PAULA & THEO Wie alles begann

Die richtige Paula & Der richtige Theo

„Man gräbt nicht in der Vergangenheit.“

Das hatte meine Mutter zu mir gesagt, als ich sie gebeten habe, mir etwas über sich selbst und ihren Vater zu erzählen. Ich brauchte nicht lange für eine Antwort. Die war so klar in mir, dass ich ihr sagen konnte:

“ Aber die Vergangenheit gräbt in mir.“

 

Sie muß das verstanden haben, denn es dauerte nicht lange und sie begann eine Art Erinnerungstagebuch zu schreiben. Ich spürte aus den Zeilen heraus, wie sie die Ärmel hochgekrempelt hatte und sich zurückversetzte. Es ist ihr nicht leicht gefallen und was ich zu lesen bekam, das war so warm, verbunden und liebevoll, wie nur ein Kind über den Vater oder die Mutter schreiben kann.

Es war die 10 jährige Paula, die das schrieb … wahrscheinlich für sich selbst.

Auch.

 

Sie hat darin so genau beschrieben, was sie gemeinsam erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und wie es zu Hause zugegangen ist. Sie lebte mit ihren Eltern bei der Großmutter und es gab eine Reihe von Geschwistern, die regelmässig dort waren.

Ich konnte den Kaffee riechen, den Hefezopf schmecken und die Unterhaltung leise hören. Es war eine heile und muntere Welt. Zumindest in ihren Beschreibungen. Mein Großvater war technischer Zeichner in Rheydt bei Schorch. Erst bauten sie Motoren für Zuckerzentrifugen, dann bauten sie Kriegsmaschinen.

Den Grund, warum mein Großvater freiwillig an die Front gegangen ist, den habe ich nie erfahren. Für ihn und Paula ging damit aber die Zeit der Unbeschwertheit zu Ende. Erst kam er mit einem Lungensteckschuß aus dem Lazarett nach Hause. Dann kam er gar nicht mehr heim. Das konnte Paula nicht verstehen und im Grunde konnte das niemand verstehen.

Kümmern musste sie sich dann um ihre Mutter, die so traumatisiert war, das sie die Rollen einfach tauschen mussten. Der Krieg hatte beide an einen neuen Platz gestellt. Paula wurde die fürsorgliche Mutter, während die Mutter zum bedürftigen Kind geworden war.

Tüchtig, das war sie. Paula klaute Kohlen von den Waggons, die im Rheydter Bahnhof langsam einfuhren, tauschte auf dem Schwarzmarkt und funktionierte. Im Grunde bis sie mit 69 Jahren an Krebs starb. Das wiederrum konnte ich nicht verstehen.

Die erwachsene Paula hatte einen Baum.

 

Auf einem unserer gemeinsamen Spaziergänge hat sie ihn entdeckt und mit weit offenen Armen begrüsst. Es war eine alte Buche auf einem Hügel in Perchting bei München. Ich hatte meine Mutter noch nie einen Baum umarmen gesehen. Das war irgendwie erst komisch, dann magisch. Dann wurde meine Mutter krank. Da war der Baum für mich so etwas wie ein Ratgeber und Tröster und wir haben viele  intensive Gespräche geführt.

Bei näherer Betrachtung war mir irgendwann ein Walauge aufgefallen.

 

Auf der Rinde von diesem Baum, den ich begonnen hatte Theo zu nennen. So hatte mein Großvater geheißen. Mit Theo erlebte ich dann in Gedanken all die wunderbaren Dinge, die meine Mutter in ihrem Erinnerungstagebuch beschrieben hatte.

Es wurden heilsame Zeiten dort bei Theo.

 

Nur meine Mutter wurde nicht mehr gesund und ich musste sie viel zu früh gehen lassen. Aus meinen Erlebnissen dort an diesem Hügel mit dem Baum und den Erinnerungen meiner Mutter, ist ein Buch geworden. Eine magische Reise wird darin beschrieben und ein Glück, das am Ende dieser Geschichte doch ein Kreis geschlossen werden kann, den das Leben so machtvoll unterbrochen hat.

Es ist Frieden, der sich einstellt, wenn eine Geschichte transformiert wird.

