Für einen Tag
jedes Urteil über
sich selbst in den
großen Fluss
werfen
Die Strömung
mitnehmen
lassen was ihr
anvertraut wird
Noch während
des Loslassens
ein Poem gegen
die Strömung
flussaufwärts
aufsteigen sehen
Ein Poem, das nicht über Führung spricht und dennoch eine der radikalsten Verschiebungen beschreibt, die im gegenwärtigen Führungsdiskurs stattfinden könnten.
Die meisten Narrative von Führung bewegen sich nach vorne: Ziele setzen, Orientierung geben, Wirkung erzeugen. Dieses Poem beginnt mit einer Geste des Loslassens.
Für einen Tag jedes Urteil über sich selbst in den großen Fluss werfen
Entwicklung geschieht hier nicht durch Optimierung des Selbst. Etwas Neues kann entstehen, wenn die ständige Selbstbewertung ausgesetzt wird. Statt Selbstverbesserung Selbstentlastung. Statt Kontrolle Teilnahme.
Die Strömung mitnehmen lassen was ihr anvertraut wird
Im herkömmlichen Führungsverständnis bewegt die Führungskraft die Strömung. Hier vertraut sie sich ihr an. Das ist keine Passivität. Es ist eine andere Form von Intelligenz, die nicht zuerst fragt: „Wie kann ich verändern?“, sondern: „Was versucht hier bereits zu werden?“
Noch während des Loslassens ein Poem gegen die Strömung flussaufwärts aufsteigen sehen
Die Idee erscheint, während etwas losgelassen wird. Das Neue wird nicht hergestellt. Es wird sichtbar, weil Raum entstanden ist.
Ein Konzept erklärt. Eine Metapher reorganisiert Wahrnehmung.
Der Verstand wird durch die andere Art der Sprache ausgehebelt und vollkommen überrascht. Der Körper kommt zu Wort. Er verbindet, was noch nicht verbunden ist oder nie verbunden war. Es kommt Entspannung in Systeme. Aus dieser Entspannung wächst Vertrauen, mit dem Vertrauen wächst die Bereitschaft, und damit entsteht Möglichkeit.
Poetic Presencing begleitet Dich in den Mut,
die Brüche und Unsicherheiten
wie Schwellen oder Übergänge zu erleben,
in denen Sprache selbst sich neu
in Dein erwachendes Bewusstsein legt.
Mit einem Klick auf den grünen Punkt lade ich Dich ein, Deiner eigenen Sprache experimentell neu zu begegnen.
