GO into your kitchen n°1 Demut


 

 

Demut >>> Wildkräuter

Die Demut des Herzens verlangt nicht, dass Du Dich demütigen, sondern dass Du Dich öffnen sollst. Das ist der Schlüssel des Autausches, nur dann kannst Du geben und empfangen.

Antoine de Saint Exupéry

Demut ist der Mut zu dienen …

Wir finden nicht immer, was wir suchen und umgekehrt ist das was wir finden oft gar nicht wonach wir gesucht haben. Wissen wir denn genau wonach wir suchen? Warum wir danach suchen? Was wir finden wollen? Was bedeutet Demut in unserem Leben und wie äussert sie sich? In unserer Küchenimpulswerkstatt sind wir diesen Fragen nachgegangen … unser Buch beginnt mit der Demut.

Demut und Wildkräuter sind ein spannendes Paar . Wildkräuter sind nicht immer verfügbar, werden im Knien gepflückt und sind, wie ihr Name schon sagt, wild gewachsen. Niemand hat sie zurechtgestutzt oder versucht, sie zu kultivieren, wir finden sie nur zu ihrer Zeit.

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Fällt Ihnen etwas auf? Etwa:

nicht immer verfügbar … wild gewachsen … nicht zurechtgestutzt … im Knien gepflückt … findet man nur zu ihrer Zeit

Sind nicht genau das jene Dinge, die wir uns wünschen für unser Leben und Sein? Ist es nicht genau das, was wir suchen, wenn alle und immer über uns, unsere Zeit und Aufmerksamkeit verfügen wollen? Ja, und warum verlangen wir von der Natur etwas, was wir für uns selbst gar nicht wollen? Womit wir uns selbst gar nicht wohlfühlen?

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So kommen wir über die Wildkräuter zu natürlicher Verfügbarkeit von Ressourcen und können uns die Frage stellen: Welche inneren Ressourcen wir gerade verfügbar haben, was gerade bei uns Saison hat, wovon wir etwas abgeben können, ganz einfach, ganz offen und leicht. Die Natur gibt reichlich, ehrlich, kraftvoll …. aber zu ihrer Zeit!

Kommen wir zum nächsten Punkt: wild gewachsen. Haben Sie da Bilder von sich, von früher … als

Kind? Versunken in ein Spiel, in eine Phantasie, in einen Traum … die ganze Welt ein Abenteuer, ein Geschenk, eine Entdeckung. Dann, der Schnitt, die Erziehung, die Grenzen, von denen ich nicht behaupte, der Mensch brauche sie nicht. Ich merke aber an, dass jeder Mensch seine natürlichen Grenzen hat und sie kennenlernen muss, erproben, erfahren, spüren.

Kann er diese Erfahrungen nicht machen, wird er unsicher, verkrampft, verbogen und die natürliche Wildheit, die Offenheit und Neugier verwandelt sich ins Gegenteil und hält uns davon ab, das Beste in uns frei zu entwickeln und zu nutzen. Gibt es noch wilde Gebiete in Ihnen? Wenn ja, wie fühlen sie sich an? Wie wäre das Leben, wenn die Zäune und Mauern darum einmal wegfallen würden?

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Wildkräuter werden im Knien gepflückt … eine Demutshaltung der Natur gegenüber. Wie gehen Ihre Mitmenschen mit Ihnen um? Wie gehen Sie mit sich selbst um? Nein, ich denke nicht, dass es ein realer Kniefall sein muss, den wir machen, wenn wir einen Menschen anerkennen und respektieren. Das kann man auch mit einer aufrechten Haltung kommunizieren. Kann ich mir selber so danken und dienen, dass ich mit mir selber spüre, wie ich mich wertschätze und respektiere? Was geschieht mit den Menschen um mich, wenn ich diese innere Haltung einnehme?

Während wir also so einen Wildkräutersalat zubereiten, geschieht eine ganze Menge mit uns, wenn  wir einmal diese Gedankenfäden mit in die Küche nehmen. Hinspüren, wie wir die Dinge tun, was wir dabei empfinden und wohin uns eine solche Haltung führt: zu Präsenz.

