aufgebaut hatte. Mit meiner Art Sprache und Wirtschaft.  Erst gab es eine andere Etappe. Ich gründete eine Manufaktur für Reisekissen.

Wieso ich begonnen habe Kissen zu fabrizieren

 

100% natürlich gewachsene Leidenschaft für schöne Träume unterwegs

 

Mein Projekt mit Hierbas de Mallorca und der Serie „Scents of Light“ Signature Kissen für Hierbas de Mallorca

 

Kleine Handschmeichler für unterwegs beduftet mit Hierbas de Mallorca

Nach meinem Studium in Spanien hatten mir alle prognostiziert, dass sich die Firmen um mich reißen würden. Die Kinder groß, die Kenntnisse auf dem neuesten Stand und ich flexibel. Genau das Gegenteil ist aber eingetreten und niemand hat sich wirklich für mich interessiert. Es war exakt eine Firma, die mich als Geschäftsführerin, beinah, eingestellt hätte. Wenn da nicht ein zehn Jahre jüngerer Mitbewerber noch gekommen wäre.

Zu alt, zu wenig erfahren, zu langsam.

Tja, da ist nicht viel übriggebliebene nach der ganzen Plackerei als mich selbstständig zu machen. Da kam mir die Idee mit den Kissen für Menschen, die viel unterwegs sind und keinen richtigen Schlaf finden in Hotelbetten.

Für sie hatte ich mir ein ideales Format überlegt und es „moonme“ getauft. Mit einer Schweizer Näherin gemeinsam bin ich in das Abenteuer Kissenmanufaktur gestartet und wir beide haben es geliebt. Wir haben beduftete Kissen hergestellt aus feinsten Stoffen und sie beduftet mit etherischen Düften von Prof. Wabner. Dazu noch ein kleiner Impulstext von mir.

Alles lief wunderbar, aber die Kosten galoppierten davon und es kamen die notwendigen Einnahmen leider nicht zurück. Ich begann meine Arbeit zu kombinieren mit meiner Körperarbeit und fand im Float in Zürich einen wunderbaren Rahmen dafür. Auch die Kissen haben dort eine kurze Heimat gefunden.

Meine Füsse standen Richtung Zürich und dann ist alles doch ganz anders gekommen.

 

Wie komme ich nach Mallorca mit 50+ und wieso Mallorca und nicht Nordspanien?

 

Unser gemeinsames Buchbaby in dem wir Lebensthemen und Küchenthemen verbinden

Während all dieser Turbulenzen begegnete mir im Internet ein Privatkoch auf Mallorca mit dem ich begonnen hatte, lange und ausführliche Telefonate zu führen.  Wir waren beide ziemlich neu selbstständig und es gab viel Gesprächsstoff und auch viel Neugier. Auf den anderen. In diesem anderen Land.

Nach einem Besuchstag auf Mallorca und weiteren Besuchstagen von ihm bei mir in München und weiteren Telefonaten, da war schnell klar, dass ich bereit war nochmal meine Pläne zu ändern und wirklich nach Spanien zu gehen. ich war gerade 50 geworden und meine älteste Tochter auf dem Weg Mutter zu werden.

Dieses Foto ist in der alten Apotheke entstanden nach einem wunderbaren Abend mit unseren Gästen am TISCH. Das Foto hat Cornelia Jost von uns gemacht … Ich mag es sehr!
Der Tisch war 6 Jahre eine feste Einrichtung in meiner alten Apotheke in Felanitx

Ich habe lange gezögert, ob eine gute Mutter wirklich wegzieht, wenn ihre Tochter Mutter wird, aber ich habe mir ihr Leben angeschaut und bin zu der Überzeugung gekommen: Sie ist groß und stark. Sie schafft das. Es geht. Ich kann gehen und trotzdem für sie da sein, wenn sie mich braucht.

Und so haben wir es dann auch gemacht und ich bin mit meinem ganzen Leben nach Mallorca gezogen. Und hier bin ich also jetzt mit 62 und selbständig unterwegs als LIFE STORY MENTORIN. Begleite Menschen in neue Geschichten. Unterstütze Menschen dabei ihre alten Geschichten  zu befrieden und schreibe Visions Poesie für Menschen in Unternehmen.

Paula & Theo ist eine Geschichte in meinem Leben, die zu Ende gegangen ist
Die Impulsgeschichte Koivu beschreibt den Weg ins eigene innere Licht und ist ein Impuls für Menschen, die ganz zu sich selbst kommen wollen und ihre ganze Fülle leben wollen. Es ist eine Impulsgeschichte, die einlädt sich mit der eigenen Natur zu verbinden und dann auch die Verbindung zur Natur um uns zu feiern. Es ist ein Lebenstanz in dieser Geschichte, der mit Freudentränen endet. Buchbar bei Gudrun Otten; Mallorca, Life Balance Coaching; Vom Spagat in die Balance; Geschichten für Menschen in Führungspositionen
Eine meiner Impulsgeschichten für eine liebe Klientin

 

Gemeinsam haben Jens und ich ein Buch ( Hier der Link zu einem Video von unserer Wohnzimmertour ): 2:17 geschrieben und ich habe zwei weitere Bücher in meinem Portfolio. Sitze hier in einem alten Klostertrakt und bin seit zwei Jahren online unterwegs.  Keineswegs mehr sprachlos.

Hier gibt es einen weiteren Blogbeitrag zu meinem aktuellen Klosterleben: https://www.go-impuls.com/wie-ich-ploetzlich-20-brueder-bekam-und-was-eva-maria-gutt-damit-zu-tun-hat/ )

In diesem Gemäuer finden die phantastischsten Geschichten statt

Das war eine lange Reise rückwärts und jetzt geht es nach vorne. Mit Vollgas!

