JahresrückWOK co_creativ 2021

JahresrückWOK 2021

Mein JahresrückWOK 2021

Raffinierte Lebeleichtigkeit und die Mutter der Flüsse

 

Navigieren in der Ungewissheit. Das Nichts aushalten. Nicht wissen, nicht kontrollieren, nicht glauben können. Ohnmacht und Angst in der Tiefe spüren. Der Fluß des Lebens ins Stocken geraten.  WORUM GEHT ES WIRKLICH? Die Zeiten sind aussergewöhnlich. Immer noch. Was für eine Möglichkeit für Neues!

Für mich geht es auch in 2021 um den Frieden in der eigenen Geschichte und den roten Faden, der sich durch sie zieht. Die Kraft, die in ihr steckt und die Verbindung, die wir durch sie zu uns selbst und zur Welt herstellen. Ich hatte auch in diesem Jahr das tiefe Gefühl des Angekommenseins in meiner eigenen Geschichte.

Es geht um Verbindung und nicht um Trennung. Es geht um Bedeutung und nicht um Absicht. Es geht um Wirksamkeit und nicht um Wirkung. Es geht um die Heilung eines kollektiven Traumas, dass wir langsam zulassen und wahrnehmen. Wir langsam beginnen unsere ganze Geschichte zu erzählen.

 

Unser Buch „GO into your kitchen“ bei den Vereinten Nationen in Genf … mein kleiner Gruß aus der Küche 2017 ; Photocredits: Jens F. Kruse

Für mich ist die Küche der Ort für leicht zugängliche Transformation.

In ihr erleben wir Veränderung als natürlichen Vorgang, nehmen Verbindung auf zu den Lebensmitteln, die sich unter unseren Händen verändern. Spüren ihre Herkunft und atmen den Geist der Menschen, die sie gepflanzt, gepflegt und geerntet haben. Spüren Verbundenheit mit Orten, Elementen und unserem Leben.

Diese Verbundenheit haben wir in großen Teilen verloren.

 

Unser kraftvoller Lebensstrom ist ins Stocken geraten. Die Frage ist:  Wie bringt man einen ins Stocken geratenen Fluß wieder zum Fließen? Gibt es auch dafür ein Rezept? Eine Reihenfolge an Handlungen, die zu einem geplanten Ergebnis führen? Wir haben eine ansehnliche Sammlung an Kochbüchern in unserem Kloster und eins davon, das hat mich besonders angezogen: Michael Langoth  und sein Mekong Food Kochbuch.

„Wir haben nur relativ wenige Rezepte im Buch (um die 30) – Bücher mit umfangreichen Rezeptsammlungen gibt es ja mehr als genug! Wir haben uns viel mehr auf die Grundsätze und prinzipiellen Techniken der Mekong-Küche konzentriert um zu zeigen, was das eigentliche Wesen dieser Kochkultur ausmacht und warum dort so gut gekocht wird.“

Das sagt Michael Langoth in einem Interview mit Katharina Höhnk, veröffentlicht auf Valentinas Blog. Genau das war es auch, was mich angezogen hat. Die Geschichte hinter den Rezepten, das Wesen der Kochkultur, hinter der Entstehung des WOK. Warum wird so gut gekocht dort? Was macht die Küche so besonders? Wie ist die Verbindung zu meiner Arbeit mit Lebensgeschichten herstellbar?

Ich habe die WOK Methode auf die Lebensküche übertragen, auf Lebensthemen übertragen. Ich habe gezeigt, wie einfach es gehen kann, wenn ein paar Grundsätze beachtet werden. Und sich das eine im anderen wiederfindet. Wir lernen, Dinge neu zu kombinieren, anders zu würzen und uns einzulassen auf den Prozess. Hör mal …

Ich habe gezeigt, welche Grundsätze das sind, und warum sie existieren.

 

Raffinierte Lebeleichtigkeit, das war es, was mich angezogen hat. Das klang für mich, wie der Weg nach Hause zu mir selbst. Zurück ins Spiel, in die Freude. Schönheit in die Komplexität bringen und Ästhetik im System spürbar und sichtbar machen.

Wieder staunend die Magie unserer Existenz feiern.

 

Wo beginnt und wo endet eine Geschichte? Fangen wir doch nochmal bei Adam und Eva an …

Die Mutter der Flüsse oder: Wie der Mekong mich für meine StoryWOK Gruppe inspiriert hat

Es war ein Kochbuch, erst. Ich liebe die vietnamesische Küche und Kochen sowieso. Ich liebe auch nicht lange Fackeln. Nicht in der Küche und nicht im Leben. Ich komme gerne und gut auf den Punkt. Der WOK auch. Was wir noch gemeinsam haben:

Einen kreativen Umgang mit Krisen.

 

Sind es nicht meistens Krisen, die Menschen innovativ und kreativ werden lassen? In China war es im 18. Jahrhundert eine Energiekrise, die zu einer Brennholzverknappung geführt hatte. Auf Grund massiver Abholzung gab es nicht genug Brennholz für die Befeuerung der Herde und so wurde ein kleiner Brennofen erfunden und eine exakt darauf passende Pfanne, die dünnwandig, die Hitze sofort auf das Gargut übertragen konnte.

Man brauchte die Hitze nicht lange, denn die Art der Zutaten hatte sich gleichzeitig mitverändert:  Sie entfalteten ihr Aroma augenblicklich und benötigten keine langen Garzeiten um genießbar und aromatisch zu sein. Kurze Wege garantierten höchste Frische und Qualität.

Ich dachte sofort an meinen StoryWOK. Mein geistiges Kind. Welche Parameter braucht es für die eigene Geschichte? WIE KANN ICH HIER SCHNELL ZUM PUNKT KOMMEN? Welche Zutaten füge ich noch dazu, damit wir eine raffinierte Kombination aus Fokus, Kreativität und Lösung zur Verfügung haben? Wo bringen wir die größte Hitze drauf?

Zeit spielte eine große Rolle, denn wie gesagt, ich komme gerne schnell auf den Punkt. Ich meine nicht, dass Dinge nicht die nötige Zeit bekommen sollen, aber ich meine, dass viele Themen zerkocht werden, die Aromen in Konflikten nicht gewürdigt werden und Kreativität keine Rolle spielt.