So bin ich der Überzeugung, dass es sicher sinnvoll und schön ist, einmal den eigenen Ort zu verlassen, um in einer neuen, entspannten und bewussten Umgebung diesen Fragen nachzuspüren und Impulse von anderen Menschen zu bekommen. Es ist aber von erheblich nachhaltigerer Wirkung, wenn ich meine alltägliche Umgebung zu einem solchen Erfahrungsraum mache.

Dies ist eine Einladung einmal für ein Projekt in eigener Sache die Küche mit anderen Augen zu betrachten und kleine Gewohnheiten einzuführen, die diesen neuen Blickwinkel weiten, und in ihrem Leben etablieren. Sie werden innere Stabilität ernten, Orientierung in dieser Ruhe finden, einen neuen Zugang zu sich selbst spüren … und ganz nebenbei gesellen sich ganz sicher andere Menschen sehr gerne zu Ihnen, die teilhaben möchten an Ihrem gelassenen Geist.

Zusammenfassend ist unser erstes Thema Demut eine Einladung in Ihre Lebensküche:

Wofür stehe ich zur Verfügung und wofür nicht?  Wo in mir bin ich noch wild und ursprünglich und wie bringe ich das zum Ausdruck? Wieviel Respekt bringe ich mir selbst entgegen und wie äussert sich das in meinen Beziehungen?  Alles zu meiner Zeit!  Auch wenn es nicht immer so geht, können Sie Selbstzeiten einführen …. GO!

Küchenimpulstage sind buchbar … Impulsarbeit mit ganz eigenen Themen ebenfalls:

Mail: info@moonme.biz

Phone: +34 671 691 334

 

GO # Tour 2017


 

Die Tour, die wir jetzt im Aussen machen, die haben wir zusammen mit dem Buch vor zwei Jahren begonnen. Da war auf einmal der Gedanke da, alles, was wir so teilen in unseren Leben mit mehr Menschen zu teilen. Alle einzelnen Erfahrungsteilchen zusammenzufügen und daraus etwas zu entwickeln, was wir heute als GO into your kitchen in den Händen halten.

Am Anfang war da meine Impulsarbeit mit Menschen aus vielen Teilen der Welt und die Kocharbeit von Jens, ebenfalls für Menschen aus vielen Teilen der Welt. Wir haben oft, sehr oft in der Küche zusammen gearbeitet. Privat und bei Kunden, in der Apotheke und im Kloster. Immer mehr wurde uns klar, wie fantastisch es ist, wenn man Erfahrungen zusammenbringt und sie so miteinander teilt.

Das haben nicht nur wir bemerkt. Unsere Gäste waren begeistert vom Essen und von der Energie, die da plötzlich aus der Küche auf die Tische übergegangen ist und die Gespräche oft eine Wendung bekamen. Es waren Feste für die Sinne, fürs Sein, für Gemeinschaft, für all die Geschichten, die in der Küche und an Tischen erzählt und erlebt werden. Das ist eine weltweite Kultur. Das macht man überall. Das nährt. Das ist kreativ. Das stiftet Sinn. Das macht nicht nur den Magen zufrieden. Das fördert Beziehung. Das gibt Orientierung. Das schafft Wert.

Aus der Impulsarbeit in der Apotheke haben wir dann Lebenswerte aufgeschrieben, die für uns sehr viel Gemeinsamkeit mit Küchenthemen haben: Demut, Hingabe, Ehrlichkeit, Mut, Vertrauen, Respekt, Selbstbewusstsein, Klarheit, Dankbarkeit, Humor, Rhythmus. Zu diesen Werten haben wir die Foodthemen genommen, die für uns am stimmigsten waren.

Diese einzelnen Themen werde ich so im Laufe unserer Tour auch hier auf dem Blog beschreiben und ihr könnt einen Vorgeschmack bekommen auf das Buch. Ich würde mich über Kommentare, Fragen, eigene Erfahrungen oder Lob und Kritik sehr freuen. Zögert also nicht und kommentiert hier.

Vielen Dank …. GO

GO into your kitchen # Die Tour


 

Es fehlen noch ein paar Tage, dann geht es los. Wir starten in ein kleines, persönliches Abenteuer und fahren von der Insel aufs Festland, quer durch Spanien, Frankreich und die Schweiz nach Deutschland.