 

Es ist Kraft, die erwächst aus ihr, wenn sie ihr konstruktives Potential zeigen und entwickeln darf. Es ist die langersehnte Ordnung im eigenen Leben, die sich wohltuend ausbreitet im gesamten Körpersystem. Es ist tiefes Einverstandensein mit allem was ist. Auch wie man selbst ist. Auch was man selbst tut und denkt und fühlt.

Stimmigkeit und Ankommen stellen sich natürlich ein. Die eigene Lebensspur entfaltet sich während man geht und die Erschöpfung aus einer ungelösten Geschichte verwandelt sich in eine Kraft und Leidenschaft, die alles berührt und verändert.

Die Erfahrungen, die ich während meines gesamten Transformationsprozesses gesammelt und gewonnen habe, die gebe ich heute weiter in meiner Arbeit als Life Story Mentorin. Es muss nicht mehr Jahrzehnte dauern, die eigene Geschichte zu heilen. Das weiss ich heute und setze das um.

Meine gesamten Ausbildungen hatten diese Arbeit zum Ziel. Zunächst vollkommen unbewusst, dann immer mehr bewusst bin ich in mein Potential gewachsen und tue das immer noch. Jahrzehntelang habe ich zugehört, Verbindungen hergestellt, Neutralität geübt, Wahrnehmung geschärft.

Zahlreiche hervorragende Therapeutinnen und Mentorinnen haben mich auf diesem Weg begleitet. Das Buch, das ich in dieser Woche in meinen Händen halten werde, ist die Essenz aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte meiner Mutter.

Ich bin quasi ihre Biografin und Erzählerin. Aus allem, was sie mir geschrieben hat, ist ein Bild geworden und aus diesem Bild habe ich eine fantastische Geschichte geschrieben, die ein unvorhergesehenes Ende hat. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht.

Es ist eine leise, kleine Geschichte geworden, die das innere Kind sofort spürt.

 

Für mich ist es wichtig geworden, meine eigene Geschichte zu erzählen, sie zu teilen und so Anker zu schaffen, für andere Geschichten, die sich damit verbinden und wir so in eine neue Geschichte wachsen können und auch sollen.

Das innere Schweigen wird so gebrochen und es muss nichts mehr zurückgehalten werden. Kein Gefühl, kein Gedanke, kein Wort. Ehrlich mit sich selbst sein. So könnte man das nennen. Und diese Ehrlichkeit in einer Haltung nach aussen tragen.

Wenn Du Lust hast, dann lade ich Dich ein am 22. Juli um 18:00 in meinen Zoom Raum zu kommen. Paula & Theo habe ich auch eingeladen und wir werden gemeinsam ein Stück meines Weges mit Dir teilen. Hier ist der LINK für die kostenfreie Teilnahme:

https://us02web.zoom.us/j/88396684418?pwd=eVdScmNid2RIYXVOa3JuS2ZmVjVHQT09

Paula & Theo haben schonmal den sommerlichen Tisch gedeckt

Vielleicht spürst Du in Dir selbst auch eine Geschichte, die darauf wartet erzählt zu werden. Darüber könnten wir sprechen … am Donnerstag ab 18:00.

Für mich schließt sich gerade ein großer Kreis und setzt eine ungeahnte Energie und Freude frei. Die teile ich gerne mit Dir!

Gudrun

 

CORONA und der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt

Jeder kennt ihn, den berühmten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Meistens meinen wir damit Gefühle, die nicht mehr zurückgehalten werden können und sich oft  explosionsartig einen Weg suchen … und ihn auch finden.

Oder Situationen, die sich zuspitzen und dann einen unkontrollierbaren Ausbruch an gestauter Energie auslösen. Etwas wird zerstört, beendet, radikal verändert. Es gibt unterschiedliche Tropfen und auch unterschiedliche Fässer. die überlaufen können.

Wir benutzen Wasser in unserem täglichen Sprachgebrauch so viel, dass alleine diese Tatsache ein Hinweis darauf ist, wie wichtig Wasser in unserem Leben ist. Zum größten Teil bestehen wir selbst aus Wasser. So dass der Schluß zugelassen ist, dass auch in unserem Körper Fässer zum Überlaufen gebracht werden können.

