CORONA und die Zugehörigkeitsschleuse

Drinnen oder Draussen … wer entscheidet eigentlich, ob man dazugehört oder eben nicht? Wer stellt dafür die Kriterien auf und achtet auf deren Einhaltung? Für wen sind diese Kriterien eigentlich gemacht und für wen sind sie wichtig? Zugehörigkeit ist eine der zentralen, wenn nicht die zentrale Bedingung im Leben aller Kreaturen. Auch für uns Menschen. Es hat lebensbedrohliche Konsequenzen, wenn wir nicht dazugehören.

Wir sind bei Blogartikel n° 9 meiner Serie über die Krisenkraft der Kriegsenkelinnen.

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CORONA und das Energiekorsett

Als Korsett (von französisch corset, ursprünglich Diminutiv von altfranzösisch cors „Körper“) wird ein steifes, zur Unterkleidung gehöriges Kleidungsstück bezeichnet, das eng am Oberkörper anliegt und diesen der jeweils geltenden Modelinie entsprechend formen soll. Das habe ich bei Wikipedia gefunden.

Der perfekte Einstieg heute in Blogartikel n° 8 meiner Serie über die Krisenkraft der Kriegsenkelinnen.

12 Wochen 12 Beiträge 12 Themen rund um Kraft und Lebenskompetenz und das Ankommen in der eigenen Lebensspur in Krisenzeiten wie diesen gerade, als Kriegsenkelin

Heute Thema n°8

Das Energiekorsett

 

Bei dem Energiekorsett, über das ich schreiben möchte, handelt es sich nicht um ein wirkliches Kleidungsstück. Trotzdem ist die Wirkung auf den Menschen identisch:

Entsprechend der geltenden Modelinie/Gedankenlinie/Haltungslinie nicht allein den Oberkörper formend und anpassend, sondern den gesamten Menschen mit seinen Werten, Potentialen, Gefühlen, Gedanken, Vorstellungen in eine ganz bestimmte Form bringen. Atemluft kann, wie bei einem richtigen Korsett auch bei diesem Energiekorsett nicht frei fließen.

 

Die Folgen sind heute bekannt.

 

Was meine ich also mit einem Energiekorsett?

Wenn ich zurückdenke an meine Kindheit, dann höre ich meine Mutter ziemlich energisch sagen: „Jetzt halt aber mal die Luft an!“ Sie sagte das immer dann, wenn ich außer mir war, vor Begeisterung, vor Vorfreude, vor Neugierde, vor lauter Lebenslust. Sie ertrug das nicht so gut. Sie empfand das als maßlos … übertrieben!

Spontan ging bei ihr einfach nicht.

 

Und wenn spontan, dann nur, wenn sie vorbereitet war. Das war dann mehr so eine geplante Spontanität. Das betraf auch Bewegung. Kontrolliert, ja! Aber frei und ungezähmt, nein. Ich durfte nie so schnell laufen, wie ich wollte. Ich durfte nie in Ecken kriechen, in die meine Mutter nicht kam. Ich musste versuchen mich zu zügeln, obwohl ich voller Energie steckte, die einfach so raus wollte. Erst machten das meine Eltern, dann machte ich es selbst mit mir.

 

Mich zügeln

 

Tatsächlich hatte ich als kleines Mädchen eine Art Geschirr um, wenn wir unterwegs waren. Es war mit Filz gepolstert und vorne drauf, da war ein Hirschkopf.  Die Zügel hielten meine Eltern in der Hand.ich war nicht wirklich eine Ausnahme.

Wenn man das Zügeln lange genug betreibt, dann entwickelt sich wie von selbst so ein Energiekorsett. Es kommt wenig Energie raus und es kommt wenig Energie rein. In den eigenen Körper. So empfindet man irgendwann immer weniger, vor allem für sich selbst. Man spürt nicht mehr, wann genug ist, wann es reicht, wann es Zeit wird aufzutanken. Ruhig zu werden. Still zu werden.

Einer geht noch … ist das Motto

 

Wir befinden uns dann in einer Spirale. In der geht es abwärts und wenn man nicht aufpasst, dann geht es so weit abwärts, dass nichts mehr geht und man in etwas landet, was überhaupt nicht mehr zu kontrollieren oder regulieren ist. Das Körpersystem steigt aus und wir landen in einer Art dunklem Käfig.

Kein Licht am Ende von keinem Tunnel. Man ist der Tunnel und das Leben fühlt sich nach gar nichts an. Diesen Zustand gibt es in unterschiedlichen Stufen. Er zwingt uns zum Stillstand. Die alltäglichen Routinen rücken in den Hintergrund und langsam beginnt man aufzugeben. Den Widerstand gegen sich selbst. Lässt los von allen Erwartungen, von jedem Druck und jeder Spannung.

 

Langsam beginnen wir zu spüren, wer wir wirklich sind, wer wir wirklich waren, denn die zurückgehaltene Energie, die ist nicht weg.

 

Sie ist immer noch in uns. Wie in einer Energiekapsel. Verschlossen. Es ist der Zustand des NICHTS, der diese Kapsel langsam öffnet. Erst vorsichtig, dann immer kraftvoller werden wir von einer ungeahnten Energie durchströmt.

