Experiment

Poetisches Oxytocin

Manchmal weiß der Körper etwas, bevor der Verstand Worte dafür hat.

Ein Druck. Eine Enge. Eine Unruhe. Ein Unwohlsein. Nicht unbedingt ein Problem, das gelöst werden muss, sondern vielleicht die erste spürbare Verbindung zu etwas, das in Dir bereits da ist und noch keine Sprache gefunden hat.

Du suchst nicht nach den richtigen Worten, sondern folgst dem, was sich zeigt. Das Unbekannte wird nicht in Sprache gezwängt. Du näherst Dich über das körperliche Erleben den Worten an, nimmst Verbindung mit ihnen auf. Im Schreiben.

Und wenn etwas, das bisher nur körperlich spürbar war, Sprache bekommt, kann sich auch das körperliche Erleben verändern: Druck kann nachlassen, Enge sich lösen, etwas kann weiter werden.

Aus körperlich gespürter Information wird Sprache.
Aus Sprache entsteht Verbindung.
Und aus Verbindung kann Weite entstehen.

Das ist Poetisches Oxytocin.