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CORONA … Kriegsenkelperspektive für den Jahresrückblick 2020 inklusive Monatsrückblick 2021

Kriegsenkelperspektive & Corona

 

Froschperspektive und Vogelperspektive, das kennt man ja. Kriegsenkelperspektive eher nicht so. Obwohl wir sie fast alle kennen, diese Perspektive, diesen einen Blick auf die Dinge, sich selbst und das Leben.

Leicht bis mittelschwer gehetzt, suchend und irgendwie nicht findend, nirgendwo wirklich zugehörig, irgendwie keine eigene Grenze, gähnende Leere dadrinnen, die ständige Frage: Wer ist Ich? Da draussen sind die, die das Leben verstanden haben, die die sich trauen, die die können und dürfen. Dazu noch der ständige Drang es nicht rauszulassen, das, was nicht da ist. Keiner soll davon was mitkriegen. Keiner darf das merken.

Inneren Ausnahmezustand könnte man das nennen und Teile davon haben sich in diesem Jahr perfekt getroffen mit dem äusseren Ausnahmezustand. Aber das Jahr beginnt ja im Januar und da beginne ich auch meinen Jahresrückblick 2020. 2020 hat spektakulär begonnen für mich. Siehe den grünen Apfel oben! Noch vollkommen ohne Beschränkungen und Corona.

JA wie JANUAR … und ANKOMMEN 2020

Mein Geburtstag ist in diesem Jahr echt üppig ausgefallen. Ich bin 60 Jahre geworden und hatte die Idee, das etwas anders als gewohnt zu feiern.  Die Kinder und Jens haben Wind davon bekommen und meine Planung gestoppt. Ich sollte am besten gar nicht über meinen Geburtstag nachdenken. Hab ich gemacht. Mit dem Ergebnis, dass Jens und ich drei Tage durch Barcelona gestreift sind und  ich dann in München eine Big Surprise Party bekommen habe und einen ganzen Tag meine (fast) ganze Familie um mich und mit mir.

Der grüne Apfel, siehe oben, der hat mich zu meinem Geschenk geführt. Ich konnte es leider noch nicht einlösen. Der Ausnahmezustand …. ihr wisst schon! Es war eine Reise nach New York. Mein Traumziel, denn dort, genauer gesagt in der Sketchbook Library in Brooklyn, da ist mein Kinderbuch „PAULA & THEO in einer großen Sketchbook Bibliothek. Die möchte ich dort besuchen. Unbedingt. Das wieder hat mit der Kriegsenkelperspektive zu tun. Auf die komm ich später noch …. Es gab wunderschönes Feedback zu meinem Buch von Menschen, die ich nicht kenne, die meine Geschichte nicht wirklich kennen. Das hat mich tief berührt und sehr gefreut:

Nach der Big Family Party sind wir wieder auf die Insel geflogen und mein zweites Somba Jahr hatte begonnen. Ich habe eine weitere Runde mit Sigrun gedreht. Diesmal auch ich selbst als Mentorin. Online war meine neue Bühne geworden und ich brauchte Struktur. Die hab ich bekommen und gegeben… und wie man später im Jahr sehen wird, auch so umsetzen können, dass ich damit voll durchgestartet bin.

Ausserdem durfte ich von einer Mastermind profitieren, die Monika Frauendorfer noch 2019 angeboten und gestartet hatte: „Sei ein Original und mach Dich sichtbar“. Mit ihrer Hilfe ist es mir gelungen endlich bei einem Produkt anzukommen und damit auch zu bleiben: Dem StoryLABbyGO. 

Ankommen in der eigenen Lebensspur … das konnte ich wirklich fühlen, das war in mir passiert und ich gebe das weiter und helfe Menschen dabei in ihrer wirklichen Lebensspur anzukommen. Damit aufzuhören den eigenen Ansprüchen nie gerecht werden zu können. Es sein zu lassen was es ist, das Leben. Uns selbst sein lassen zu können, wie wir sind und aus den Blockaden in der Lebensgeschichte lernen, Kraft zu schöpfen für den eigenen Weg.