Oft sind die Wege zur Lösung, zum Perspektivenwechsel zu lang und auch zu langweilig und zu unschön. Die Energie verkocht im Dunst des Zögerns und Zauderns.

 

Meine geniale Mischung für gelungene Change Prozesse: Präsenz und Unvoreingenommenheit. Es ist die  Mischung, die Menschen in ihr kreatives Potential einlädt und sie neu verbunden mit sich selbst auf ihren eigenen Lebensgeschmack kommen. Neue Lebenszutaten ausprobieren und ihre natürlichen Aromen lieben lernen.

Plötzlich entstehen Texte, Bilder, Musik, was auch immer dann geweckt worden ist. Es geschieht von einem Moment auf den anderen. Ganz ohne Druck und Zwang.

So wie beim WOK auch vollkommen neue Zubereitungsarten und Vorbereitungsarten zu einem raffinierten Geschmackserlebnis führen.

 

Ja, es ist oft der Abschied vom Vertrauten und Gewohnten. Ja, es ist vielleicht erstmal anstrengend, sich zu entscheiden. Loszulassen. Erstmal zu schweben im Ungewissen. Nichts wissen wollen. Nichts müssen. Nichts fühlen.

Aber dann: Plötzlich passen alle Teile zusammen

 

Dann kommt alles ins Fliessen. Es ergeben sich Dinge wie von selbst. Man entdeckt Fähigkeiten von deren Existenz man nichts geahnt hatte und man entdeckt eine neugierige Freude in sich. Wissen zu wollen, wie es weitergehen kann mit dem gerade Erfühlten.

Es ist wie ein wild verzweigtes Flußsystem, dass sich aus den vielen verschiedenen Armen erneut in ein großes Flussbett begibt und gestärkt und gespeist mit Mineralien, Sauerstoff, Spurenelementen und einer neuen Artenvielfalt zu einer Bewegung wird, mit einem Ziel.

Wir können versuchen festzuhalten an den morschen Ästen und Zweigen, uns an Ufern zu orientieren, die ihre Kontur langsam verloren haben, wir können komplett aufhören zu fließen und so unsere gesamte Lebendigkeit verlieren.

Wir können aber auch komplett loslassen und uns ein Stück mitnehmen lassen von etwas, das größer ist als wir. Wir können lernen uns zu überlassen. Einer höheren Führung, einem größeren Geist. Und unsere gesamte Lebendigkeit auf ein neues Niveau bringen.

Von Geräten und Methoden: Von der Energiekrise zum WOK und von da in unsere Gruppe

Hot and spicy

Der Start

 

Während ich einen Sommerkurs vorbereite, fließen gleichzeitig neue co_creative Ideen in meinen Orbit

Es hat ein Jahr gedauert, dann duftete es ganz stark nach einem StoryWOK co_creativ. Ich habe ihn nicht aus dem Hut gezaubert sondern aus dem WOK.

Wie aus dem Nichts kamen die Frauen zusammen, wie mit einem Magnet angezogen. Ich habe nicht lange gefackelt mit meinem StoryWOKbyGO co_creativ Format. Es war wie eine Lieferung aus dem Universum komplett da. Genau wie unsere Gruppe sich dann auch innerhalb kürzester Zeit etabliert hat.

Ein kleines Anfangsruckeln hatten wir, aber dann konnte es losgehen. Ich war neugierig und gespannt. Etwas nervös. Bisschen wie Lampenfieber, aber das ist schnell verflogen. Die Gruppendynamik war intensiv und ganz wunderbar. Herausfordernd und motivierend. Ein Gefühl von tiefer Verbundenheit wechselte sich ab mit vollkommen individuellen Zyklen, ohne die Verbindung wirklich zu verlieren.

 

Natürlich war unser WOK auch mit einer Lounge ausgestattet. Hier haben wir uns erst einmal kennengelernt

 

Es waren 10 Frauen unterwegs. Wir haben 10 Themen bearbeitet. Wir haben 10 Geschichten gehört, gesehen, erlebt. Wir haben 10 neue Wege co_creiert. Wir haben uns mehr als 10 Mal verloren und gefunden. Mehr als 10 Mal gezweifelt und geflucht, uns gewundert und gefreut. Aufgehört und wieder angefangen.

Es gab einen inhärenten Rhythmus in unserer Gruppe

 

Der Rahmen, das waren unsere Geschichten und Beziehungen, Situationen und Erfahrungen, die wir mitgebracht haben in dieses Jahr. Es war in diesem Rahmen ein großes Feld von Bereitschaft zu sehen und eine Farbe, die auf geheimnisvolle Weise mitwirkte und Impulse gab. Es gab in diesem Rahmen Raum für Fragen, Ungelöstes, Ungeklärtes, Unausgesprochenes und Ungewöhnliches.

Raum für Nichts. Das alles durfte sein und war.

 

Jeden Montagmorgen um 9:00 co_working a la StoryWOKbyGO: Mal mit Meditation, mal mit Inspiration, mal mit Stille. 50 MAL. 50 Wochen und nur ein einziges Mal war ich allein im Zoom Raum.

Jeden Freitagnachmittag um 17:00 HOT SOFA: Mal mit Fragen, mal mit Stimmungen, mal mit Humor, mal ungelöst, mal wegweisend. 50 MAL. 50 Wochen und nur ein einziges Mal war ich nicht mit dabei.

Jeden letzten Sonntag im Monat 1 Masterclass zum Monatsthema. Individuell vorbereitete Impulse zu dem Thema, das uns einen Monat lang begleitet hat. Es ging um Demut, Verbindung, Tango, reIch, Erfüllung, Wahrheit, Berührung von Herz zu Herz, Souveränität, Dankbarkeit, Wildzerbrechlich … Frau sein!

All das virtuell. Rückblickend kann ich sagen, dass wir gemeinsam Prozesse ausgelöst haben, die immer noch ihr Potential entfalten, inspirieren, erinnern, motivieren und verbinden. Wie freundliche Anker haben sich Erkenntnisse und neue Erfahrungen ins Körpersystem integriert.