Vielen Dank an Judith und ihre #boomboomblog2022 Challenge und die wunderbare Energie, die von Dir ausgeht. Du bist eine Anstifterin für mich und für so viele Menschen. Das ist wunderbar.

Hier geht es auf die Seite von Sympatexter: https://www.sympatexter.com.

Am 6. Juni startet eine neue The Blog Bang Episode und bis Samstag kann man sich noch anmelden.

Danke fürs Lesen bis hierhin und wenn Du jetzt Lust auf etwas Süsses bekommen hast, dann schau gerne in meiner Wort Patisserie vorbei. Hier gibt es zuckersüße und bitternötige Impulse. In aller Kürze auf den Punkt gebracht, andere Sätze. Von mir gesprochen für Dich. Hier der LINK zur kostenfreien Buchung:

https://www.go-impuls.com/wort-patisserie/

 

Poesie und Deine Geschichte

Was wäre anders in Deinem Leben, wenn Deine persönliche Geschichte nicht mehr der Ort tiefer Erschöpfung wäre, sondern ein unerschöpflicher Quell für Kraft und Inspiration, Verbundenheit und Freude?

Was wäre anders in Deinem Leben, wenn Deine Arbeit eine wachstumsorientierte Reflektion Deiner persönlichen Entwicklung präsentieren würde?

Was wäre anders, wenn verwundete Themen heilen dürften und endlich ihr kreatives Potential vor Dir ausbreiten könnten?

Wäre es nicht schön, endlich einmal die Gefühle, Situationen, Beziehungen und Gedanken in eine neue Ordnung zu bringen? Sie mit einem neuen Blick zu betrachten und zu spüren, wie wenige Millimeter Dich immer wieder von einem tiefen inneren Frieden trennen. Deinem wahren Potential.

Meine Arbeit im StoryLAB beschäftigt sich im Schwerpunkt mit Geschichtenlücken. Also Orten in der eigenen Geschichte, die unverbunden und verbannt in unserem System ein ungehörtes und ungesehenes Leben fristen. Sie ruhen aber nicht einfach so in uns. Sie konsumieren Lebensenergie. Täglich mehr. Wir erschöpfen. Täglich mehr.

Oft ohne es zu wissen, landen wir langsam in einer tiefen Erschöpfung. Sind antriebslos und ziellos. Nichts scheint wirklich Sinn zu machen.

Vielleicht bist Du noch nicht an diesem Punkt, aber Du spürst, es gibt etwas in Dir, das liegt quer. Das blockiert. Das nimmt Kraft.  Das kommt nicht zu Wort. Du weisst nicht genau, was es ist, aber Du möchtest gerne hinter die Kulissen dieses Phänomens schauen.

Instinktiv machst Du Dich auf die Suche nach jenem Teil in Dir, der wild und ungezähmt die eigene Kraft nicht länger deckeln möchte, sondern würdevoll und stolz das Revier in Besitz nimmt, was schon lange darauf wartet entdeckt zu werden.

Dieser Tag ist ein Tag der Reise in Deine innere Landschaft. Du entdeckst, begleitet von mir, Regionen darin, die Du vielleicht noch nie besucht hast. Die Dir vielleicht Angst gemacht haben. Für die Du keine Worte hast. Gemeinsam finden wir, über die Worte hinaus, jene Gefühle, die ungesehen schon lange darauf warten, endlich gesehen zu werden.

Geschichten, die darauf warten, gehört zu werden. Unverbundene Geschichtenteile, die jetzt verbunden werden können und neue Energie fließen kann. Während jeder Etappe schreiben wir ein Poème.

Dein persönliches Poème aus dem Du Kraft gewinnst und Inspiration. Motivation und Leichtigkeit. Verbundenheit und Fülle neu erlebst. In Dir. Die Poèmes lasse ich hier drucken und schicke sie Dir zu. Sie werden sich verankern in Deinem Körpersystem und sie werden sich einweben in Deine Beziehungen und Entscheidungen.
Deinen Gedanken eine neue und andere Richtung geben.
Diese Poèmes sind eine Reflexion Deiner Reise. Deiner inneren Reise. Tief verbunden mit Deinen Worten, wirken sie heilsam in Deinem Bewusstsein und auch in Deinem Geschichtenkörper. Dessen Geschichtenlücken liebevoll gefüllt werden und die Energie wieder frei fließen kann.

Es wird ein Tag für Entdeckerinnen sein. Und ich habe 4 Plätze dafür reserviert. Es gibt noch 3 freie Plätze.

Wenn Dich das Thema interessiert und Du hast Lust dabei zu sein, dann freue ich mich über eine Mail an: info@go-impuls.com

Vor dem Retreat gibt ein Informationsgespräch und wir klären gemeinsam, welches Thema Du bereisen möchtest.

Wir starten am Sonntag um 10:00 mit der 1. Etappe und beenden den Tag ca. um 17:00 nach 3 einzelnen Reiseabschnitten von jeweils 1,5h. Dazwischen gibt es Pausen und Bewegungsraum. Das Retreat findet virtuell über ZOOM statt in einem geschützten Raum. Es wird keine Aufzeichnung geben.

Dein Invest: 210 € +21% IVA

Ich freue mich auf diesen Tag und auf Dich.

Noch nie …

Du musst um das bitten, was Du Dir wünschst

 

Wer kann ich nicht länger sein, wenn ich meine gesamte Energie und meine gesamte Weisheit integriere?