 

JA wie JANUAR … und ANKOMMEN  2021

Ein vollkommen anderer Start ins neue Jahr mit vielen unerwarteten Wendungen und Entwicklungen. Atemlos könnte das richtige Wort für diesen Start sein, denn viel zu früh ist mein 3. Enkel ins neue Jahr geboren worden und das hat die ganze Familie erstmal in eine Art Schock versetzt. Es war wieder so ein Moment der absoluten Fragilität des Lebens, den wir erlebt haben … auf diese Distanz!

Jetzt, wo ich das schreibe, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus und der kleine Paul wächst, und holt auf mit sehr viel Hilfe und Liebe von seinen Eltern und dem großen Glück fachkundiger und ebenfalls liebevoller Ärzte und Schwestern. Er kommt immer mehr im Leben an und lernt in Riesenschritten.

Mein Januar beruflich war der Start eines Jahresprogramms. StoryWOKbyGO co_creativ 2021 mit 12 Frauen und 12 Projekten, gehen wir 12 unterschiedliche Wege auf denen wir uns gegenseitig inspirieren, motivieren und co_creieren. Der erste Monat war geprägt vom Ankommen in der Gruppe, im eigenen Thema und Projekt und in diesem neuen Jahr.

Jeden Monat haben wir einen ganz speziellen Fokus auf eine Frau, ihren Weg, ihr Projekt und ihre Geschichte. So unterstützt und begleitet und gesehen, erweitert sich das Blickfeld. Es gibt mehr Perspektiven und mehr Inspiration. Im Schutz der Gruppe kann gespielt werden mit neuen Gedanken und Produkten.

Ich begleite diese Prozesse mit meinen Impulsen und 12 Masterclasses, die alte Themen neu aufgreifen und innovative Gedanken in die Gruppe holen. Gesehen und wertgeschätzt können sich alle auf ihr Potential konzentrieren und in neue Möglichkeiten wachsen. Ich bin gespannt, was wir in diesen 12 Monaten entwickeln werden und welche Geschichte wir uns dann erzählen.

Es ist auch die Arbeit an einem neuen weiblichen Narrativ, das mich antreibt in meiner Arbeit. Wir brauchen eine neue Geschichte in der Frauen wirklich aus ihrem wahren Potential schöpfen können und dürfen und so eine neue Art der Wirtschaft und Politik, Kunst und Kultur schaffen. Eine nachhaltige, eine co_creative, eine herzgesteuerte Art am Leben teilzunehmen und es zu gestalten.

Der Januar geht heute zu Ende und das Wort des Monats

„ANKOMMEN“

 

könnte nicht besser passen.  Ankommen ist eines der größten Themen für Kriegsenkel und ich spreche da aus eigener Erfahrung. Wir sind in einem neuen Jahr angekommen und ich wünsche Dir, dass Du in diesem Jahr auch bei Dir selbst immer mehr ankommst. Dass Du stimmiger in Dir wirst und das nach aussen überträgst. Dass Du ein Magnet wirst für Stimmigkeit. Dass Menschen das spüren und sich davon angezogen fühlen. Dass Frieden in Dir herrscht auch wenn er durch unfriedliche Gedanken immer wieder bedroht wird.

Das ist ein Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber es geht. Es ist möglich Frieden in sich selbst zu stiften. Keinen trügerischen Frieden sondern einen ehrlichen. Wir können in eine tiefe Harmonie mit uns selbst kommen, wenn wir das, was Unfrieden stiftet anschauen und den Mut haben, die Kraft darin zu sehen und sie zu schöpfen, aus der Transformation der eigenen Geschichte.

Wenn Du dabei Unterstützung möchtest und noch eine Prise Poesie und Humor dazu haben willst, dann schau gerne auf meine Webseite:

https://www.go-impuls.com

Am 15. Februar starte ich wieder ein neues WinterLAB. Eine Woche lang bekommst Du morgens in Dein Postfach eine Mail mit frischer Wort Patisserie, einen tagesfrischen Impuls zu einem Thema der Jahreszeit entsprechend und die Möglichkeit 1:1  15 Minuten täglich mit mir super konzentriert zu arbeiten. Dein Invest beträgt 55 € für diese Woche mit Tiefgang:

Die Anmeldung ist ab sofort möglich und es gibt noch 2 von 5 reservierten Plätzen. Hier der LINK für Deine Buchung:

 

Ankommen bringt jede Menge Frieden und Ordnung … und die wünsche ich Dir für den kommenden Monat.