Der Duft Deiner Geschichte

Wie Erinnerung uns auf die eigene Spur bringt

Duft ist der intensivste und schnellste Weg in unser emotionales Gedächtnis. Kaum atmen wir einen bestimmten Duft ein, kommen Bilder, Erinnerungen, Stimmen, Situationen, Menschen und Orte. Wie bei Marcel Proust, der ein Madeleine in Tee taucht und plötzlich seine Kindheitsbilder vor seinem geistigen Auge auftauchen.

Ein Duft lässt sich auch mit Worten erzeugen. Worte selbst haben einen Duft.

Krame ich in meiner Duftlebensgeschichte dann kommen Bilder von Kartoffelfeuer, feuchtem Hundefell, Majaseife im Bad meiner Oma, muffige Weihnachtsschokolade aus dem Schrank meiner Urgroßmutter, leicht vermischt mit Lavendel und Weißbrot, der Duft meiner Mutter und der Duft von Krankenhaus und Labor. Dann mein Lebensparfum und das Meer an ganz bestimmten Orten. Eine Kneipe am Nordatlantik am Samstagmittag und der Duft der Grundschule, der mich manchmal gestreift hat, als meine Kinder auch in die Grundschule gegangen sind.

Onkel Leos Backstube und die Sehnsucht, die ich seitdem habe. Nach diesem Duft, weil er Süße bedeutete und Entspannung. Im Leben meiner Mutter und damit auch in meinem. Ich könnte noch viele solcher Erinnerungen aufschreiben, aber das Wesentliche ist gesagt und beschrieben. Wie sieht es in Deiner Duftgeschichte aus?

Um Duft ist es auch im StoryWOKbyGO viel gegangen. An manchen Tagen schienen die Posts und Zoom Gespräche ganz intensiv zu duften. Nach den Düften, die Kathrin  uns näher brachte oder den Düften, die die Landschaft um uns gerade verteilte. Landluft, danke dafür an Susanne, wechselte sich ab mit Meerluft, mit Familiendunst, mit Hafengerüchen, danke Dir Sabina, und dem Duft frischer Farben, danke dafür, liebe Sigrid.

 

Auch der besondere Duft des Bodensees und die angrenzende Schweiz hat mich an stürmische Zeiten in meinem Leben erinnert. Die Kraft dieser besonderen Gegend hat eine tiefe Spur in mir hinterlassen und Susanne hat sie neu belebt. Das war schön. Danke dafür!

Manchmal zog feiner Essensduft durch unsere Gespräche oder man konnte den Kaffee förmlich riechen, den wir gemeinsam am Montag getrunken haben. Oh Eva! Und dann stiegen feine Räuchersäulen zu uns in die Bildschirme, die aussergewöhnlich dufteten, danke, liebe Angelina! Auch für Deine Bereitschaft das Räuchern zum Thema DANKBARKEIT zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Wir waren Gäste am Lagerfeuer von Franzi und haben die rauchige und kalte Abendluft eingeatmet, genauso wie die neugierige und abenteuerliche Energie, die sie uns dabei vermittelt hat. Ilka hat uns einen Hauch von Ungarn und Puszta in die Gruppe gezaubert. Dann waren wir mit im Atelier von Regina und dort duftete es nach Papier und Leinwand, Stein und Farben und alles hat sich verbunden zu einem Jahresduft, der bleibt.

Alles natürlich rein virtuell, aber so spürbar und intensiv.

Welchen Duft soll Dein neues Jahr haben und wie wirst dafür sorgen? Was braucht es für einen authentischen Duft? Vielleicht ein neues Lebensgewürz? Eine neue Lebenszutat?

Spice Up and make it fresh and crunchy

Über den eigenen Schatten springen und etwas realisieren, was schon lange darauf wartet, das Licht der Welt zu erblicken. So kommt wirklich etwas Neues in Deinen Lebenshorizont und eine frische Energie würzt alle weiteren Entscheidungen neu.

Bei mir war es ein Buch. Das Konzept ruhte schon fast zwei Jahrzehnte in meiner Schublade, aber etwas hatte immer gefehlt. Mal die Bilder, mal der Verlag, mal das Geld, mal die Bereitschaft, mal dies und mal das. Dann habe ich mich entschieden: ich habe mit einer Mentorin ein Abkommen getroffen, dass das Buch in vier Wochen gedruckt auf meinem Tisch liegen wird. Das war sehr sportlich, aber machbar.

Ich habe vollkommen auf einen Verlag verzichtet. Bin hier vor Ort zu einem Grafik Designer gegangen, den ich gut kannte und gemeinsam haben wir der Geschichte den richtigen Rahmen verpasst. Er hatte die Technik drauf und ich die Worte. Er hatte Lust und Bereitschaft und ich hatte das auch.

Am 22. Juli 2021 sollte der Tag sein. Das war der Geburtstag meiner Mutter, die 88 geworden wäre. Es ist ihre Geschichte. Es ist ihr Trauma und dann auch meins geworden. Ich habe sie transformiert die Geschichte von ihr und integriert und konnte eine leichte Geschichte daraus schreiben.

Eine, die das Potential eines Traumas öffnet, heilt und fördert. Eine , die Kraft gibt und Mut macht. Es mit der eigenen Geschichte auch so zu machen.

Am 22. Juli hatte ich dazu eine Masterclass angeboten und ich war super aufgeregt und super froh! Ich konnte über meine Arbeit auf einem ganz neuen Level sprechen. Mein Motto „Ankommen in der eigenen Lebensspur und Führungskraft aus der eigenen Geschichte schöpfen“ das stimmte in der Tiefe auch für mich selbst.

Ich hatte in mir die Erlaubnis gespürt, Menschen einzuladen in ihre eigene Lebensgeschichte zu spüren. In ihre Beziehung. Zu ihrer Mutter. Die Frau hinter der Rolle kennenlernen. Ihr Leben kennenlernen. Ihre Gefühle und ihre Lebensenergie. Das war transformierend und sehr berührend.

Die Rollen verlassen und die eigene Mutter als Frau kennenlernen.