 

Das war die Frage für mich, als ich mich auf den Weg nach Irland, genau gesagt nach Cork, aufgemacht habe.  Noch genauer bin ich nach Barnabrow House gefahren. Ein ziemlich idyllisch gelegener Ort nah der Atlantikküste. Man hat dort das Gefühl in einem geheimen Garten zu sein, der einen magischen Blick freigibt auf Ballycotton Bay.

Ein Retreat Erlebnis erzählt von mir in 12 Bildern:

#1

Nachmittagskaffe mit Kuchen

Was wünschst Du Dir, ohne diesen Wunsch einmal wirklich geäussert zu haben?

Das klingt ziemlich einfach, aber wie sieht es aus bei Dir, wenn Du tiefer nachdenkst? Gibt es ein Gefühl, dass Du schon lange in Deinem Leben fühlen möchtest, aber es kommt einfach nicht zu Dir? Oder wünschst Du Dir schon ewig einen Ort, aber er scheint sich nicht zu zeigen? Oder einen Partner eine Partnerin? Aber niemand weit und breit? Geld für ein Projekt, aber keine Möglichkeit daran zu kommen.

Für mich war es ein Gefühl. Das Gefühl wirklich meine gesamte Energie in Besitz zu nehmen und sie zu integrieren. Nicht ein Fitzchen davon mehr zurückhalten. Die eigene Kraft vollkommen spüren und zulassen. Kein Schweigen mehr in Situationen, die dann Konflikte verursacht hätten, oder Ausgrenzung, oder das Gefühl der Lächerlichkeit.

Meine Expertise nicht mehr klein machen, sondern mich zeigen in meiner wahren Größe, meinem wahren Format. Worte sagen, die ungewohnt sind. Worte hören, die nicht ausgesprochen werden. Geschichten neu formulieren. Weibliche Narrative in eine kraftvolle und neue Wirklichkeit ausrichten.  Weibliche Kraft aktivieren und integrieren in alle Bereiche unserer Gesellschaft . Neue Formen des Lebens und Arbeitens initiieren. Frieden stiften in Geschichten. Den kleinen persönlichen und den großen kollektiven Geschichten.

Ich habe diesen Wunsch laut geäussert und ich kann sagen, er wurde augenblicklich erfüllt. In einer Gemeinschaft von Frauen, die sich absolut präsent auf diesen Moment und auf mich eingestimmt hatten. Mich gehört und gefühlt haben in meinem Wunsch. Diesen Wunsch auch in sich spüren konnten. Wir in tiefe Resonanz gegangen sind.

Aber zunächst hatte ich das Gefühl alles richtet sich gegen mich. Während ich darüber sprach, berührte ich alte Wunden. Unbewusst öffnete ich ein altes Feld mit dieser Äußerung, mit diesem Wunsch. Dieses alte Feld war eine tiefe Wunde, die begann sich augenblicklich zu rühren. Schmerzhaft. So erlebte ich den gesamten 1. Retreattag.

Ausgegrenzt und ungehört. Nicht beachtet und nicht verstanden. Nicht zugehörig und nicht wert. Schuldig. Schuldig. Schuldig. Mein altes Kriegsleiden war aktiviert worden. Plötzlich und unerwartet. Ich war im Kampf mit mir selbst, während der Tag durch mich durch zog. Dachte zwischendurch sogar daran aus dem Raum zu gehen. Habe es nicht gemacht. Ich war am richtigen Platz. Ich war sicher und geschützt in diesem Rahmen.

 

#2

Early morning walk

Wer kann ich nicht länger sein, wenn ich all meine Energie und meine Weisheit vollkommen integriere?

Jede Entscheidung hat Konsequenzen und es ist einem oft nicht bewusst, dass es eine Entscheidung braucht, damit Energie in Fluß kommen kann. In eine Richtung gehen kann. Eine Richtung bekommen kann, die mir Unterstützung gibt, mich weiter in mein Bewusstsein zu bewegen. Oft sind wir so verhaftet mit einem bestimmten Lebensmuster, dass wir die Alternativen am Wegrand gar nicht erst spüren.

Wir glauben, das Leben sei so, wie wir es erleben. Aber das stimmt nicht. Wir haben täglich die Möglichkeit neue Entscheidungen zu treffen. Mit der Folge, dass wir von etwas Abschied nehmen müssen. Etwas nicht mehr so tun wie bisher, nicht mehr so sind wie bisher. Wir einen neuen, wahren Aspekt verkörpern. Ab jetzt.

In meinem Fall hat das geheissen, dass ich mich nicht weiter verstecken kann in meinem Halblicht, dass ich mir selbst im Laufe meines Lebens verpasst habe. Für andere die Spotlights halten und andere beleuchten, das war mein Muster. Im Beruf ist das wunderbar.  Aber auch da habe ich das lange vollkommen kostenfrei einfach so getan. Weil ich es konnte. Ich habe mich sehr lange nicht getraut Grenzen zu setzen und meinen Wert zu kommunizieren. Einen Preis zu haben. Einen Wert. Eigene Wertschätzung.

Mehr und mehr integriere ich und kommuniziere ich auf meine eigene und neue Art. Und ich genieße dieses Wellenreiten in mir dabei. Ich genieße mich selbst unterwegs immer mehr! Ich kann nicht mehr die sein, die ihr Licht unter den Scheffel stellt und ich kann nicht mehr die sein, die ihren eigenen Sinn und Wert auf dem Markt verschleudert. Ich kann nicht mehr die sein, die schweigt.

 

#3

GO

Ohne Fragen erlauben / Sich bewegen ohne den Boden zu berühren / Sprechen ohne Worte zu benutzen

Fällt es Dir leicht oder schwer im Ungewissen zu navigieren? Wie bewegst Du Dich über unsicherem Boden? Welche Sprache benutzt Du für das Unaussprechliche? Ich nenne sie die Fähigkeiten der neuen Welt in die wir uns gerade hineinentscheiden und bewegen.