Herzensgruß von Gudrun

CORONA … Die Poesie der Zukunft

Die Poesie der Zukunft

Ich weiss genau, wie ich diesen Blogartikel schreiben möchte und zur gleichen Zeit habe ich keine Ahnung, was ich schreiben werde. Das ist Paradox. Auf den ersten Blick. Da scheint es einen Widerspruch zu geben. Zunächst.

Das ist in Wirklichkeit Poesie. Poesie bedeutet, etwas zum ersten Mal so schreiben, erschaffen, kreieren. Nie mehr wieder es so schreiben, erschaffen, kreieren können. Das Wort Poesie leitet sich ab von dem griechischen Wort „poiesis“ und es bedeutet:

Etwas in die Welt bringen, was vorher nicht existiert hat.

 

Machen wir eher selten. Meistens wiederholen wir eine Variation von bereits Existierendem. Glauben vielleicht, es sei neu und anders und vielleicht stimmt das ja auch bis zu einem gewissen Grad. Bleibt allerdings die Frage: Mit welchem Ergebnis? Mit welchem Gefühl? Mit welcher Bedeutung?

Wo beginnt das Neue? In den Gedanken? Meistens wiederholen sie sich. In verschiedenen Variationen immer dieselben Gedanken. Wir bewegen uns in unserem gedanklichen Narrativ. Der Geschichte, die wir gewohnt sind zu denken, zu fühlen und nach der wir tagtäglich leben und entscheiden. Vieles darin haben wir geerbt von unseren Eltern und deren Eltern und deren Eltern. Später sind dann unsere Erfahrungen dazu gekommen. Vermischt mit einer Spur unserer Ursprünglichkeit.

Lebensspuren

 

Jede Familie hat so ein Narrativ, so eine Art und Weise, das Leben und sich selbst darin zu interpretieren, auszulegen, es zu deuten und darauf zu reagieren. Im besten Fall gibt uns das einen sicheren Bewegungsrahmen. Eine Art innere und äussere Freiheit, die es uns ermöglicht eine eigene Entwicklung voranzutreiben. Im schlechtesten Fall nimmt es uns jede Art eigenen Spielraum und darüber hinaus die Möglichkeit der Selbstentfaltung.

Wir können uns disziplinieren, zur Ordnung rufen, uns anpassen, beschneiden, still werden. Irgendwann erreichen wir eine Grenze. In uns selbst. Unsere Kapazitäten erschöpfen langsam aber sicher. Wir haben uns selbst von unserer Energiequelle abgeschnitten. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr.

Was passiert, wenn man sich selbst die Luft nimmt? Der Körper beginnt zu reagieren. Mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schwere, Lustlosigkeit und einer Art Sinnlosigkeit, die immer weiter in einen inneren Nebel führt.

Wir sehen nichts mehr, wir spüren immer weniger und unser Lebensfunken, den sehen wir, wenn überhaupt, wie ein fernes Licht. Klein und schwach. Und genauso fühlen wir uns auch. Klein und schwach und handlungsunfähig. Wir können das auf die Spitze treiben und dem Körper vollkommen die Verantwortung überlassen. Ihn krank werden lassen. Vielleicht im Herzen, vielleicht in den Gelenken, vielleicht in den Verdauungsorganen. Vielleicht im eigenen Verstand.

Wir könnten zum Arzt gehen und uns Medikamente verschreiben lassen. Gegen die Zeichen. Wir könnten weiter verzweifeln und weiter in Hilflosigkeit versinken.  Das könnte den Handlungsbedarf von uns selbst eine zeitlang beruhigen. Wir können ja nicht mehr. Der Körper hindert uns.

