Annäherung & Distanz

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Wie beginnt Annäherung? Wie spüren wir Distanz?

In den letzten Jahren waren die Themen „Nähe“ und „Distanz“ mit einer Brisanz in unsere Leben gekommen, wie wir uns das wahrscheinlich nicht vorstellen konnten. Abstand war unser ständiger Begleiter und dieser Abstand hat weite Kreise gezogen.

Wir konnten im Aussen erleben, was im Inneren schon lange vollzogen worden ist: Unsere Distanz zu uns selbst. Unserem wahren Wesen, unseren wahren Gefühlen unserer wahren Existenz, unserer wahren Liebe. Für alles, was ist!

 

Wenn sich etwas grundlegend verändert, dann spürt man zunächst nicht, was es bedeuten würde. Was daraus entsteht und wie es sich in das eigene Leben überträgt. Heute, mit etwas Abstand betrachtet, kann ich für mich schon mehr Aussagen machen. Die möchte ich hier mit Dir teilen.

Es sind 3 unterschiedliche Arten von Abstand

 

Der erste Abstand, den ich erlebt habe in dieser ganzen Zeit seit 2020, das war der Abstand zur Normalität. Meine erste Beobachtung für mich dazu war ein Gefühl der Erleichterung. Das klingt paradox und ist es wahrscheinlich auch. Ein Ausnahmezustand ermöglicht einen Stillstand, den wir alle gebraucht haben. Eine Pause. Es fühlte sich natürlich an. Gefühlt leben wir alle in einem linearen Leben und das zyklische Kommen und Gehen ist einer Art Rausch gewichen. Wir kommen zum zweiten Abstand.

Dem Abstand zum Rausch. Eintauchen in ein vollkommen unerwartetes und ungewohntes Gefühl für sich selbst in diesem Leben.

 

Das kollektiv. Der Verstand hat bei solchen Ereignissen keine Chance. Für mich war körperlich spürbar, wie dringend ich diese Pause gebraucht habe und wie mein Körper endlich loslassen konnte. Von Anspannung, inneren Widerständen und Angst. Erzeugt in einem System und durch das System.

Innerlich war mein Leben gefühlt ständig in einem Ausnahmezustand. Ich hatte mich allerdings sehr daran gewöhnt und ich wage zu behaupten, dass die Mehrzahl der Menschen in exakt diesem Zustand gelebt haben und zum großen Teil immer noch leben.

Aussen lief das Leben scheinbar normal und in mir tobte mal heftiger und mal sanfter ein nicht enden wollender Krieg. Jetzt trafen sich die beiden Ausnahmezustände. Der innere und der äussere Ausnahmezustand.  Wie eine Trennwand, die plötzlich entfernt wird.

Eine große Ruhe in mir war die Folge. Endlich. Mir kam es vor, als hätte ich mein Leben lang auf einen solchen Zustand gewartet.

 

Mir fällt dazu das Wort „Entropie“ ein und ich habe das Gefühl, ich bin / wir sind  in einem Zustand der Entropie gelandet. Was mit Entropie gemeint ist, kannst Du in diesem Video erfahren: https://www.youtube.com/watch?v=u6FiJJ8KH4I

Aus einer erzwungenen Ordnung entsteht eine wahrscheinliche Unordnung.

 

Das ist sehr platt gesagt jetzt hier und sehr vereinfacht, aber das Bild passt so gut in das, was ich sagen möchte.  Wir alle sind von Systemen geprägt, die uns in eine Ordnung zwingen, die nicht unbedingt unserem natürlichen Verhalten gerecht werden. Und es scheint ein Gesetz zu geben, dass irgendwann ein Punkt erreicht ist, wo solche Systeme,  wenn sie sich nicht selbst erneuern, zersetzt werden. Sie beginnen einen langsamen Auflösungsprozess.

Und da wir Teil des Systems sind,  befinden auch wir uns in diesem Auflösungsprozess wieder.  Das macht unsicher, das macht Angst und es löst auch innere Widerstände aus.  Das ist natürlich, aber man kann lernen damit umzugehen.

Aus Zeiten tiefer Verunsicherung entstehen vollkommen neue Perspektiven und Entscheidungen. Wir kommen in eine neue Beziehung zu uns selbst und der Welt. Es hat etwas Heilsames, das Plötzliche, das Unerwartete. Es weckt andere Kräfte und die beginnen jetzt wirksam zu werden.

 

Seit gut zwei Jahren ist ein vollkommen neues Bewusstsein in mir entstanden und eine tief verbundene Kraft nährt meine Kreativität. Nicht dass ich vorher nicht kreativ gewesen wäre. Im Gegenteil.

Aber diese neue Kreativität, die ist von einer anderen Qualität.