Zu wissen, dass nur aus der Ungewissheit das Neue entsteht und wir nicht weiter permanent unseren Verstand versuchen nach neuen Lösungen zu durchstöbern. Er kennt sie nicht und er hasst die Ungewissheit. Er ist trainiert und konditioniert, Dich da zu halten, wo Du bist. Das ist sein Job. Wir sollten also üben durch die Ungewissheit zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Neu in uns Gefühle zu spüren, die uns den Weg zeigen werden.

In kleinen Schritten. Wir bekommen oft kleine Schritte ermöglicht, bevor wir das Große und Ganze betreten. Es ist Neuland und es ist höchst spannend, sich Schritt für Schritt auf den Weg zu machen und vertraut zu werden mit der neuen Ressource UNSICHERHEIT.

Schicht für Schicht legen wir ab, was uns beschwert, nehmen den Druck aus den Gedanken und dem Körper. Lernen neu zu vertrauen auf den inneren Boden, der trägt und hält. Lassen uns unsichtbare Flügel wachsen, die uns zielsicher dahin navigieren, wo wir weiter wachsen, kreativ sein können und uns in unsere wahre Kraft begeben. Jenseits von Beweis und Schuld.

Wir lernen nach Früchten zu greifen, die vor unserer Nase sind. Die bereit sind in unsere Hände zu fallen. Wir müssen einfach aufhören nach ihnen zu suchen. Sie sind längst in greifbarer Nähe.

 

#4

Liebe ist wie eine warme Decke

Die Kriegerin in Dir stellt die Liebe nicht in Frage. Wenn wir von der Liebe sprechen, was wäre für Dich ein untrügliches Zeichen bedingungsloser Liebe für Dich selbst?

Woran würdest Du erkennen, dass Du Dich so wertschätzt, wie Du es auch von anderen Dir gegenüber erwartest? Wie frei würde Dich das machen im Umgang mit anderen Menschen? Du könntest vollkommen verbunden mit Dir selbst jeder Situation begegnen und wüsstest immer, um Deine Werte und Deinen Wert. Du könntest aus einem tief verbundenen Bewusstsein agieren statt aus dem Verstand zu reagieren.

Ich habe die Sache mit der Selbstliebe immer etwas argwöhnisch betrachtet, denn bei uns hat es immer geheißen: Nimm Dich nicht so wichtig. Das fand ich plausibel, denn das sagten mir meine Eltern. Das musste stimmen. ich habe das geübt. Und ich habe es perfekt beherrscht. Bis ich mich begann innerlich aufzulösen. Hummer beginnen sich in Gefangenschaft selbst aufzufressen. Manchmal hatte ich so ein Gefühl.

Heute habe ich mehr Eigengefühle statt Fremdgefühle. Spüre, was ich brauche und agiere dementsprechend. Immer noch um mich schauend, immer noch mich einfühlend, immer noch verbunden, aber aus einem vollen Herzen fließend. Nicht aus einem Mangel agierend. Nicht fragend, sondern antwortend.

 

#5

All the lights on

Komm aus dem Schatten ins Licht und spüre, wie alles ganz natürlich zu Dir gehört mit dem UND … alles ist DU

Wenn Du aufzählen wolltest, was alles zu Dir gehört, würde das sicher eine lange Liste werden, oder? Wir nehmen so viel einfach so ohne uns wirklich bewusst zu werden, wie kostbar jedes einzelne, winzige kleine Atom von uns ist. Wie wundervoll wir als Energie, als Organismus sind. Wieviele Dinge zusammenspielen müssen, damit wir uns in unserem Leben so bewegen können, wie wir das tun.

Es lohnt sich einmal wirklich alle inneren Schätze zu bergen, sie anzuschauen, zu bestaunen und auch die Schatzkisten mit ans Licht zu holen, die in der hintersten Ecke verschwunden sind. Vielleicht sind es alte Wunden, die fest verschlossen im Dunkeln einen langen Prozess der Isolation durchlaufen haben. Oft mürbe geworden und bereit jetzt ihr magisches Potential zur Verfügung zu stellen.

Die Heilung steckt bereits in den Wunden. Sie müssen ans Licht, damit sie sich in diese Kostbarkeiten verwandeln können.  Geschichtenphotosynthese, nenne ich das. Wertschätzung, Selbstwertschätzung bringt sofort ein Gefühl von Dankbarkeit und Präsenz. Wir blicken auf das , was wir erreicht haben und spüren darin uns selbst. Auch wenn sich die Bedeutung vollkommen aufgelöst hat, spüren wir die Energie, die wir in etwas gesteckt haben. Auch um es zu überwinden.

Du bist das und das und das und das und das und das und das und das und das

 

#6

Irish Deco Style

Werde sichtbar über alle bekannten Limitierungen hinaus

Was passiert, wenn wir uns immer in den einmal gesetzten Schranken und Schubladen bewegen. Uns immer diesen Rahmen überstülpen und alles was übersteht rigoros abschneiden? Wir begrenzen uns und unser Wachstum. Wir nehmen anderen die Möglichkeit uns als die zu erkennen, die wir wirklich sind.

Wir nehmen uns die Möglichkeit uns in ein tieferes Bewusstsein zu entfalten und so eine Wirksamkeit in der Welt zu entwickeln, die über alle Limitierungen hinaus geht. Wir nehmen uns die Möglichkeit über uns selbst hinauszuwachsen. In uns selbst hinein. Wir nehmen uns die Möglichkeit, tief verbunden mit unserem Planeten Erde, Mutter Erde in einem Rhythmus zu schwingen und so ihre Weisheit in uns übergehen zu lassen.