Wir können aber auch wach werden. Fragen stellen. Andere Fragen als bisher. Und wir können uns etwas wünschen, etwas, wonach wir uns wirklich sehnen. Etwas, wovon wir immer schon geträumt haben. Meistens geht es dabei nicht um Palmenstrände, Cocktails und dicke Autos, tollen Schmuck, das schicke Haus.

Es geht um Lebenssinn und was er für uns bedeutet. Was unserem Leben Sinn und Halt gibt. Es geht um Inhalt.

Lebensinhalt

 

In diesem Jahr sind so viele Selbstverständlichkeiten einfach nicht mehr selbstverständlich gewesen. Vor allem in der Bewegungsfreiheit hat sich so viel, so plötzlich verändert, dass wir vor der großen Aufgabe standen, uns vollkommen anders zu bewegen als bisher.

Unterwegssein ist z.B. eine Aktivität, die ich sehr schätze und das Gefühl der Freiheit, das mir diese Aktivität verleiht, das ist einer meiner höchsten Lebenswerte. Plötzlich war ich aber im Frühjahr in einem kompletten Lockdown für 3 Monate.

Statt aber in Panik zu geraten oder lethargisch zu werden, hat mich die ganze Situation unglaublich beflügelt. Ich habe Dinge getan, die ich so noch nie getan habe. Mit Ergebnissen und Erfahrungen, die ich so noch nie gemacht habe. Es waren äusserst kreative Zeiten auf die ich zurückblicke, jetzt am Ende von 2020. Ich habe etwas gewagt zu denken, umzusetzen und in die Welt zu bringen.

Du erinnerst Dich an den Anfang des Artikels? Poesie der Zukunft geht genauso. Erst kommt der Stillstand, dann kommt die Selbstversenkung und dann kommt das Neue. In Form von einem Gedanken, einer Idee, einem inneren Bild, einer Vision, einem Gefühl, einem Wort … etwas taucht plötzlich auf.

Der Stillstand ist dafür unerlässlich, denn ohne ihn würden wir ja so weitermachen wie bishr mit den Ergebnissen, wie bisher. Ein Segen also, was diese Situation für uns bedeutet.

 

Auch.

 

Für Menschen, die krank geworden sind oder krank werden, ist dies( erstmal ) beängstigend, besorgniserregend. Ich möchte das nicht unbeachtet lassen. Aber auch für unmittelbar betroffene Menschen sind die Erkenntnisse aus diesem Jahr wertvoll und können wegweisend sein. Für eine veränderte Haltung dem Leben insgesamt gegenüber.

Krisen können dankbar und demütig machen. Uns den Blick öffnen für das Wesentliche. Zunächst in uns und an uns selbst. Wir haben erlebt, wie wir umgehen mit einer Krise von solchem Ausmaß. Was hat sie gemacht mit uns. Wirklich! Und: Haben wir vielleicht etwas gelernt, was uns für die Zukunft gut unterstützt und eine wesentliche Resource darstellt?

Was möchtest Du selbst mitnehmen in das neue Jahr? Hast Du einen wirklichen Überblick über das gesamte Spektrum Deiner Erfahrungen in 2020? Weisst Du, welche Potentiale in Dir geweckt worden sind, die Du 2021 sehr gut anwenden und einsetzen kannst? Hast Du ein neues Gefühl für Dein Leben bekommen, und wenn ja, kannst Du es beschreiben?

Und weiter: Was macht die Poesie der Zukunft mit Dir? Kannst Du Dir vorstellen, dass Du selbst es bist der / die Kraft der eigenen Gedanken Realitäten schafft? Bist Du Dir bewusst, wie kraftvoll und machtvoll Du wirklich bist? Welche eine Frage könntest Du Dir selbst stellen, deren Beantwortung Dich mit Riesenschritten in die für Dich richtige Richtung bringen würde?

Was kommt mit und was bleibt da?

 

Meine Arbeit beschäftigt sich mit persönlichen Lebensgeschichten. Dem eigenen Narrativ nach dem wir leben. Ich zeige Wege auf, die vermisste Lebensenergie aus der eigenen Geschichte zu schöpfen. Auch wenn uns das vor gewaltige Aufgaben oft stellt. Begleitet werden sie zu fruchtbaren Transformationsprozessen, die wesentliche Teile der eigenen Geschichte neu ordnet und endlich wirklich integriert. Was dabei ensteht ist tiefer, innerer Frieden.