 

Einer vorher nicht gekannten Tiefe. Der Unterschied ist entstanden durch meine neue Verbundenheit mit Kräften, die weitaus größer sind als ich selbst es bin.

Aus der Distanz zu mir selbst ist eine neue Nähe entstanden. Ich habe mich nochmal zu mir selbst genommen. Herzräume entdeckt, Herzohren wachsen sehen und einen neuen Herzschlag gespürt. Für diese neue Zeit, die wir gerade mit unseren neuen Geschichten füllen und formen.

Neue Geschichten, getränkt von einem anderen Geist.

 

Was ich spüre, das ist die große Sehnsucht kollektiv nach einer neuen Verbundenheit. Hier komme ich zu Abstand drei. Es ist der Abstand zu einem System, das sich weigert, sich wirklich grundlegend zu erneuern und sich den Menschen neu anzupassen. Statt umgekehrt.

Wir alle suchen nach tiefer Verbundenheit, haben Sehnsucht nach Gemeinschaft und Sinn. Kollektiv spüren wir, dass  die aufgebauten Hierarchien und Strukturen kein Garant sind für gute Führung. Sondern im Gegenteil Führung Macht ausübt statt sie zu teilen. Mit den Folgen, die wir gerade massiv erfahren.

Wir hören einander nicht wirklich zu, spüren unser Gegenüber nicht und uns selbst auch nicht wirklich. Das ist die Annäherung, die ich vorschlage: Zuhören. Erst sich selbst so lange zuhören, bis eine innere Stimme hörbar wird. Wir in Resonanz gehen mit dieser Schwingung in uns. Einen neuen Boden unter unseren Füßen spüren.

Das wird uns zu einer vollkommen veränderten Haltung uns selbst gegenüber führen. Und dann beginnen wir auch anderen Menschen,  der Natur,  dem Universum, den Erdkräften, der mystischen Seite unserer Existenz, dem Unerklärlichen zuzuhören.

Wir sind hoch spirituelle Wesen, die gerade beginnen wach zu werden für diese unbegrenzte Kraft in uns.

 

Der Übergang in die neue Zeit, der ist nicht sanft, nicht still und auch nicht distanziert. Der Übergang fordert den ganzen Menschen mit allem, was er ist und hat und kann und will. Wir nehmen uns ganz zu uns selbst.

Es ist die große Zeit für eine große Geschichte. Wir dürfen das Narrativ nach dem wir Jahrhunderte gelebt haben vollkommen neu schreiben. Das hat große Bedeutung. Jede einzelne Geschichte ist ein kleiner wesentlicher und unverzichtbarer Teil in der großen Grammatik dieses neuen Narrativs. Darin wird es nicht mehr um Schuld und Scham gehen. Nicht mehr um Du oder ich.

Dieses Narrativ wird getragen werden von einem Gefühl der Verbundenheit, denn aus nichts anderem kommen wir. Unsere Nabelschnur zu Mutter Natur, unserer eigenen Mutter. Aus dieser Verbundenheit entsteht eine neue Zugehörigkeit zu einem größeren Kontext als unsere Ängst sich das je vorstellen können. Wir steigen aus den Begrenzungen aus und wagen den Schritt in die Unendlichkeit der Möglichkeiten unser Leben zu gestalten.

Noch ist alles am Anfang. Wie schön!

 

Inneren Erdbeben gleich erlebe ich die Zeit dieser neuen Erschütterlichkeit. Meine eigene Berührbarkeit für mich selbst und meine Geschichte hat eine Art Höhepunkt erreicht.

Wie eine zweite Welle erlebe ich eine neue Art Wortflut durch mich durch rauschen und ich muss noch nicht einmal meine Hand nach den Worten ausstrecken. Sie kommen auf mich zu.

Wie Gäste, auf die man schonlange gewartet hat.

 

Ich lasse mich ganz entspannt auf dem Rücken liegend durch meine Zeit tragen und die Offenheit all meiner Systeme erlaubt den Durchfluß. Zeit fließt. Raum fließt. Ich fließe.

Keine Spannung und kein Widerstand. Keine Angst und kein Zögern. Die Kanten meiner Widerstände brechen, wie bei einer Lawine. Es beginnt an einer kleinen Stelle eine Bewegung. Die sich überträgt auf alles und sich ausweitet.

Enorme Energie unterwegs entwickelnd. Nicht mehr fragend ob gerade der richtige Zeitpunkt ist, ob gerade auch alle Genehmigungen vorliegen und alle auch wirklich einverstanden sind.

Ich stürze mich innerlich in ein vollkommen neues Gefühl für meine inneren Kräfte, deren Zeit sich zu zeigen, gekommen ist.

Unspektakuläre Wucht liegt in diesem Prozess und während ich loslasse, rauschen Bilder durch mich durch. Alte Geschichten reißen fast panisch geworden noch ein letztes Mal die entsetzten Augen auf, dann verschwinden sie.