 

 

Kraft aus der eigenen Geschichte schöpfen

Paula & Theo geben sich die Ehre und plötzlich war da ein Buch

Ich glaube, dieses Buch hat genauso lange in den Falten der Zeit geruht, wie mein Transformationsprozess gedauert hat.  Es waren ja nur 2 DIN A 4 Seiten, die beschrieben waren. Mehr war es gar nicht. Es war die absolute Essenz. Ich konnte kein Wort mehr weglassen.

Es gab auch niemanden, der die Illustrationen wirklich einmal angegangen wäre. Ich habe sicher 3 professionelle Zeichner und Zeichnerinnen gefragt. Es wurde begonnen, aber dann versickerte die Energie immer wieder. Das hat extrem frustriert. Das hat mich extrem zweifeln lassen. Ich bin sogar auf die Frankfurter Buchmesse mit Paula & Theo als Entwurf.

Die Verlage, die mir einen Stuhl angeboten haben, mein Konzept gehört haben, die haben bedauert: Leider passt das Thema nicht zum Verlag, leider stimmt die Zielgruppe nicht für uns, leider, leider, leider …

Eine Linie und zwei Kreise …
So kann ich meine Geschichte perfekt darstellen

 

Dann habe ich hier auf Mallorca selbst angefangen zu spielen mit dem Design. Auf einmal waren da die Kreise. Sie haben mich nicht mehr losgelassen. Zwei Figuren auf einem Hügel. Zwei Kreise und ein Strich. Theo in Grün und Paula in Rot. Passt. Wie im Rausch habe ich das gesamte Buch illustriert. So, wie es auch heute gedruckt im Buch ist.

Es war wie einatmen und ausatmen.

 

Dann war wieder Ruhe. Wer nimmt schon ein fertig lektoriertes Buch mit Illustrationen als Verlag? Ich habe keinen gefunden. Obwohl es lektoriert worden war von Dr. Marlene Zöhrer  ( http://www.textreif.de )  Aber war das wirklich ein Kinderbuch? Vielleicht auch, aber zunächst war es ein Buch für erwachsene Menschen, die auf der Suche waren. Genau wie ich!

Auf der Suche nach dem eigenen Inhalt, dem eigenen Sinn, dem eigenen Ausdruck in dieser Welt. Ich hatte geglaubt, ich käme um meine eigene Geschichte drumherum. Aber das geht gar nicht. Es geht nur mittendurch.

Dann wird es auf einmal klar und leicht und stimmig. Dann kommt eine friedliche Ordnung in das Selbst. Alles scheint sich zu glätten und neu zusammenzufügen. Alles läuft und fließt. Auch die Lebeleichtigkeit. Ohne langweilig oder oberflächlich zu werden.

Wenn Flussarme zusammen laufen: Transgenerationale Traumaarbeit und Paula & Theo

Erzähl mir Deine Geschichte

Man kann sich von einem Fluß auch in die Arme nehmen lassen. Auch vom eigenen Lebensfluß. Es war nicht das Thema „Trauma“ dasjenige, was ich für meine Arbeit im Schwerpunkt gewählt hatte. Trotzdem kam es immer näher und näher und heute arbeite ich an kollektiven Traumen und transgenerationalen Traumen von Menschen, vornehmlich Frauen, deren Leben nicht im Fluß ist und auch nicht in Fluß kommt.

Trotz so vieler Arbeiten am Körper, an der Psyche, an den Blockaden, den Spannungen und Widerständen. Etwas hört irgendwo immer auf. Geht einfach nicht weiter. Beim besten Willen nicht. Es liegt ein Geschichtenstück quer. Es nimmt Energie. Es lässt das Leben nicht fließen. Es möchte gehört und gesehen werden.

Das Wunder geschieht, wenn wir unsere Geschichte wirklich in Besitz nehmen. Wenn wir sie ganz fühlen und erzählen. Wenn sie ganz von einem Gegenüber gefühlt und gehört wird. Dann wird ein Lebenskreis rund und es werden Gefühle, Situationen und Beziehungen integriert, die bis dahin im Verborgenen genau darauf gewartet haben.

Geduldig und gespannt.

 

Jedesmal, wenn so ein Geschichtenkokon aufgeht, dann staunen wir, denn die Zeit ist durch die Geschichte gewandert und hat sie transformiert. Ihr eine neue Energie gegeben. Wenn sie dann gehört wird, dann lösen sich oft Tränen, die die letzten Hüllen des Kokon fallen lassen und eine wunderschöne Energie sich im Körper und in den Gedanken ausbreitet.

Es stimmt. Ich stimme. Du stimmst. Wir stimmen.

 

Wir verändern so unmittelbar die Körperchemie und Synapsen bieten sich freudig an, von nun an vermehrt für uns die innere Kommunikation zu betreiben. Offen, herzlich und transparent. Das sind die kleinen Friedensfeste , die dann in uns selbst stattfinden und sich übertragen auf alles, was wir ansehen, sprechen, berühren und hören.

Die Welt ist nicht mehr dieselbe. Wir hören uns selbst anders und wir hören die anderen anders. Das Leben beginnt sich neu zu öffnen und wir öffnen uns neu für das Leben.

Let the MAGIC happen!

 

Die Poesie des Alltags … vom Umgang mit der Zeit

 

Ich weiss nicht genau warum, aber um Allerheiligen da fällt mir der Film „Volver“ ein und natürlich Penelope Cruz.  Volver heisst übersetzt „Zurückkehren“ und es geht wirklich um eine Rückkehr. Darum, dass es im Leben eben doch möglich ist, sich mit seinen Wurzeln zu versöhnen und dem eigenen Leben so eine ganz neue Wendung zu geben.

Vielleicht liegt es daran, dass wir gerade in einer Art Zwischenzeit leben. Wir wissen nicht genau, wie die nächsten Wochen, Monate oder auch Jahre aussehen werden. Die Vorhersagbarkeit ist uns abhanden gekommen. Ich halte das für eine gute Voraussetzung unser Leben neu zu überdenken.

Diese Zwischenzeit zu nutzen für einen neuen Blick auf gewohnte Dinge, Lebensformen, Beziehungen, Erfahrungen und auch Entscheidungen. Manchmal geht dieser Blick dann auch zurück, genau wie in dem Film „Volver“. Vielleicht ist es nur eine einzige Frage, die wir neu stellen oder überhaupt stellen, die unsere Sicht auf unser Leben vollkommen neu definiert.