Selbst Übergang zu werden, zwischen den Welten. Zwischen den Polen, Zwischen den Distanzen. Den Diskrepanzen. Den Brüchen und Gräben in den Geschichten der Menschen. Zwischen unseren inneren Fragmenten.  Wir nehmen uns unser heilsames Potential und enthalten es der Welt vor. Was dann geschieht ist sehr sichtbar in der Welt.

Ungleichgewicht entsteht, wenn permanent harmonisierende Kräfte sich selbst unterdrücken, sich selbst sabotieren und blockieren und ihre wertvollsten Ressourcen nicht in die Welt tragen. Was passiert, wenn wir unsere Limitierungen verlassen? Über uns selbst hinaus unsere Grenzen neu ausloten? Es passiert das Neue. Das Unerforschte. Das Herbeigesehnte. Und Herbeigebrauchte. Es passiert das Ankommen bei sich selbst. Nicht mehr manipulierbar, nicht mehr berechenbar, nicht mehr steuerbar.

 

#7

Show your true colors

Zeige Deine wahren Farben / Höre mit einem blühenden Herzen / Und lass es durch Dich in die Welt kommen

Wahrscheinlich ist es Dir nicht unbekannt, das Gefühl immer beschäftigt zu sein. Jeder Tag ist angefüllt mit tausenden von Dingen, die erledigt werden müssen. Es geht gar nicht anders. Anders ist es undenkbar. Hast Du schonmal überlegt, dass das ein wunderbarer Mechanismus ist, Dich von Dir selbst fernzuhalten? Ich nenne es den Selbstvermeidungsreflex.

Wieviele Menschen gibt es, die nicht wirklich ihre Bestimmung kennen, kein Gefühl für sich selbst haben und nicht wissen, in welche Richtung sie steuern sollen. Was wirklich Wert und Bedeutung für sie hat. Wofür sie wirklich brennen. Wo sie Wirksamkeit entfalten.

Ich hatte es lange abgestellt, dieses Gefühl für mich. Es hatte mir ziemlich viel Ärger eingebracht und irgendwann, da war für mich klar, dass ich dagegen nicht ankomme. Die Erwartungen von Aussen, die schienen wichtiger, nicht änderbar und also zu erfüllen. Darin war ich perfekt. Und bis zu einem gewissen Grad hat mich das auch froh gemacht, denn so liebte mich die Welt. Jedenfalls meine kleine Welt. Scheinbar.

Jeder Mensch hat seine eigene Schwingung, seine eigene Farbe, die Emotionen auslöst und so den Körper und seine Haltung beeinflusst. Unsere Entscheidungen prägt und unsere intuitiven Kräfte aktiviert. Zeig Deine wahre Farbe. Wohin zieht es Dich gerade? Welche Farbe tut Dir gut. Zu welcher Farbe fühlst Du Dich hingezogen? Zieh sie an. Bring sie in Deine Wohnung. Auf Deinen Teller. In Deinen Körper und beginne mit einem blühenden und gedeihenden Herzen zu hören auf Dich und was durch Dich in die Welt kommen mag.

Es ist Teil eines großen Heilungsprozesses. Kollektiv!

 

#8

 

Lebensgewebe

Ich bin mitfühlend und neugierig / Ich bin stolz auf die, die ich bin / Ich bin bereit / Es ist sicher

Wenn man sich selbst gegenüber mitfühlend ist, bedeutet das nicht, dass andere Menschen enttäuscht und ungesehen davonziehen. Es ist unerlässlich für vertrauensvolle und wachstumsorientierte Beziehungen, dass nicht aus einem Mangel heraus agiert wird, sondern aus der Fülle. Der Fülle an Bereitschaft, an Neugier, an Möglichkeiten und Perspektiven.  An Wertschätzung für sich selbst. Bin ich selbst stolz auf mich, dann bin ich frei davon, dass andere Menschen das für mich erledigen müssen. Also, das Stolzsein.

Ein Mensch, der sich selbst sieht, ist auch in der Lage einen anderen Menschen in der Tiefe zu sehen und zu erkennen, was das Wesen dieser Beziehung ausmacht. Das braucht vielleicht etwas Übung im Hören. Im Zuhören: Sich selbst und einem anderen.

Nicht schon eine Entgegnung parat haben, wenn eine kühne Idee, ein gewagter Vorschlag plötzlich im Raum sind. Hören, bis es zu Ende gesagt ist. Oft ist darin schon der halbe Weg enthalten. Wenn Du Dich in einem Gespräch ganz sicher und entspannt fühlst, dann entsteht ein co_creativer Prozess aus dem Möglichkeiten wie frische Blüten aufsteigen. Gibt es eine Beziehung in Deinem Leben, in der das nicht möglich ist? Kannst Du mit Hören etwas verändern daran?

 

#9

La Violetta

Ich bin Du und Du bist ich / Zeig mir den Ort an dem Deine Träume geboren werden

Manchmal glauben wir schon etwas zu wissen. Von uns selbst und von anderen. Wie glauben zu wissen, weil es immer schon so war, weil wir es immer schon so gemacht haben und weil das alle so machen. Da hat noch nie jemand was anderes gemacht. Diese Einstellung ist ein Traummassengrab. Oft genug bemerken wir nicht einmal, wenn wir eine Wiederholung nach der anderen hinlegen. Wie Automaten haben sich bestimmte Denkweisen eingegraben ins Bewusstsein.