Manche in eine herzliche Bedeutungslosigkeit. Erst sind es kleine Geschichten und kleine Gewichte, doch schnell kommen größere Brocken, längere Geschichten, größere Gewichte. Ich bleibe stehen und winke. Wie die Queen. Freundlich lächelnd einem Schauspiel beiwohnend, dessen Bedeutung sich in einem Nichts auflöst.

Ein tiefer Atemzug und es ist vollendet. Ein Strom alter Geschichten verschwindet aus meinem Blickfeld und hinterlässt ein sanftes Kribbeln und Prickeln auf meiner Haut.

Von dort setzt es sich fort und auf einmal ist meine gesamte Existenz durchflutet mit einem neuen Gefühl von Sein, von Klarheit, Kraft und einer tiefen Annäherung nochmals und immer wieder an mich selbst.

Ich schreibe diesen Blogartikel heute morgen in aller Frühe, weil ich ein Programm gestern beendet habe. Und mit Programm meine ich nicht nur ein äusseres Programm, einen Kurs, sondern ich meine damit auch ein inneres Programm.

Eine innere Programmierung, die jetzt endlich auch zu einem Ende, einem Abschluss kommen darf.

 

Das Programm für das ich mich eingebucht hatte, das war bei Monika Birkner. 3 Monate GO Premium. Gestartet sind wir im Mai und gestern hatten wir unseren Abschlusscall. Es ging um das Große und Ganze in unserem Business und auch im eigenen Leben. Wir sind durch 3 Module geführt worden und ich habe einen intensiven Arbeitsprozess durchlaufen.

Monika ist intern bei mir als „Die Systemin“ abgespeichert. Sie hat eine einzigartige Gabe zu allen möglichen Kontexten ein System zu erstellen. Das macht es Menschen wie mir so unglaublich leicht in eine Struktur zu kommen, ohne dabei eingesperrt zu werden, denn Monikas Systeme sind zwar klar und strukturiert, aber dabei auch atmend und agil.

Es war und ist eine Wohltat jetzt mit einem Signature System zu beginnen, das sich ganz nach mir anfühlt, meinen Kundinnen und mir einen klaren Rahmen gibt, aber in den Zwischenräumen, da ist jede Menge Bewegung und Beweglichkeit. Ich kann intuitiv vollkommen neu denken und kreieren ohne mein großes Ziel, meine große Vision, den Rahmen aus den Augen zu verlieren.

In diesen 3 Monaten habe ich mein gesamtes Wissen und meine gesamte Erfahrung vollkommen neu zusammengeschrieben und zu einer Essenz verarbeitet, die in eine besondere Reise über 4 Monate fließt.

 

 

In diesen 4 Monaten lade ich 4 Frauen in Führung ein, sich selbst und ihre eigene Geschichte endlich in das Format zu überführen, das ihrer Natur wirklich entspricht und ihr Potential verbunden in die Welt übersetzt. Die nicht zwanghaft und unbewusst die alten und überholten Muster ihrer vergangenen Geschichte wiederholen möchten.

Frauen, die spüren, dass jetzt die Zeit ist, eine neue, eigene Geschichte zu beginnen. Eine Geschichte, die getränkt ist von tiefer Weisheit und Verbundenheit, und die tiefe innere Ordnung auslöst und einen unbekannten inneren Frieden möglich macht.

 

Die ihren Hunger nach Zugehörigkeit in der Tiefe selbst stillen mit einer wachen und wahren Selbstverbundenheit. Deren Blick frei wird für andere Menschen und ihre Situationen und Energien.

Die keine Kraft mehr verlieren wollen in täglichen Kämpfen um Anerkennung. Die aus sich selbst schöpfen und aus diesem Bewusstsein heraus frei sind von dem Drang sich beweisen zu müssen. Sie wissen, sie sind mehr als genug.

Die in tiefer und neuer Verbundenheit mit sich selbst, mit der Natur und allem Zyklischen darin, beginnen aus einem gelassenen, inneren Frieden zu schöpfen, der sie ankommen lässt in ihrem Herzen. Da, wo die wahren Entscheidungen entstehen.

Hier findest Du erste Informationen und einen Überblick:

https://express.adobe.com/page/r8bKaXa5HdIDD/

Die Reise beginnt Mitte September mit einem ausführlichen Onboarding und wenn Du Interesse an mehr Informationen hast, dann schreib mir bitte eine Mail an: info@go-impuls.com

Für heute schließe ich diesen Beitrag und freue mich, wenn die Impulse in Dir eine Wirkung erzeugen. Über Kommentare freue ich mich!

„Ich möchte gerne leben, wie ein Fluss fließt, getragen von der Überraschung seiner eigenen Entfaltung.“ John O’Donohue.