Für mich war dieser Blick zurück in diesem Jahr gekrönt von meinem Buch Paula & Theo.

 

Es war ein Blick sehr weit zurück. In eine Zeit, die ich selbst gar nicht erlebt habe. Der Blick ging auf das Leben meiner Mutter als Kind. Es war die Frage von mir an sie, wie sie als Kind ihren Vater erlebt hat. Diese Frage habe ich schon vor 25 Jahren gestellt und die Antworten, die ich bekommen habe von meiner Mutter, die haben mich tief berührt und in mir ein Bild von ihr entstehen lassen, dass voller Liebe, Vertrauen, Freude, Neugierde und Verbundenheit geprägt war.

Meine Mutter ist ein wartender Mensch geworden. Ihr Vater war im 2. Weltkrieg an der Miusfront gefallen und sie war damals 10 Jahre. Sie hat ihr Leben lang auf die Rückkehr des Vaters gewartet. Auch als sie selbst Mutter geworden war, hat das Kind in ihr gewartet, auf den Vater. Ich habe meine Mutter immer in dieser wartenden Haltung erlebt, trotz ihrer Lebenstüchtigkeit und ihrem Erfolg. Etwas von ihr war immer abwesend.

Das hat mich um eine Menge Gefühle gebracht, nach denen ich mich sehr gesehnt habe.

 

Es macht aber einen sehr großen Unterschied, wenn man weiß, warum Dinge so waren, wie sie waren. Wenn man Mitgefühl entwickeln kann für das, was war. Und sich dann lösen kann. Von einem Mangel. An Gefühl für sich selbst und auch für andere.

Es ist der eigene Blick auf sich selbst und das Leben, der die Aussagen über sich selbst und das eigene Leben färbt. Für mich hatte dieser Blick, mein Blick etwas Zeitloses in sich. Mir fehlte lange das Gefühl für die eigene Zeit. Es schien sie nicht zu geben und ich habe mich gehetzt gefühlt.

Das kommt Dir vielleicht bekannt vor.

 

Heute fällt dieser Blick sehr anders aus, denn ich habe meine Zeit gefunden und meinen Rhythmus ebenfalls. Ich erlaube mir zu tun, was ich kann.

Hören. Verbinden. Schreiben.

 

Das ist meine Rückkehr. Nicht an einen Ort im Aussen, sondern an einen Ort in mir. Als ich diesen Film gesehen habe, studierte ich gerade in Santander Wirtschaft. Meine Welt stand so ziemlich auf dem Kopf und ich tat Dinge, die ich nie für möglich gehalten hatte. Mit 45 nochmal einen dreisprachigen Master zu machen, das war in meinen kühnsten Träumen nicht vorgekommen.

Noch dazu als wirklich sehr stolze Mama von drei wunderbaren Kindern.

 

Da war etwas stärker und stärker in mir geworden. Ich hatte meine Mutter und drei meiner wirklich guten Freundinnen innerhalb von sechs Monaten verloren. Alle plötzlich. Das hatte mein Gefühl für mein Leben verschoben. Es hatte sich auf den Kopf gestellt und ich hatte aufgehört zu funktionieren in einem System.

Ich wollte ehrlich sein. Mit mir selbst und auch den Menschen um mich. Ich wollte mich nicht mehr länger auf Stumm schalten. Den Frauen um mich schien das ähnlich zu gehen, aber sie hatten ihre eigene Antwort darauf … und ich hatte meine.

Das ist jetzt 16 Jahre her und ich lebe seit 12 Jahren auf Mallorca und erlaube mir,  meinem Herzen zu folgen und intuitiv meinen Weg zu gestalten. Meine Masterthesis damals hat sich mit Poesie und Wirtschaft beschäftigt, aber in dieser Zeit hat das niemand wirklich ernst genommen. Ich bin ziemlich belächelt worden mit diesem Thema.

Und ich habe irgendwann auch aufgegeben etwas bewirken zu wollen und zu glauben, ich könnte das. In Unternehmen, in der Wirtschaft, in den Geschichten von Unternehmen. Erst mit Corona, da öffnete sich ein Tor und es waren viele Menschen durch diese Ausnahmezeit in eine Art Ausnahmezustand gekommen. Offen für eine neue Sicht auf das eigene Leben und die Arbeit.

Poesie ist ansteckend. Hochgradig und sie wirkt sich auf das Immunsystem stärkend aus. Inspiriert Entscheidungen, die nachhaltig und einverstanden getroffen werden. In denen das Gefühl den Ausschlag gibt und nicht die Zahlen. Wo ein Mensch beginnt wieder kreativ das eigene Leben zu gestalten und dabei Freude zu empfinden. Sich überraschen zu lassen.

Poesie bringt neue Bewegung ins Spiel. Mischt die Karten auf magische Art neu und anders. Wir sehen die Dinge nicht mehr aus der vernebelten Brille sondern unser Blick ist klar ausgerichtet und verbunden. Wir spüren neue Leidenschaft für neue Wege und neue Pläne und Ziele.

Wir spüren uns neu verbunden mit uns selbst.

 

Ich bin überzeugt, dass wir noch eine ganze Weile in dieser Ungewissheit navigieren dürfen.

Stärker werden im Vertrauen und vertrauter werden mit unseren Stärken.

 

Es gibt ein Projekt, das habe ich gemeinsam mit jfk co_creiert und es hat mit Strassenfotografie und Poesie zu tun. Es hat mit Verbindung zu tun und mit Zeit. Es hat mit dem Alltäglichen zu tun und mit einem Blick. Einem aussergewöhnlichen Blick, den Jens ins Bild übersetzt hat und den ich in eine Poesie übersetzt habe.

Poesie heißt übersetzt: Erschaffung

 

Es ist die Kreation aus dem Moment heraus. Das erfordert Präsenz und Bereitschaft. Sich zu öffnen und da zu sein. Nichts weiter. Kein Gestern und kein Morgen. Jetzt. Dann auf den Auslöser drücken und dann zum Stift greifen.

Fast atemlos diesen Moment erfassen und ihm eine From, einen Ausdruck geben. 12 dieser Momente haben wir beide ausgewählt und sie kombiniert.