Sie werden nie hinterfragt. Diese Veilchen oben auf dem Bild, die habe ich bei einem sehr frühen Morgenspaziergang gefunden. Sofort dachte ich, die Blüte ist die Mutter und an der Seite ist die kleine Tochterblüte. Ich dachte dabei an meine Mutter und mich.  Das war überraschend.

Meine Mutter ist schon fast 20 Jahre tot und längst in einem neuen  Energiefeld.  Und plötzlich veränderte sich die Vorstellung. Es war genau umgekehrt auf einmal. Ich sah, wie die Tochter in voller Blüte steht und die Mutter bereits in einer Verpuppung.  Einem Übergang. Einem Neuanfang. Kurz vor dem Aufblühen. Das hat mir irgendwie sehr gut getan und ich habe mich auf eine unspektakuläre Weise an diesem Tag neu mit mir selbst verbunden und meinen Träumen. Sie schienen voller Freude meiner Einladung zu folgen, dort an diesem Wegrand. Und öffneten mir eine neue Sicht auf den Lebenskreislauf und mich darin.

 

#10

Innere Balance finden auf einem Bein

Goldenes Sonnenlicht trifft auf die Kante eines magischen Eies / Wer möchtest Du als nächste werden?

Es gibt Zeiten, da spüren wir deutlich eine Veränderung in uns. Wir haben Lust auf andere Menschen, Gespräche, Beschäftigungen. Erkenntnisse. Die Gedanken wägen ab und es geht hin und her.  Wie das Sonnenlicht, dass plötzlich auf die Kante eines rohen Eies trifft und es wärmt und einlädt, sich zu zeigen. So fühlen wir uns von etwas beleuchtet und gewärmt, angezogen.

Manchmal folgen wir dem Gefühl. Meistens folgen wir den Gedanken.

Oft genug bilden wir dabei ganze Gedankenwolken und gelangen immer tiefer in eine Art Stillstand, Aktionslosigkeit. Entmutigung. Was da hilft, ist zurück in den Körper zu finden. Etwas mit dem Körper zu tun, was den Verstand überrascht. Zum Beispiel auf einem Bein stehen, wie ein Flamingo.

Wir können uns so, genau wie die Flamingos, tief in der Erde verankern und eine stabile Balance zwischen Himmel und Erde in uns herstellen.. Auch mit nur einem Fuß auf dem Boden. Es ist eine wunderbare Übung in Zeiten von inneren Stürmen und Disharmonien einmal für eine Zeit auf nur einem Bein zu stehen: Ein Fuß auf dem Boden und ein anderer Fuß angehoben.

Du kommst sofort aus Deinen nicht enden wollenden Gedanken  und landest in Deinem Körper und dem Körper von Mutter Erde.

Probier mal aus!

#11

Kleines Detail mit Licht

In jeder Seele ruht ein Poeme / Wach auf und lausche Deinem

Wenn Du Dir vorstellst, so tief mit Dir verbunden zu sein, dass sich Deine Grenzen beginnen auszulösen, dann bist Du sehr nah an jenem Ort, wo Deine Seele in einem wunderschönen Poeme ruht. Einverstanden im Rhythmus der eigenen Zeit spülen sanft Worte an Deine inneren Ufer, die das Potential haben, Dir jeden Möglichkeitsraum zu öffnen.

Tief eingelassen in Dich selbst kommt zu Dir, was zu Dir gehört. Du musst nur nicht eingreifen, geschehen lassen, was geschehen will. Präsent sein. Entspannt und wach.

Hör mal!

 

#12

Meine Accountability Buddy Marlene

Eine Kriegerin / Eine Frau, die die Liebe nicht in Frage stellt / Die Frau, die sich exakt dort abholt, wo sie ist

 

Wir alle haben eine solche Kriegerin in uns. Eine friedvolle Kriegerin, die in der Liebe ihre Kraft findet und sie auch von dort holt. Eine Kriegerin, die sich nicht selbst verrät für eine Anerkennung, die manipuliert. Eine Kriegerin, die intuitiv weiss, welcher Schritt der nächste ist. Und die die Kraft für den Weg  aus ihrer tiefen Verbundenheit mit Mutter Erde schöpft.

Eine Kriegerin, die nicht schweigt und deren Worte neu verbinden. Das Unverbundene in uns. Die Kriegerin, die aus sich selbst heraus agiert.

Wir sind alle auf dem Weg. Gemeinsam. Es waren herzverbundene und sehr lehrreiche 3 Tage dort in Cork. Sie haben einen tief in mir vergrabenen Schatten eingeladen zum Tanz. Jetzt ist er zu Ende. Es ist integriert, was ich integrieren wollte und ich spüre jetzt anders meinen Weg. Bin dankbar für die Zeit mit 12 wunderbaren Frauen unter der Begleitung und Anleitung von Marcia O´Regan.

Diese Impulse waren in Kurzform die Prozessthemen der einzelnen Frauen dort. Ergebnisoffen haben wir uns eingelassen auf eine co_creierte Erfahrung. Im Vertrauen, dass sich das zeigen wird, was gerade verarbeitbar ist, was dran ist. Wir haben gegenseitig für uns den Raum gehalten.

Ich habe diesen Artikel als Impulspapier geschrieben. Vielleicht gibt es jetzt im Mai eine neue Energie, die Du spürst. Eine Art Aufbruchstimmung und Du könntest Dich davon mitreißen lassen und ganz bewusst aufbrechen zu neuen Gedanken, Gefühlen, Beziehung und Entscheidungen.

Wenn ich Dich dabei unterstützen kann … freue ich mich auf Deine Mail im Mai!