Der ganze Körper wird geflutet mit eben dieser zurückgehaltenen Energie, die endlich frei fließen darf. Nichts hält sie mehr zurück, denn einmal geöffnet, lassen sich die Energiekapseln nicht mehr schließen. Wir sprudeln wieder aus unserer eigenen Quelle und stecken damit unser Umfeld an.

 

Das Energiekorsett ablegen und aus der zurückgehaltenen Energie schöpfen, das ist also meine Krisenkraft n° 9 als Kriegsenkelin.

 

 

Sie wird verstärkt aktiviert in Krisenzeiten. Dann, wenn nichts mehr läuft wie gewohnt, wenn wir uns neu einstellen müssen auf eine bisher ungeübte Situation. So, wie jetzt in Corona Zeiten, wir vollkommen aus dem gewohnten Rhythmus geworfen sind und uns und unser Leben neu definieren und gestalten dürfen und sollen und auch müssen.

Manchmal fehlt die Antriebsenergie, die Startsubstanz für diesen tiefgreifenden Wandel. Wir wissen nicht wo wir anfangen sollen und ob wir überhaupt anfangen können vollkommen neu zu denken, zu fühlen, zu entscheiden. Für mich ist diese Krise wie ein Sprungbrett in ein Leben, das ich nochmals neu und nach meinem Potential gestalten kann und will und werde.

Ich begleite Menschen auf ihrem Weg in ihre ganze Geschichte. Ich zeige die Wege, wie man aus der eigenen Geschichte Kraft schöpfen kann und wie es sich dann anfühlt das Leben.  Ganz mit sich selbst verbunden hat man plötzlich genug Energie zur Verfügung für alle Pläne und Entscheidungen.

Eine neue Lebeleichtigkeit entwickelt sich und es gibt keinen Grund mehr sich selbst zurückzuhalten. Beziehungen entwickeln sich in eine neue Richtung, Entscheidungen werden getroffen im Einverständnis mit dem eigenen Umfeld und Konflikte werden friedlich ausgetragen. Es entsteht eine neue Ordnung. Erst in einem selbst und dann um einen.

Für mich sind Worte die Schlüssel, die einen solchen Prozess auslösen. Zuckersüße & bitternötige Worte, die die Gedanken auf Neuland lenken. Die ungewohnt sind, ungeübt. Worte, die öffnen. Innenräume. Meine Wort Patisserie ist vor Corona entstanden, aber sie ist heute ein zuckersüßer Segen.

Es sind 5 von mir gesprochene Impulse, die Du täglich für eine Neuausrichtung Deiner Gedanken in Dein Mailpostfach geschickt bekommst. Sie drehen Deine Aufmerksamkeit in eine neue, andere Richtung. Es ist, als ob Dein Blick eine Facette dazu bekommen würde.

Du kannst sie kostenfrei kennenlernen und Dich von mir auf diesen eigenwilligen Geschmack bringen lassen. Eine Woche lang verführen Dich sanft gesprochene Worte in neue Gedankenwelten. Hier ist der LINK für Deine Buchung, die vollkommen kostenfrei für Dich zur Verfügung steht:

CORONA und der Konfliktkondensator

„Kinder sind die Produzenten ihrer eigenen Entwicklung.“ Das Zitat habe ich aus einem Vortrag von Jesper Juul, den er auf dem Kongress zum Thema: „Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen in schweren Zeiten“ gehalten hat. Dieser Satz steht im absoluten Gegensatz zu den Erfahrungen, die ich als Kind machen durfte und den Erfahrungen, Kinder auch heute noch grundsätzlich machen.

In meiner Kindheit, da ging es nicht um meine Entwicklung, geschweige denn darum, dass ich sie selbst bestimmen durfte, diese Entwicklung. Es ging um die Erwachsenen, das System und einen diffusen Dunst um und in allem. Den habe ich vor allem gespürt als Kind. Etwas lag immer in der Luft. Sie war nie frei und klar.

Damals hatte ich dafür noch keinen Namen. Heute kann ich die Luft greifen und füllen mit meinen Worten und meiner Wahrnehmung.

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CORONA und der Schweigestoffwechsel

Manchmal, da verschlägt es mir schlicht die Sprache und was ich eigentlich sagen will, das kommt einfach nicht raus. Nichts zu machen. Wenn ich mich anstrenge und konzentriert die Dinge rausbringen möchte, dann purzeln mir die Worte durch mein Hirn wie Buchstabennudeln in kochendes Wasser. Noch nicht einmal ein einziger Buchstabe lässt sich greifen.

Welche Momente, das sind? Meine Schweigemomente, die entstehen, wenn mich etwas berührt … meistens unangenehm. Wenn ich eine Grenze setzen müsste, aber irgendeine alte Erfahrung in meinem System da ein Schweigesignal gesetzt hat. Besser nichts zu sagen, das war früher eine der wesentlichen Fertigkeiten, die ich lernte. So habe ich einiges einfach über mich ergehen lassen. Kennst Du?

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