Bild und Wort

 

 

Wir finden, diese 12 Momente sind wunderbare Begleiter durch das Jahr und sie lassen sich gerne verschenken. Ein täglicher Blick auf das Bild und gleichzeitig das Lesen des Poèmes entführen die Tagesgedanken auf ungewohntes Gelände und laden ein in die Leichtigkeit des Seins.

Ganz einfach.

 

Wir haben uns vorgestellt, dass wir nicht alle 12 Momente auf einmal versenden, sondern jeden Monat einen Überraschungsmoment in die Post geben. So hast Du 12 Streetfotografien von Jens und 12 Poèmes von mir, die Dich durch das Jahr begleiten. Oder einen Menschen, dem Du eine Freude machen willst. Wir denken da schon an Weihnachten und wir geben eine begrenzte Anzahl in den Druck.

Es ist also eine sehr exklusive Serie mit einer Auflage von 25 Stück. Pro Serie gibt es einen wunderbaren Early Bird Preis von 120 € + 21% IVA. Dieser Early Bird gilt ab dem 10. November und er gilt bis 30. November. Alle Kosten vom Versand sind inklusive.

Wenn Du schon jetzt weißt, dass Du eine dieser Serien bestellen möchtest, dann freue ich mich über einen Kommentar hier unter dem Blogbeitrag von Dir. Auch wenn Du Fragen hast, schreib sie gerne in den Kommentar und ich antworte sofort!

Jetzt kehre ich zurück zum Anfang und zu der Zwischenzeit in der wir immer noch sind und sicher auch noch bleiben werden mit einer Frage: „Musst Du das nächste Kapitel Deines Lebens wissen oder eher spüren?“ Welches Gefühl löst diese Frage aus? Ich spüre große Lust weiter entlang der Ungewissheit zu agieren und den Moment und aus dem Moment heraus immer weiter zu entscheiden.

Mit einer geklärten Lebensgeschichte im Gepäck fühle ich jede Menge Rückenwind von meinen Ahninnen und Ahnen und ich spüre, dass ich in allem unterstützt und getragen bin. Das ist schön und das wünsche ich Dir auch. Vielleicht schaust noch bei meinem Mutterland special vorbei auf meiner Webseite und wenn Dich das Thema interessiert und berührt, Ann freue ich mich über ein Gespräch mit Dir.

Jetzt wünsche ich Dir eine fruchtbare und segensreiche Zwischenzeit und würde mich freuen, wenn wir uns hören würden.

 

Herzensgruß von Gudrun

 

 

 

 

 

PAULA & THEO Wie alles begann

Die richtige Paula & Der richtige Theo

„Man gräbt nicht in der Vergangenheit.“

Das hatte meine Mutter zu mir gesagt, als ich sie gebeten habe, mir etwas über sich selbst und ihren Vater zu erzählen. Ich brauchte nicht lange für eine Antwort. Die war so klar in mir, dass ich ihr sagen konnte:

“ Aber die Vergangenheit gräbt in mir.“

 

Sie muß das verstanden haben, denn es dauerte nicht lange und sie begann eine Art Erinnerungstagebuch zu schreiben. Ich spürte aus den Zeilen heraus, wie sie die Ärmel hochgekrempelt hatte und sich zurückversetzte. Es ist ihr nicht leicht gefallen und was ich zu lesen bekam, das war so warm, verbunden und liebevoll, wie nur ein Kind über den Vater oder die Mutter schreiben kann.

Es war die 10 jährige Paula, die das schrieb … wahrscheinlich für sich selbst.

Auch.

 

Sie hat darin so genau beschrieben, was sie gemeinsam erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und wie es zu Hause zugegangen ist. Sie lebte mit ihren Eltern bei der Großmutter und es gab eine Reihe von Geschwistern, die regelmässig dort waren.

Ich konnte den Kaffee riechen, den Hefezopf schmecken und die Unterhaltung leise hören. Es war eine heile und muntere Welt. Zumindest in ihren Beschreibungen. Mein Großvater war technischer Zeichner in Rheydt bei Schorch. Erst bauten sie Motoren für Zuckerzentrifugen, dann bauten sie Kriegsmaschinen.

Den Grund, warum mein Großvater freiwillig an die Front gegangen ist, den habe ich nie erfahren. Für ihn und Paula ging damit aber die Zeit der Unbeschwertheit zu Ende. Erst kam er mit einem Lungensteckschuß aus dem Lazarett nach Hause. Dann kam er gar nicht mehr heim. Das konnte Paula nicht verstehen und im Grunde konnte das niemand verstehen.

Kümmern musste sie sich dann um ihre Mutter, die so traumatisiert war, das sie die Rollen einfach tauschen mussten. Der Krieg hatte beide an einen neuen Platz gestellt. Paula wurde die fürsorgliche Mutter, während die Mutter zum bedürftigen Kind geworden war.

Tüchtig, das war sie. Paula klaute Kohlen von den Waggons, die im Rheydter Bahnhof langsam einfuhren, tauschte auf dem Schwarzmarkt und funktionierte. Im Grunde bis sie mit 69 Jahren an Krebs starb. Das wiederrum konnte ich nicht verstehen.

Die erwachsene Paula hatte einen Baum.

 

Auf einem unserer gemeinsamen Spaziergänge hat sie ihn entdeckt und mit weit offenen Armen begrüsst. Es war eine alte Buche auf einem Hügel in Perchting bei München. Ich hatte meine Mutter noch nie einen Baum umarmen gesehen. Das war irgendwie erst komisch, dann magisch. Dann wurde meine Mutter krank. Da war der Baum für mich so etwas wie ein Ratgeber und Tröster und wir haben viele  intensive Gespräche geführt.

Bei näherer Betrachtung war mir irgendwann ein Walauge aufgefallen.

 

Auf der Rinde von diesem Baum, den ich begonnen hatte Theo zu nennen. So hatte mein Großvater geheißen. Mit Theo erlebte ich dann in Gedanken all die wunderbaren Dinge, die meine Mutter in ihrem Erinnerungstagebuch beschrieben hatte.

Es wurden heilsame Zeiten dort bei Theo.

