GO > Rheydt 11. Februar 2017

Lambert  Pommes  Gymnasium   Samstag    Markt    Heinemann

Es ist so wunderbar fremd vertraut für mich, wenn ich wieder nach Rheydt fahre. Das passiert nicht mehr sehr oft, aber für die Lesetour sind wir wieder einmal in meine alte Heimat gefahren. Ein Besuch bei Lambert ist obligatorisch. Früher hat sich meine Mutter in seinen Einrichtungsbüchern immer ihre Sehnsucht nach Sonne und Süden ein bisschen gestillt … wenigstens die Bilder anschauen!

Auf dem Weg dorthin fahren wir am Römerbrunnen vorbei … ein beleuchteter Zirkuswagen lacht mich an. Er steht ziemlich einsam hinter einem Zaun, aber eine Frau sitzt darin und verkauft …. Pommes! Jens will Fotos und ich will Fritten! Wir kriegen Beides und dazu noch in wunderbarem Rheydter Platt ein Schwätzchen … „aber auf facebook kommt dat nich!“

Dann fahren wir zu Jörg, den ich aus meiner Cliquenzeit kenne. Wir haben im Odenkirchener Tennisclub zusammen Tennis gespielt und an so ziemlich jedem Wochenende in irgendeinem Partykeller getanzt und gefeiert … Vor ein paar Jahren haben wir uns auf Mallorca zum Jubiläumstisch gesehen. Jörg war auf einmal wieder da … und jetzt haben wir einen Abend mit Buch und tollen Menschen bei ihm zu Hause auf dem Programm.

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Das ist dann schon ein bisschen wie nach Hause kommen … Wir stehen in der Küche, erzählen aus unseren Leben. Auch dass Konstanze, Jörgs Freundin gerade im Krankenhaus liegt, dass es Sorgen gibt und Veränderung wichtig wäre. Da sind wir schon mitten im Thema und die Gäste kommen.

Ich kenne Jörgs Mutter noch von Kaffee und Kuchen am Samstagmittag und auch vom Tennisplatz, wo wir wirklich sehr viel Zeit verbracht haben. Charlotte kommt rein und da ist es, als wäre keine Zeit vergangen und trotzdem waren es vierzig Jahre, die wir uns nicht gesehen haben … riesige Freude!!!!!!! … und auch Dankbarkeit …

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Wir haben einen sehr spannenden und interessanten Abend mit Bruder, Schwiegertochter und Sohn, Freund und Freundin, Mutter und Sohn. Es kommen Gespäche auf, die wohl so noch nicht geführt worden sind … das Buch kommt an! Darüber freuen wir uns sehr, aber noch mehr über all die Wärme, die quer über den Tisch spürbar ist. So viel Nähe …

Zeit ist ein Riese und ein Zwerg … wir haben eine Zeitreise gemacht an diesem Abend und wer weiss, was alles noch entsteht … Müde und glücklich haben wir den Abend bei Jörg beendet und sind in ein wunderbares Bett gekrochen. Feines Futter, lieber Jörg … vielen Dank für all Deine Gedanken und Vorbereitungen und beim nächsten Mal ist Konstanze dabei und wir haben Zeit!

Vielen Dank für einen denkwürdigen Abend auch an Udo, Anna, Kai, Lothar, Petra … und Charlotte!

 

GO

 

GO > Düsseldorf 10. Februar 2017

Brüder    Eislust    Mallorca    Veränderung    Fotografie    … und sonst?

Letzte Tourtage … schon wieder Wochenende … wir fahren nach Düsseldorf. Der Rhein fliesst immer noch in die gleiche Richtung wie damals, als ich noch in dieser Ecke lebte und studierte. Es gibt Dinge, die ändern sich einfach nicht.

Ich darf es ja nicht wirklich laut sagen, aber es war Köln, wo ich Dolmetschen und Übersetzen studiert habe. Ich wusste zu der Zeit noch nicht, dass mich die spanische Sprache so lange begleiten  und begeistern würde.

Auf Mallorca haben wir Stefan und Tina kennengelernt. Ihr Lebensthema: Eine ganz besondere Art Eis herzustellen und zu verkaufen und eine ganz besondere Art Fotografie zu gestalten, verfremden, interpretieren! Wir haben spontan Düsseldorf mit in den Tourplan genommen und uns sehr gefreut, zwei kreative Menschen in ihrer Stadt zu treffen.

Kaum angekommen haben wir uns wieder auf den Weg gemacht zur Eventlocation: bei Christian und Andrea, Stefans Bruder und seine Schwägerin. Tolles Haus mit viel Platz und guter Stimmung. Keine tote Küche, sondern ein lebendiger Platz, an dem dann auch sofort losgelegt wurde. Fenchel schneiden für den Fenchelsalat ( ich wollte den Fenchel mit der Hand schneiden, aber Christians kritischer Blick signalisierte sofort, dass das die Maschine viel besser kann) Pfeffer mahlen, Parmesan fein raspeln … zwischendurch ein Weinchen …. und viel Spaß!