Herzensgruß von Gudrun

P.S: Hier gibt es Informationen von Marcia und Ihrer Membership: https://glowyourtruecolours.mykajabi.com/divinelyprosper

 

 

 

Wie ich plötzlich 20 Brüder bekam und was Eva Maria Gutt damit zu tun hat

Eva Maria Gutt und die systemische Aufstellung

 

Wie hängt alles zusammen und wie passen wir in diese Zusammenhänge hinein? Manchmal scheinen sich keine Lösungen zu zeigen, kein Weg zu öffnen und keine Möglichkeiten greifbar. Wir navigieren in einer Art Dunst und Nebel mit den Gedanken, die sich darin auflösen. Solche Schleifen kann man ewig drehen … oder sich professionell unterstützen lassen.

Wahrscheinlich geht es uns allen ähnlich in dieser besonderen Zeit: Themen, die wir irgendwie aufgeschoben haben, die wir nicht wirklich auf die Prioritätenliste gesetzt haben, die kommen jetzt. Mit Macht und Kraft sprudeln sie an die Oberfläche und lassen sich nicht mehr an den Lebensbeckenrand schieben.

Es gilt einen nächsten Entwicklungsschritt zu tun und der steht JETZT an und nicht später, irgendwann, wenn … Wenn ja, was wenn? Für mich ist so ein Thema mein Lebensort. Mein zu Hause. Seit vielen Jahren ein alter Klostertrakt in Felanitx, im Osten von Mallorca.

Das Thema ORT allerdings ist so etwas wie ein Lebensthema.

 

Ich war bereits an den wunderbarsten Orten, aber eine tiefe innere Unruhe hat mich doch nie wirklich ankommen lassen. Da, wo ich war. So ist es auch hier auf der Insel und in diesem Kloster. Da kam Eva Maria Gutt mit einem Angebot, an das ich schon länger gedacht hatte:  Eine systemische Beratung in Anspruch zu nehmen. Zu diesem Thema.

Wir haben schnell und unkompliziert einen Termin gefunden und bereits im Vorfeld begann sich in mir etwas zu bewegen. Grundlose Vorfreude, tiefes Vertrauen und eine herzliche Gewissheit, dass ich einen großen Schritt weiter kommen würde mit meinem Thema. Wir hatten noch nie zuvor eine Arbeit in dieser Richtung.

Ich wusste, dass Eva Maria genau den Blick auf die Situation richten würde, den ich ( noch ) nicht einnehmen konnte. Es war wie eine gemeinsame Reise. Ich nahm daran teil und konnte mich vollkommen entspannt einlassen auf die Fragen und Impulse. Intuitiv antworten und nichts weiter tun müssen. Diese tiefe Entspannung war wie eine Kur.

Es wurden Gegenstände auf einem Papier in eine Ordnung gebracht, in einen Sinnzusammenhang gestellt. Ich war Zuschauerin. Wählte allerdings die Objekte, die sich dann dort in einen Zusammenhang bringen ließen. Eva Maria ordnete meine Themen intuitiv und verbunden und brachte gewohnte Zusammenhänge in einen neuen Kontext. Überraschend entwickelte sich das Thema neu und zeigte ein unerwartetes Potential.

Mein Körpersystem entspannte weiter in die Bilder und Kommentare. Ein Gefühl von Wahrheit und Frieden breitete sich in mir aus. Eine Wahl hatte ich. Da, wo ich vorher ratlos gewesen war, da zeigten sich plötzlich die Zusammenhänge. Wie Schauspieler auf einer Bühne. Zuerst versteht man nicht wirklich, welches Stück dort gegeben wird, aber sehr schnell beginnen die Szenen sich logisch aneinanderzureihen.

Plötzlich weiß man. Das ist ein schöner Moment.

 

Alles stimmt und ist stimmig. Wie es war und wie es ist. Ich kann das Bild, so wie es am Ende lag, tief in mir verankern und spüre, wieviel Kraft gelöst wird und mir für meinen Weg wieder zur Verfügung steht. Ich sehe die Bedeutung des bisherigen Weges mit den bisherigen Gefühlen und komme zurück in ein Gefühl der Verbundenheit. Auch mit diesem Ort Kloster.

Ein tiefer Prozess ist in Gang gekommen und wir beenden die Sitzung mit wegweisenden Sätzen und Impulsen von Eva Maria, die nachklingen und mich vollkommen entspannen. Etwas in mir ist zur Ruhe gekommen. Etwas in mir weiß. Etwas in mir ist in einem tiefen Vertrauen. Sinn kommt in diese Geschichte.

Natürlich ist das Leben in einem stillgelegten Klostertrakt mit der Kirche und ihren Themen verbunden. Nicht in dem Sinn, dass wir hier eine Messe abhalten oder in irgendeiner Form irgendeiner Kirche dienen. Aber in diesen Räumen gibt es Gegenstände, die von der Anwesenheit einer kleinen Bruderschaft erzählen. Aus der Garage habe ich z. B. ein Fresko geholt in der Folge dieser Arbeit und dem Impuls von Eva Maris folgend.

 

Das ist mein Leib

 

Es geht um eine alte Geschichte. Es geht um ein Narrativ, dem wir alle immer noch unbewusst folgen. Es geht um Schuld und Scham, um Eva und das Paradies. Es geht um die Verführung und das Wissen wollen. Es geht darum, Schweigen zu brechen. Vor allem weibliches Schweigen.

20 Brüder haben hier in diesem Kloster gelebt. Es ist im 16 Jhdt. erbaut worden und knapp 100 Jahre danach wieder verlassen worden. Alle Bruderschaften hier auf der Insel wurden verboten und aufgelöst. Die Räume weitestgehend privatisiert.

Die Kirche nebendran funktioniert noch und ihre Glocken begleiten unseren Tagesrhythmus hier. Dicke Wände, die so viele Geschichten in sich tragen.