 

Nur meine Mutter wurde nicht mehr gesund und ich musste sie viel zu früh gehen lassen. Aus meinen Erlebnissen dort an diesem Hügel mit dem Baum und den Erinnerungen meiner Mutter, ist ein Buch geworden. Eine magische Reise wird darin beschrieben und ein Glück, das am Ende dieser Geschichte doch ein Kreis geschlossen werden kann, den das Leben so machtvoll unterbrochen hat.

Es ist Frieden, der sich einstellt, wenn eine Geschichte transformiert wird.

 

Es ist Kraft, die erwächst aus ihr, wenn sie ihr konstruktives Potential zeigen und entwickeln darf. Es ist die langersehnte Ordnung im eigenen Leben, die sich wohltuend ausbreitet im gesamten Körpersystem. Es ist tiefes Einverstandensein mit allem was ist. Auch wie man selbst ist. Auch was man selbst tut und denkt und fühlt.

Stimmigkeit und Ankommen stellen sich natürlich ein. Die eigene Lebensspur entfaltet sich während man geht und die Erschöpfung aus einer ungelösten Geschichte verwandelt sich in eine Kraft und Leidenschaft, die alles berührt und verändert.

Die Erfahrungen, die ich während meines gesamten Transformationsprozesses gesammelt und gewonnen habe, die gebe ich heute weiter in meiner Arbeit als Life Story Mentorin. Es muss nicht mehr Jahrzehnte dauern, die eigene Geschichte zu heilen. Das weiss ich heute und setze das um.

Meine gesamten Ausbildungen hatten diese Arbeit zum Ziel. Zunächst vollkommen unbewusst, dann immer mehr bewusst bin ich in mein Potential gewachsen und tue das immer noch. Jahrzehntelang habe ich zugehört, Verbindungen hergestellt, Neutralität geübt, Wahrnehmung geschärft.

Zahlreiche hervorragende Therapeutinnen und Mentorinnen haben mich auf diesem Weg begleitet. Das Buch, das ich in dieser Woche in meinen Händen halten werde, ist die Essenz aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte meiner Mutter.

Ich bin quasi ihre Biografin und Erzählerin. Aus allem, was sie mir geschrieben hat, ist ein Bild geworden und aus diesem Bild habe ich eine fantastische Geschichte geschrieben, die ein unvorhergesehenes Ende hat. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht.

Es ist eine leise, kleine Geschichte geworden, die das innere Kind sofort spürt.

 

Für mich ist es wichtig geworden, meine eigene Geschichte zu erzählen, sie zu teilen und so Anker zu schaffen, für andere Geschichten, die sich damit verbinden und wir so in eine neue Geschichte wachsen können und auch sollen.

Das innere Schweigen wird so gebrochen und es muss nichts mehr zurückgehalten werden. Kein Gefühl, kein Gedanke, kein Wort. Ehrlich mit sich selbst sein. So könnte man das nennen. Und diese Ehrlichkeit in einer Haltung nach aussen tragen.

Wenn Du Lust hast, dann lade ich Dich ein am 22. Juli um 18:00 in meinen Zoom Raum zu kommen. Paula & Theo habe ich auch eingeladen und wir werden gemeinsam ein Stück meines Weges mit Dir teilen. Hier ist der LINK für die kostenfreie Teilnahme:

https://us02web.zoom.us/j/88396684418?pwd=eVdScmNid2RIYXVOa3JuS2ZmVjVHQT09

Paula & Theo haben schonmal den sommerlichen Tisch gedeckt

Vielleicht spürst Du in Dir selbst auch eine Geschichte, die darauf wartet erzählt zu werden. Darüber könnten wir sprechen … am Donnerstag ab 18:00.

Für mich schließt sich gerade ein großer Kreis und setzt eine ungeahnte Energie und Freude frei. Die teile ich gerne mit Dir!

Gudrun

 

CORONA … Kriegsenkelperspektive für den Jahresrückblick 2020 inklusive Monatsrückblick 2021

Kriegsenkelperspektive & Corona

 

Froschperspektive und Vogelperspektive, das kennt man ja. Kriegsenkelperspektive eher nicht so. Obwohl wir sie fast alle kennen, diese Perspektive, diesen einen Blick auf die Dinge, sich selbst und das Leben.

Leicht bis mittelschwer gehetzt, suchend und irgendwie nicht findend, nirgendwo wirklich zugehörig, irgendwie keine eigene Grenze, gähnende Leere dadrinnen, die ständige Frage: Wer ist Ich? Da draussen sind die, die das Leben verstanden haben, die die sich trauen, die die können und dürfen. Dazu noch der ständige Drang es nicht rauszulassen, das, was nicht da ist. Keiner soll davon was mitkriegen. Keiner darf das merken.

Inneren Ausnahmezustand könnte man das nennen und Teile davon haben sich in diesem Jahr perfekt getroffen mit dem äusseren Ausnahmezustand. Aber das Jahr beginnt ja im Januar und da beginne ich auch meinen Jahresrückblick 2020. 2020 hat spektakulär begonnen für mich. Siehe den grünen Apfel oben! Noch vollkommen ohne Beschränkungen und Corona.

JA wie JANUAR … und ANKOMMEN 2020

Mein Geburtstag ist in diesem Jahr echt üppig ausgefallen. Ich bin 60 Jahre geworden und hatte die Idee, das etwas anders als gewohnt zu feiern.  Die Kinder und Jens haben Wind davon bekommen und meine Planung gestoppt. Ich sollte am besten gar nicht über meinen Geburtstag nachdenken. Hab ich gemacht. Mit dem Ergebnis, dass Jens und ich drei Tage durch Barcelona gestreift sind und  ich dann in München eine Big Surprise Party bekommen habe und einen ganzen Tag meine (fast) ganze Familie um mich und mit mir.