Die roten Schuhe im Gepäck und unser Buch … und eine Menge Freude im Bauch. Natürlich sind wir sehr gespannt auf das, was uns erwartet. Wir haben noch nie eine Lesereise gemacht und wir haben auch noch nie ein Buch geschrieben.

Unterwegs werden wir viele Geschichten erleben, wir werden viele Geschichten hören und erzählen, genauso wie es auch in der Küche oder am Tisch passiert. Viele Menschen erleben das gar nicht mehr, oder viel zu selten. Die Küche ist nicht mehr der Umschlagplatz für Geschichten wie es früher einmal war. Gemeinsame Mahlzeiten gibt es auch immer weniger. Die Sehnsucht aber bleibt bei den Menschen.

Überall wird nach Sinn und Wert gesucht. Eine Möglichkeit beides zu finden ist es in die Küche zu gehen. Davon handelt unser Buch. Es zeigt einige der vielen Parallelen zwischen dem Leben und der Küche auf. Wie sich das eine im anderen wiederfindet.

Wer Lust und Zeit hat, ist eingeladen an einem dieser Abende mit dabei zu sein. Ich füge unseren Tourplan an. Würde mich freuen, wenn wir uns sehen würden.

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Herzensgrüsse aus Felanitx … GO!

GO into your kitchen … auch ein Kochbuch


 

Ich bin gerne in der Küche … und auch ziemlich oft. Natürlich liegt das an meinem eigenen Hunger, aber es liegt zu einem viel größeren Teil daran, dass ich in der Küche viel mehr finde, als nur Futter.

Die Küche ist mein Lieblingsraum.

Hier werden Geschichten ausgetauscht, gerade Erlebtes erzählt, alte Erlebnisse aufgetaut, es wird gelacht, gehört, gesprochen, probiert und gegessen. Meistens bleibt man in der Küche nicht lange allein.

Gefühle werden wachgeduftet. Menschen werden von den Düften angezogen, entspannen beim Anblick der Töpfe und deren Inhalt, lassen los, was draussen in der Welt passiert, geniessen ein Glas Wein oder Bier. Es ist immer eine kleine, gemeinsame Feier.

Klar, geht das nicht immer so, klar ist da manchmal keine Zeit und Ruhe, aber man kann sich langsam in eine Situation rein arbeiten, die immer häufiger Entspannung und Freude bringt. Das ist eine Entscheidung.

Diese Leidenschaft für die Küche und alles um sie und in ihr teile ich jetzt seit fast sieben Jahren mit einem Privatkoch.

Es war wohl das rote Tuch, dass er bei seiner Arbeit trägt und die Art, wie er die Dinge anfasst, handhabt, zusammenfügt. Es war die Temperatur eines Menschen, der seine Leidenschaft lebt, die mich in seine Küche gelockt hat … und seitdem haben wir gemeinsam viele Menschen begeistert mit unserer Art, die Dinge auf den Tisch zu bringen.

Vor zwei Jahren war dann wiedermal Winter. Da war wiedermal viel Zeit für Neues, für Pläne, für Unerlebtes. Wir wollten ein Buch schreiben. Es sollte unsere Fusion dokumentieren. Noch ein Kochbuch der herkömmlichen Art, das war nicht unser Ding. So haben wir Themen aus meinen Coachings verknüpft mit Themen aus der Küche.

Die Devise: Statt mehr Erfahrung woanders, können wir auch scheinbar bekannte Räume neu erfahren. So vereinfachen wir unseren Alltag enorm, indem wir das, was wir eh schon haben als neuen Erfahrungsraum nutzen.

So finden Sie in unserem Buch Lebenswerte wie z.B.: Humor, Demut, Dankbarkeit, Ehrlichkeit verknüpft mit einem Nahrungsmittel oder einer Zubereitungsart.

Das macht neugierig und es macht Lust auf Entdeckungsreise zu gehen und zu erleben, wieviele Dinge in der Küche genauso gelten, wie im Leben. Davon werde ich hier auf diesem Blog in der nächsten Zeit öfter schreiben und ich freue mich auf Kommentare, Fragen und feedbacks.

Vielleicht haben Sie ja auch bei Ihrer Arbeit in der Küche schon so manches Problem kleingekocht. Solche Geschichten interessieren mich und die würde ich gerne hier lesen …. also: ich hoffe, ich habe Sie auf den Geschmack gebracht!

Gudrun Otten