Andrea hatte eine lightbox in die Küche gestellt, die den Titel unseres Buches zeigte. Was für ein Empfang! Besser als jeder rote Teppich!

Es war Freitag und die Menschen, die an diesem Abend dabei waren, waren in Feierlaune, wollten entspannen und Spaß haben. Es kamen wunderschöne Überraschungen zu diesem Leseabend, Menschen, die wir lange nicht mehr gesehen haben … Wir haben gelesen, es wurde still, jedenfalls etwas, dann haben wir diskutiert, Fragen beantwortet und das Leben gefeiert … Wieder ziemlich lange!

Für uns wieder eine tolle Erfahrung an Orte zu kommen, die wir sonst nie sehen würden und Menschen begegnen, denen wir sonst nie begegnen würden. Und immer wieder die Frage, wie geht Leben, wo gehe ich mit meiner Sehnsucht hin, wer bin ich wirklich?

Haben wir das gefunden? Vielleicht immer mal wieder … wir sind auf dem Weg und noch lange nicht angekommen, aber wir geniessen den Weg! Jedenfalls meistens!

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Vielen Dank an Stefan, Tina, Christian und Andrea für eine tiefe und reiche Zeit!   GO ….

GO > Göttingen 09. Februar 2017

Kalt   Kaffee  Schreiben  Bio  Osteria  Tülin  Rüdiger  Ruhe

Nachdem wir die roten Schuhe im Harzer Schnee haben tanzen lassen, sind wir vorbei an der Knochenmühle sehr schnell in Göttingen gewesen. Es war sehr kalt und wir haben sehr gefroren. Vom Parkhaus ein kurzer Weg in die nächste Kneipe. Kaffee gabs, aber kein Internet und keine Steckdose.

Ein bisschen haben wir gesucht, aber dann konnten wir in der Altstadt von Göttingen den restlichen Tag verbringen … mit Internet, Steckdose und Kaffee. Abends waren wir bei Freunden von Jens eingeladen und es ging auch um das Buch. Im Grunde aber ging es um das Leben, die Kinder, die Liebe und die Pläne.

Wir haben sehr feines Essen genossen und einen schönen, ruhigen Abend in Göttingen. Eine kleine Pause, die gut getan hat!

Danke Tülin und danke Rüdiger … für die Zeit mit Euch … GO!

GO > Clausthal 08. Februar 2017

Winterreifen   Harz   Currywurst   Schnee   Star Wars Wissenschaftler

Endlich wissen wir, warum wir in Felanitx Winterreifen aufgezogen haben …. erst liegt der Schnee nur am Strassenrand, dann fahren wir über knirschenden Schnee eine gewundene Bergstrasse hoch in Richtung Clausthal. Ich war noch nie im Harz!

Clausthal erinnert uns an Schweden, obwohl wir auch noch nie in Schweden waren, aber die Häuser sehen ein bisschen aus, wie in den Büchern von Astrid Lindgren: bunt, viel Holz, gemütlich und heimelig. Paula, Sebastian und Max warten schon auf uns. In der Küche duftet ein Mandelkuchen der Extraklasse und wir hocken zusammen am Tisch, trinken Kaffee, essen Kuchen und erzählen von der Tour.

Jens kränkelt ein bisschen vor sich hin …. wahrscheinlich war es keine so gute Idee eine Currywurst mit Pommes in Clausthal zu essen, aber es musste einfach sein.

Abends biegt sich der Tisch vor lauter guten Sachen, frisch aus …. Mallorca! Angefangen vom Öl über Schinken und Käse, Orangen und Wein ist alles frisch eingeflogen extra für diesen Abend … Die Gäste kommen und jeder bringt Selbstgemachtes mit, das landet alles in der Tischmitte.

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Diesmal haben wir es mit Kopfarbeitern zu tun … Wissenschaftler wollen alles ganz genau wissen und es am liebsten auch noch mit einer Statistik belegt haben. Es gab bohrende Fragen und skeptische Blicke bei den Themen Zitrone und Dankbarkeit oder Rhythmus und rote Beete … Was bitte hat denn die rote Beete mit Rhythmus zu tun?

Sie bleiben freundlich, aber ihr Unverständnis blitzt aus den Augen.

Wir bleiben cool und Jens legt sich ein bisschen aufs Ohr … die Currywurst!

Später steigen wir dann doch noch in eine sehr interessante Diskussion ein und Sprache und Wirtschaft verändern auf einmal den Blick und die Fragen. Ja, Innovation hat viel mit Worten zu tun. Worten, die den Blick auf die Dinge verändern, die neue Gedanken hervorbringen …. Es wird dann doch sehr spät an diesem Abend und sehr spannend. Toll, dass sich Dinge auch wenden können …

Wir schlafen super gut und tief und geniessen am nächsten Morgen noch ein leckeres Frühstück mit Sonne in Clausthal.

 

Vielen Dank an Sebastian und Paula und an Max und seine Legokrieger!   GO ….