Der grüne Apfel, siehe oben, der hat mich zu meinem Geschenk geführt. Ich konnte es leider noch nicht einlösen. Der Ausnahmezustand …. ihr wisst schon! Es war eine Reise nach New York. Mein Traumziel, denn dort, genauer gesagt in der Sketchbook Library in Brooklyn, da ist mein Kinderbuch „PAULA & THEO in einer großen Sketchbook Bibliothek. Die möchte ich dort besuchen. Unbedingt. Das wieder hat mit der Kriegsenkelperspektive zu tun. Auf die komm ich später noch …. Es gab wunderschönes Feedback zu meinem Buch von Menschen, die ich nicht kenne, die meine Geschichte nicht wirklich kennen. Das hat mich tief berührt und sehr gefreut:

Nach der Big Family Party sind wir wieder auf die Insel geflogen und mein zweites Somba Jahr hatte begonnen. Ich habe eine weitere Runde mit Sigrun gedreht. Diesmal auch ich selbst als Mentorin. Online war meine neue Bühne geworden und ich brauchte Struktur. Die hab ich bekommen und gegeben… und wie man später im Jahr sehen wird, auch so umsetzen können, dass ich damit voll durchgestartet bin.

Ausserdem durfte ich von einer Mastermind profitieren, die Monika Frauendorfer noch 2019 angeboten und gestartet hatte: „Sei ein Original und mach Dich sichtbar“. Mit ihrer Hilfe ist es mir gelungen endlich bei einem Produkt anzukommen und damit auch zu bleiben: Dem StoryLABbyGO. 

Ankommen in der eigenen Lebensspur … das konnte ich wirklich fühlen, das war in mir passiert und ich gebe das weiter und helfe Menschen dabei in ihrer wirklichen Lebensspur anzukommen. Damit aufzuhören den eigenen Ansprüchen nie gerecht werden zu können. Es sein zu lassen was es ist, das Leben. Uns selbst sein lassen zu können, wie wir sind und aus den Blockaden in der Lebensgeschichte lernen, Kraft zu schöpfen für den eigenen Weg.

 

JA wie JANUAR … und ANKOMMEN  2021

Ein vollkommen anderer Start ins neue Jahr mit vielen unerwarteten Wendungen und Entwicklungen. Atemlos könnte das richtige Wort für diesen Start sein, denn viel zu früh ist mein 3. Enkel ins neue Jahr geboren worden und das hat die ganze Familie erstmal in eine Art Schock versetzt. Es war wieder so ein Moment der absoluten Fragilität des Lebens, den wir erlebt haben … auf diese Distanz!

Jetzt, wo ich das schreibe, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus und der kleine Paul wächst, und holt auf mit sehr viel Hilfe und Liebe von seinen Eltern und dem großen Glück fachkundiger und ebenfalls liebevoller Ärzte und Schwestern. Er kommt immer mehr im Leben an und lernt in Riesenschritten.

Mein Januar beruflich war der Start eines Jahresprogramms. StoryWOKbyGO co_creativ 2021 mit 12 Frauen und 12 Projekten, gehen wir 12 unterschiedliche Wege auf denen wir uns gegenseitig inspirieren, motivieren und co_creieren. Der erste Monat war geprägt vom Ankommen in der Gruppe, im eigenen Thema und Projekt und in diesem neuen Jahr.

Jeden Monat haben wir einen ganz speziellen Fokus auf eine Frau, ihren Weg, ihr Projekt und ihre Geschichte. So unterstützt und begleitet und gesehen, erweitert sich das Blickfeld. Es gibt mehr Perspektiven und mehr Inspiration. Im Schutz der Gruppe kann gespielt werden mit neuen Gedanken und Produkten.

Ich begleite diese Prozesse mit meinen Impulsen und 12 Masterclasses, die alte Themen neu aufgreifen und innovative Gedanken in die Gruppe holen. Gesehen und wertgeschätzt können sich alle auf ihr Potential konzentrieren und in neue Möglichkeiten wachsen. Ich bin gespannt, was wir in diesen 12 Monaten entwickeln werden und welche Geschichte wir uns dann erzählen.

Es ist auch die Arbeit an einem neuen weiblichen Narrativ, das mich antreibt in meiner Arbeit. Wir brauchen eine neue Geschichte in der Frauen wirklich aus ihrem wahren Potential schöpfen können und dürfen und so eine neue Art der Wirtschaft und Politik, Kunst und Kultur schaffen. Eine nachhaltige, eine co_creative, eine herzgesteuerte Art am Leben teilzunehmen und es zu gestalten.

Der Januar geht heute zu Ende und das Wort des Monats

„ANKOMMEN“

 

könnte nicht besser passen.  Ankommen ist eines der größten Themen für Kriegsenkel und ich spreche da aus eigener Erfahrung. Wir sind in einem neuen Jahr angekommen und ich wünsche Dir, dass Du in diesem Jahr auch bei Dir selbst immer mehr ankommst. Dass Du stimmiger in Dir wirst und das nach aussen überträgst. Dass Du ein Magnet wirst für Stimmigkeit. Dass Menschen das spüren und sich davon angezogen fühlen. Dass Frieden in Dir herrscht auch wenn er durch unfriedliche Gedanken immer wieder bedroht wird.

Das ist ein Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber es geht. Es ist möglich Frieden in sich selbst zu stiften. Keinen trügerischen Frieden sondern einen ehrlichen. Wir können in eine tiefe Harmonie mit uns selbst kommen, wenn wir das, was Unfrieden stiftet anschauen und den Mut haben, die Kraft darin zu sehen und sie zu schöpfen, aus der Transformation der eigenen Geschichte.

Wenn Du dabei Unterstützung möchtest und noch eine Prise Poesie und Humor dazu haben willst, dann schau gerne auf meine Webseite:

https://www.go-impuls.com

Jeden Montag starte ich wieder ein neues WinterLAB. Eine Woche lang bekommst Du morgens in Dein Postfach eine Mail mit frischer Wort Patisserie, einen tagesfrischen Impuls zu einem Thema der Jahreszeit entsprechend und die Möglichkeit 1:1  15 Minuten täglich mit mir super konzentriert zu arbeiten. Dein Invest beträgt 120 € für diese Woche mit Tiefgang:

Die Anmeldung ist ab sofort möglich und es gibt insgesamt 5 reservierte Plätze. Hier der LINK für Deine Buchung:

 

Ankommen bringt jede Menge Frieden und Ordnung … und die wünsche ich Dir für den kommenden Monat.

Herzensgruß von Gudrun