 

 

Es ist Montag und ich feiere auf Empfehlung von Eva Maria ein kleines Fest hier für die 20 Brüder, die plötzlich Raum einnehmen dürfen hier. Sich nochmal zeigen dürfen, nochmal gesehen werden. Für jeden habe ich einen Apfel gekauft. Auch einen für mich und daraus wird im Laufe dieser Feier eine Tarte.

 

Der Boden kommt bei einer Tarte nach oben … als Decke und 2 Frauen sitzen mit am Tisch

 

Nachdem die Tarte fertig gebacken war, habe ich sie gestürzt. Das obere kam zuunterst. Auch dieses Bild hat mir sehr gefallen, denn so habe ich die Arbeit mit Eva Maria empfunden: Das Unterste kam nach oben und umgekehrt dann auch. Wieviel liegt in unseren unteren Schichten des Bewusstseins? Wieviel davon haben wir einmal angeschaut und umgedreht?

Im Laufe dieser Arbeit kam auch eine Erinnerung an meine Mutter zurück. Sie war Teil eines Ordens. Arbeitete als Krankenschwester dort und hatte überlegt diesem Orden tatsächlich beizutreten. Diese Entscheidung hat sie allerdings revidiert und das war mein Glück, denn sonst wäre ich nicht geboren worden.  Auf dem Foto unten ist sie in der 2. Reihe die 3. von rechts! Da als Schwesternschülerin.

 

Es ist kollektiv gerade sehr spürbar, dass sehr viel immer noch unbearbeitet und unbewusst in unseren Tiefen ruht und darauf wartet, gesehen und gehört zu werden. Auch Menschen, die bereits sehr viel biografische Arbeit z.B. gemacht haben, spüren gerade erneut, wie auch die letzte Ecke und der letzte Winkel durchgespült werden will. Von einem neuen Licht. Einem neuen Bewusstsein.

Das ist für mich nicht anders. Trotz 25 Jahren Arbeit an und mit einem transgenerationalen Trauma nach dem 2. Weltkrieg. Ich bin dankbar, dass ich sehr gut geführt bin und Menschen in meinem Lebenskreis sind, die ein Interesse haben an Wachstum. Gegenseitigem Wachstum. Ich wertschätze das sehr.

 

 

Für mich ist es das weibliche Narrativ an dem ich wachsen möchte und mit dem ich wachsen möchte. Wir sind gerade in einer Narrativlücke angekommen. Das alte Narrativ ist wirkungslos geworden und ein neues Narrativ wird gerade erst geschrieben. Kollektiv. Von uns allen. Das ist bedeutsam. Für unsere gesamte Menschheitsgeschichte, deren Teil wir sind.

Es ist ein so großes Ungleichgewicht entstanden zwischen den männlichen und weiblichen Kräften. Es ist so offensichtlich. Die Prinzipien sind nicht in Harmonie und jede Frauenstimme, die verbunden mit ihrer wahren weiblichen Kraft ist, die ist wesentlich. Darf nicht länger fehlen. In ihrer unverwechselbaren und wiederherstellenden Kraft. Mutter Erde hat bis jetzt alles aufgenommen. Aber schon lange ist ihre Kraft am Rand einer tiefen Erschöpfung.

Wir alle wissen das. Wir alle sehen das. Wir alle können sofort beginnen.

 

Noch immer arbeiten die Bilder und meine Sitzung mit Eva Maria Gutt in mir und ich spüre, wie die Prozesse in mir eine neue Sicht ermöglichen. Auf mich selbst und mein Leben. Auf alles, was ich jetzt entscheide. Das ist eine wesentliche Qualität dieser Arbeit: Sie löst tiefe innenpsychische Prozesse aus in deren Folge geschieht, was folgerichtig geschehen soll.

Es ist tiefe Hingabe an einen solchen Prozess erforderlich. Es ist Bereitschaft erforderlich und Vertrauen. Es ist ein Gegenüber erforderlich, das diesen Raum schützt und hält. Beides war während der Zeit mit Eva Maria Gutt natürlich und da. Kein Druck sondern ein Fluß. Keine Vorgabe sondern Hingabe. Keine Erwartung sondern Loslassen.

Auf diesem Weg möchte ich mich bedanken für Deine Arbeit und die Prozesse, die sie ausgelöst hat und ich möchte Eva Maria Gutt weiterempfehlen an Menschen, die bereit sind, sich Themen zu nähern, die gerade jetzt hochkommen. Oder vielleicht schon lange darauf warten gesehen und gehört zu werden. Berührt zu werden durch diese Arbeit.

Wer sich informieren möchte, dem empfehle ich ihre Webseite: https://www.eva-maria-gutt.de

Ja, so habe ich jetzt 20 Brüder dazugewonnen und sie werden mich sicher noch ein Stück meines Weges begleiten. Mit ihrer gelösten Energie, die sie mir freundlich zur Verfügung stellen.

Wir sind alle tief verbundene Wesen, die ihren Ort prägen und die von ihrem Ort geprägt werden. Vielleicht oft unbewusst, aber vielleicht inspiriert Dich diese Geschichte, Deinen Ort auch unter einem solchen Aspekt zu betrachten und mal nachzuspüren, welche Bedeutung der Ort an dem Du lebst für Dich hat.

Ich freue mich über Erfahrungen und Kommentare hier unter diesen Beitrag und wahrscheinlich werde ich auch nochmal berichten, wie es so weitergegangen ist mit den Brüdern, dem Kloster und meiner Ortsgeschichte.

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Herzensgrüße aus dem fröhlichen Kloster von Gudrun Otten & ihren 20 Brüdern