Es gibt in diesem Jahr noch ein Angebot von mir, dass Dich dabei unterstützen kann aus 2020 jene Essenzen zu kondensieren, die Dich in 2021 besonders unterstützen werden. Es ist ein Jahresrückblick der extravaganten Art, denn hier werden keine Fakten gesammelt und aufgeschrieben. Hier wird co_creiert und visioniert. Kondensiert und fokussiert.  Im Januar treffen wir uns dann wieder und erlauben uns diese Erfahrung zu wiederholen. Es sind also 2 Tage für Rückblick und Ausblick … mit jeder Menge POESIE.

Mehr Informationen bekommst Du unter diesem LINK + die Möglichkeit einen der noch freien 5 Plätze von 10 Plätzen zu buchen:

https://www.go-impuls.com/storywokbygo-zukunfts-inkubator

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und Zeit bis hierhin. Ich nutze meine letzten Zeilen in diesem Beitrag für mein Herzensprojekt

Mutterland habe ich in diesem Jahr umgesetzt und die Zeit, die meine Teilnehmerinnen und ich darin verbracht haben, die war heilsam, wegweisend, erlösend, friedvoll, kreativ, schöpferisch, motivierend … anders.

Es waren Themen wie Zugehörigkeit, Geborgenheit, Angst vor Glück, Scham, Schuld, Ankommen, Bewusstsein, Herkunft, Flucht, Sehnsucht endlich bei sich selbst anzukommen. Eine eigene Mitte spüren und haben.

Unser virtuelles Retreat hat enorme Kraft entwickelt. Die Energie war sehr hoch und wir sind gemeinsam durch einen transformatorischen Tag gewandert. Gemeinsam und jede für sich auf ihren eigenen Spuren.

Nach diesem Tag haben sich meine Teilnehmerinnen für einer weitere Einzelarbeit entschieden und wir haben 8×30 Minuten 1:1 Essenzcoachings gehabt, die die individuelle Thematik ganz nah und unmittelbar in die Mitte genommen hat.

Was ist geblieben nach 3 Monaten im Mutterland? Ich möchte meine Teilnehmerinnen dazu einmal interviewen. Bis dahin kann ich sagen, es hat sich ein Blick verändert auf das Thema Mutter und die damit verbundenen Gefühle und Beziehungen und Wege und Entscheidungen. Es hat sich eine innere Klammer gelöst, die den Blick frei gegeben hat auf die eigenen Potentiale und Leidenschaften. Es ist Frieden entstanden im Mutterland.

Es sind eigene Projekte entstanden, die spürbar den Eigensinn als prägendes Element in sich tragen.

Ich starte mein Mutterland Projekt im Januar neu. Es geht am 3. Januar mit einem Retreat Tag los. Es sind maximal 4 Plätze frei.

Es können auch Mütter und Töchter gemeinsam buchen! In diesem besonderen Fall würde ich nur einmal die Gebühr berechnen. Das ist mein Angebot für dieses besondere Format. Wenn Dich das Thema interessiert, dann lade ich Dich ein, meine Arbeit und mich kennenzulernen.

Deine Gelegenheit hierfür

 

Die Anmeldung für das Projekt „Mutterland“ ist ab sofort möglich. Es gibt davor immer ein kostenfreies Informationsgespräch für Dich. Hier der LINK für viel mehr Information und einen LINK für die Buchung unseres Gesprächs:

MUTTERLAND

Ich freue mich sehr auf die Zeit mit Dir im Mutterland, sollte das für Dich ein wertvolles Projekt in 2021 sein! Bevor ich jetzt hier schließe doch noch ein Weihnachtsangebot aus meinem LAB, denn wenn Du Mutterland buchst, bist Du automatisch und kostenfrei eingeladen zu meinem Zukunfts Inkubator. Siehe oben.

So, jetzt aber wirklich ENDE dieses Blogbeitrags. DANKE, dass Du bis hierhin gelesen hast! Herzensgruß von Gudrun